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Vakuumiergeräte im Test: Welche Vakuumiergeräte schneiden im Vergleich am besten ab?

Bist Du auf der Suche nach Möglichkeiten, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern, indem Du Deine Lebensmittel länger haltbar machst? Oder willst Du das allseits gehypte Vakuumgaren (Sous-Vide-Garen) einmal ausprobieren? Träumst Du davon, Fleisch und Fisch in wenigen Minuten zu marinieren? Sobald Du eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, könnte ein Vakuumiergerät eine passende Ergänzung für Deine Küche sein. Mit einem solchen Gerät kannst Du die Luft aus Folienbeuteln entziehen und sie luftdicht verschweißen. So lassen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und andere Nahrungsmittel länger aufbewahren – und zwar ganz natürlich und ohne Konservierungsstoffe.

Hier kommst du zum großen Vakuumierer Test!

Ich habe mir im Test verschiedene Vakuumiergeräte unterschiedlicher Hersteller angeschaut. Erfahre hier im Testmagazin, wodurch sich die einzelnen Arten unterscheiden und welche Eigenschaften der einzelnen Vakuumierer besonders wichtig sind. Darüber hinaus liest Du hier im Warentest, welche Lebensmittel sich überhaupt vakuumieren lassen und wie ein Vakuumiergerät richtig eingesetzt wird, um Nahrungsmittel länger frisch und schmackhaft zu halten.

Was ist ein Vakuumiergerät – und wie funktioniert es?

Ein Vakuumiergerät ist ein Gerät, mit dem Du – wie der Name schon sagt – ein Vakuum erzeugen kannst. Der Vakuumierer kommt insbesondere in der Küche zum Einsatz, denn damit lassen sich Lebensmittel vakuumieren, was etliche Vorteile bei der Aufbewahrung von Speisen und Nahrungsmitteln hat.

Was bringt das Vakuumieren?

Warum ist das so? Ganz einfach: Wenn Luft an Lebensmittel gelangt, verderben sie früher oder später. Das liegt an den chemischen Verbindungen, welche die Stoffe in den Nahrungsmitteln mit dem Sauerstoff eingehen. Dadurch werden Prozesse angestoßen, die zur Verderblichkeit führen. Mit einem Vakuumiergerät kann die Luftmenge, die mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt, stark reduziert werden. Dann ist nur wenig Sauerstoff vorhanden, sodass die Zersetzungsprozesse verzögert stattfinden. Infolgedessen bleiben die Lebensmittel länger frisch.

Das Vakuumieren hilft dabei, die Haltbarkeit von Lebensmitteln um bis zu 8-mal zu verlängern. Erfolgt die Lagerung gekühlt, lässt sich die Zeit sogar noch einmal steigern. Gleichzeitig können Nährwerte, Vitamine und Aromen besser erhalten werden. Ein weiterer Vorteil: Fleisch und Fisch lassen sich mit einem Vakuumiergerät blitzschnell marinieren. Durch den Unterdruck zieht die Marinade innerhalb weniger Minuten ein. Dieser Prozess dauert ohne Vakuum mehrere Stunden. Doch nicht nur Lebensmittel, auch andere Gegenstände wie Schmuckstücke oder Münzen können durch das Vakuumieren vor Oxidationsprozessen geschützt werden. Sie bleiben länger glänzend und schön.

Vakuumiergerät

Wie funktioniert das Vakuumieren mit dem Vakuumiergerät?

Es ist ganz einfach, mit einem Vakuumiergerät Lebensmittel zu vakuumieren. Du packst die Lebensmittel in einen speziellen Folienbeutel ausreichender Größe. Die Beutel müssen eine Wabenstruktur aufweisen, denn nur dann kann ein Außenvakuumierer ein Vakuum erzeugen. Herkömmliche Plastik- oder Gefrierbeutel können also nicht verwendet werden.

Öffne nun den Vakuumierer und lege das offene Ende des Vakuumbeutels hinein. Schließe den Deckel und wähle die gewünschte Funktion des Vakuumierers. Jetzt fängt die Pumpe mit ihrer Arbeit an und zieht die Luft aus dem Beutel. Durch den leichten Druck wird die Luft angesaugt. Bei bestimmten Lebensmitteln kann auch die Flüssigkeit angesaugt werden, wenn der Druck zu hoch ist. Daher sollte das Vakuumiergerät einen Flüssigkeitsabscheider besitzen, um die Feuchtigkeit aufzufangen.

Ist die Luft nahezu vollständig angesaugt, erzeugt das Gerät Hitze. Dann wird der Beutel zugeschweißt. Es entsteht eine Schweißnaht und die Beutelöffnung ist luftdicht verschlossen. Viele Vakuumgeräte arbeiten mit LED-Kontrollleuchten. Diese zeigen an, ob der Vakuumierprozess beziehungsweise die Versiegelung bereits abgeschlossen ist. Teilweise sind Cutter integriert, um die Folienbeutel abzuschneiden, aber Du kannst auch eine Haushaltsschere verwenden. Nach dem Vakuumieren können die Beutel mit den Lebensmitteln gelagert oder weiter verarbeitet werden – beispielsweise beim Sous-Vide-Garen.

Fleisch vakuumiert

Welche Lebensmittel lassen sich vakuumieren?

Grundsätzlich kann fast jedes Lebensmittel vakuumiert werden. Dabei ist es völlig egal, ob Du zubereitete Gerichte und Speisen oder rohe Lebensmittel vakuumieren willst. Wenn Du gerne Zutaten in größeren Mengen kaufst und dann für längere Zeit konservieren möchtest, lohnt sich das Vakuumieren auf jeden Fall. Praktisch ist es bei Fisch, Fleisch und Gewürzen. Du kannst diese Lebensmittel in kleineren Portionen vakuumieren und dann ganz nach Bedarf für Deine weiteren Speisen einsetzen.

Grundsätzlich kann auch weiches Obst vakuumiert werden – ebenso wie Zutaten, die flüssige Komponenten enthalten. Dann solltest Du aber ein Vakuumiergerät mit einem „Sanft“-Modus verwenden. Alternativ sollte eine Stopp-Funktion vorhanden sein. Andernfalls könnten die Lebensmittel zerquetscht und beschädigt werden, wenn das erzeugte Vakuum zu stark ist. Beliebt sind Vakuumiergeräte zum Konservieren der folgenden Lebensmittel:

  • Geflügel
  • Rindfleisch
  • Fisch
  • Schinken
  • Wurst
  • Käse
  • Pilze
  • Tomaten
  • Beeren
  • Äpfel
  • Nüsse
  • Brot
  • Kekse
  • Kaffee
  • Reis
  • Teigwaren

Hier findest du eine Übersicht der besten Sous Vide Rezepte 

Lebensmittel-Haltbarkeit verlängern mit dem Vakuumierer

Wie deutlich lässt sich die Haltbarkeit von Lebensmitteln mit dem Vakuumiergerät verlängern? Wenn Du Dir auch diese Frage stellst, wird Dir die folgende Tabelle einen guten Überblick liefern.

Lagertemperatur Lebensmittel Haltbarkeit unvakuumiert Haltbarkeit vakuumiert
Zimmertemperatur Brot 2 bis 3 Tage 7 bis 8 Tage
  Gebäck 4 bis 6 Monate 12 Monate
Teigwaren und Reis 5 bis 6 Monate 12 Monate
Tee und Kaffee 2 bis 3 Monate 12 Monate
Im Kühlschrank Geflügel 2 bis 3 Tage 6 bis 8 Tage
Rindfleisch 1 bis 3 Tage 5 bis 7 Tage
Schweinefleisch 4 bis 8 Tage 20 bis 28 Tage
gebratenes Fleisch 2 bis 3 Tage 7 bis 14 Tage
Hartkäse 10 bis 20 Tage 40 bis 60 Tage
Gefrierschrank Geflügel 6 Monate bis zu 36 Monate
sonstiges Fleisch 6 Monate 24 bis 36 Monate
Hackfleisch 3 Monate 12 Monate
Fisch 5 bis 6 Monate 24 bis 36 Monate
Gemüse 7 bis 10 Monate 24 bis 36 Monate

Welche Arten von Vakuumiergeräten gibt es?

Laut meinen Recherchen für den Vakuumiergeräte Test gibt es drei unterschiedliche Arten von Vakuumierern, die ich Dir in den nächsten Abschnitten gerne genauer mit ihren Besonderheiten und Vorteilen vorstelle.

Außenvakuumierer

Die meisten Vakuumiergeräte, die in Privathaushalten eingesetzt werden, sind Außenvakuumierer. Sie werden auch als Balkenvakuumierer bezeichnet, was sie ihrer schmalen, rechteckigen Form zu verdanken haben. Das Vakuumieren und das Versiegeln der Beutel gestalten sich hier besonders einfach. Du legst den Beutel mit der Öffnung in den Vakuumierer und startest den Vakuumiervorgang.

Damit ein Außenvakuumierer die Luft gut entfernen kann, werden Vakuumbeutel mit strukturierter Oberfläche benötigt. Manche Geräte werden auch mit einem Schlauch geliefert. Dann kannst Du den Vakuumierer auch in Kombination mit Vakuumbehältern nutzen.

Kammervakuumierer

Im professionellen Bereich werden überwiegend Kammervakuumierer eingesetzt – etwa in der Gastronomie, in Metzgereien oder in Hofläden. Diese Geräte sind größer und schwerer als Außenvakuumierer. Außerdem sind sie äußerst leistungsstark. Selbst Flüssigkeiten können mit einem Kammervakuumierer problemlos vakuumiert werden.

Die Geräte haben eine Vakuumkammer. In diese Kammer legst Du den Beutel mitsamt Inhalt. Dann kann der Vakuumierprozess gestattet werden. Diese Vakuumiergeräte arbeiten nicht mit den klassischen rauen Beuteln, sondern mit glatten Siegelbeuteln.

Handvakuumierer

Bei Handvakuumierern handelt es sich um stabförmige Geräte. Damit lassen sich neben Beuteln auch Dosen vakuumieren. Dafür hältst Du das untere Ende des Vakuumiergerätes an das Ventil eines Vakuumbehälters oder eines Zip-Beutels. Nun drückst Du auf „Start“. Daraufhin wird dem Behälter oder dem Beutel die Luft entzogen.

Die kompakten Handvakuumierer können solide Ergebnisse erzielen. Konstruktionsbedingt schaffen sie aber viel weniger Vorgänge als die anderen Vakuumierer. Ebenso können sie die Lebensmittel in den Folien nicht einschweißen. Vor allem für die gelegentliche Nutzung oder für unterwegs sind Handvakuumierer geeignet. Für den Dauereinsatz kommen sie hingegen nicht infrage, denn dafür ist der Betrieb einfach zu zeitaufwendig.

Welche Vorteile und Nachteile haben Vakuumierer?

Vakuumiergeräte sind beim Kochen mit etlichen Pluspunkten verbunden und haben nur relativ wenige Nachteile, wie Du der folgenden Gegenüberstellung entnehmen kannst:

Vorteile:

  • die Haltbarkeit der Lebensmittel lässt sich verlängern
  • Gefrierbrand, der durch lange Lagerung im Tiefkühlfach entsteht, wird vermieden
  • das Vakuum ermöglicht eine platzsparende Aufbewahrung
  • Must-have, um Sous-Vide-Beutel für das schonende Garen vorzubereiten
  • die Beutel eignen sich gut, um Lebensmittel zu marinieren
  • beim Vakuumieren kommt es nur zu einem niedrigen Vitamin- und Nährwertverlust
  • kein beziehungsweise kaum Aroma- und Geschmacksverlust
  • Lebensmittelverschwendung kann reduziert werden, da durch längere Haltbarkeit weniger Lebensmittel weggeworfen werden müssen
  • Vakuumgeräte sind vielseitig einsetzbar – zum Beispiel auch zum Schutz von Wertgegenständen

Nachteile:

  • einmalige Anschaffungskosten für das Gerät
  • laufende Kosten für den Nachkauf der Beutel
  • der Geräuschpegel beim Schweißvorgang ist teilweise recht hoch

Insgesamt bietet ein Vakuumiergerät laut meinem Test eindeutig mehr Vorteile als Nachteile, weshalb sich die Anschaffung meines Erachtens für alle Hobbyköche lohnt.

Vakuumiergeräte

Vakuumiergerät kaufen – darauf solltest Du achten

Bist Du auf der Suche nach einem Vakuumiergerät, stehst Du vor einer kaum überschaubaren Auswahl. Es ist daher von Bedeutung, die wichtigsten Kaufkriterien zu kennen. Nur so hast Du die Möglichkeit, verschiedene Vakuumiergeräte miteinander zu vergleichen und den besten Vakuumierer für Deine Anforderungen zu finden. Gerne greife ich Dir mit meiner Kaufberatung unter die Arme und helfe Dir dabei, das beste Vakuumiergerät auszusuchen.

Art, Größe und Material

Zuerst solltest Du immer einen Blick auf die genauen Produktdetails des Vakuumiergerätes werfen. Schau erstmal, um welche Art von Vakuumiergerät es sich überhaupt handelt. Außerdem solltest Du überlegen, wo Du das Gerät platzieren möchtest. Vergleiche dann mit der Zentimeter-Angabe des Herstellers. So findest Du heraus, ob der Vakuumierer an den dafür bestimmten Platz überhaupt hinpasst.

Das Material spielt ebenfalls eine Rolle. Hochwertige Vakuumiergeräte bestehen überwiegend aus Edelstahl, aber auch Varianten aus Kunststoff werden angeboten. Letztere sind oft preiswerter und besonders pflegeleicht, aber Edelstahl-Vakuumierer überzeugen mit einer tollen Optik und einer hohen Langlebigkeit.

Saugkraft / Absaugleistung

Wenn Lebensmittel konserviert werden sollen, ist es wichtig, dass beim Vakuumiervorgang möglichst viel Luft abgesaugt wird. Dies gelingt durch einen hohen Druck beim Absaugen. Je höher der Unterdruck des Vakuumiergeräts also ist, desto besser ist das für die Haltbarkeit Deiner Lebensmittel. Generell gilt als Faustregel: Zwischen -0,8 und -0,9 sollte der Unterdruck auf jeden Fall liegen. Nur so lässt sich ein bis zu 90-prozentiges Vakuum herstellen. Alles, was darunter liegt, sorgt für nicht so haltbare Ergebnisse.

Wie stark der erzeugbare Unterdruck ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Saugkraft – und somit die Vakuumstärke – wird zum Beispiel durch die Watt-Leistung der Vakuumpumpe beeinflusst. Meiner Erfahrung nach sollte das Vakuumiergerät mindestens 110 Watt mitbringen. So ist auch für eine ausreichende Pumpengeschwindigkeit gesorgt, um mit dem Gerät mehrere Folienbeutel nacheinander ordentlich zu vakuumieren.

Schweißnaht

Die Folienbeutel werden durch die Schweißnaht versiegelt. Diese verhindert, dass Luft an die Lebensmittel gelangt, was sie verderben ließe. Um eine hochwertige Versiegelung sicherzustellen, muss die Schweißnaht entsprechend dicht und stabil sein. Aus diesem Grund sind Vakuumiergeräte mit doppelter Schweißnaht besonders empfehlenswert, weil diese die Sicherheit des Vakuums erhöhen.

Auch die Länge der Schweißnaht spielt beim Kauf eine Rolle. Sie beeinflusst, wie groß Du die Folienbeutel für Deine Lebensmittel wählen kannst, damit der Vakuumierer in der Lage ist, sie noch zuzuschweißen. Gerade, wenn Du relativ große Vakuumbeutel versiegeln möchtest, solltest Du ein Gerät mit entsprechend großer Schweißnaht wählen. Es ist also wichtig, auch diesen Punkt bei der Anschaffung im Auge zu behalten.

Einstellungsmöglichkeiten

Viele Vakuumiergeräte bieten Dir individuell anpassbare Modi für das Vakuum. Besonders, wenn Du auch empfindliche Lebensmittel vakuumieren möchtest, ist das ein Pluspunkt. Etliche Vakuumierer haben beispielsweise eine „Moist“- oder „Dry“-Funktion. Sie eignet sich für Lebensmittel mit hohem Feuchtigkeitsgehalt oder für weiche Nahrungsmittel. Derartige Modi tragen dazu bei, dass das Brot fluffig bleibt. Überdies verhindern sie ein Zerquetschen von Obst oder Beeren.

Achte in dieser Hinsicht auch darauf, dass Dir das Gerät eine einfache und intuitive Handhabung bietet. Die einzelnen Modi und die Bedienung sollten im Idealfall selbsterklärend sein, damit Du nicht immer erst lange im Handbuch lesen musst, wenn Du mal eine andere Einstellung benötigst. Diesbezüglich ist es immer eine gute Idee, die Testberichte und Käufermeinungen zu berücksichtigen, denn dort findest Du authentische Erfahrungsberichte zur Verwendung der einzelnen Vakuumiergeräte.

Sicherheit durch Temperaturüberwachung

Sicherheit steht beim Kochen immer an erster Stelle. Das gilt auch beim Vakuumieren. Deshalb verfügen viele Geräte über eine Temperaturüberwachung. Diese Funktion prüft, wie heiß der Vakuumierer bereits geworden ist. Gerade, wenn mehrere Lebensmittel nacheinander versiegelt werden, kann das Gerät sehr warm werden.

Droht eine Überhitzung, kommt es zu einer automatischen Abschaltung. Dann kann sich das Vakuumiergerät erstmal wieder abkühlen. In Bezug auf die Sicherheit spielt es zudem eine wichtige Rolle, dass der Vakuumierer eine hohe Standfestigkeit mitbringt. Das trägt zu einer sicheren Verwendung bei.

Flüssigkeitsabscheider

Willst Du Speisen mit Flüssigkeiten wie Marinaden oder Soßen vakuumieren, ist ein Gerät mit Flüssigkeitsabscheider sinnvoll. Er verhindert, dass Flüssigkeiten in das Gerät gelangen. Dafür haben diese Vakuumiergeräte eine Tropfschale.

In diesem Auffangbehälter werden überschüssige Flüssigkeiten aufgefangen, die beim Vakuumiervorgang bei etlichen Speisen zwangsläufig heraustropfen. Aber Achtung: Die Schale sollte einfach zu entnehmen und gut zu reinigen sein. Da nicht alle Geräte einen Flüssigkeitsabscheider haben, solltest Du diesen Punkt beim Kauf beachten. Er erleichtert Dir bei vielen Speisen nämlich das Vakuumieren deutlich.

Passende Folienbeutel

Wenn Du ein Vakuumiergerät kaufst, erfolgt die Lieferung häufig direkt mit den passenden Vakuumbeuteln. Es handelt sich dabei um spezielle Folienbeutel, die explizit für das Vakuumieren gedacht sind. Sie haben vordefinierte Maße und eine typische Rillenstruktur. Diese erleichtert das Absaugen der Luft. Die Seiten sind gefaltet, um eine hohe Stabilität zu gewährleisten. Normale Plastikbeutel sind nicht für das Vakuumieren geeignet.

Beim Nachkauf solltest Du darauf achten, echte Vakuumbeutel mit Struktur zu kaufen. Außenvakuumierer benötigen die raue Oberfläche, da der Vakuumierprozess sonst nicht durchgeführt werden kann. Es gibt zwar auch glatte Beutel, diese eignen sich aber nur zum Verschweißen. Überdies sollten die Vakuumbeutel BPA-frei sein.

Auch die Folienstärke musst Du berücksichtigen. Je höher sie ist, desto robuster ist der Beutel. Aber: Beutel mit hoher Stärke lassen sich von einigen Vakuumiergeräten nicht gut verschweißen. Die Kombination aus einer schwachen Vakuumierleistung und einem hochwertigen Beutel kann zu undichten Nähten führen. Orientiere Dich beim Nachkauf am besten an den bereits mitgelieferten Beuteln. Mit diesen kommt Dein Vakuumierer schließlich sehr gut zurecht.

Zubehör und Lieferumfang

Der Lieferumfang unterscheidet sich von Vakuumiergerät zu Vakuumiergerät. Meist befinden sich fünf bis 20 Vakuumierbeutel im Lieferumfang, die teilweise verschiedene Größen haben. Es gibt überdies Vakuumiergeräte, die mit Folienrollen funktionieren. Diese nennt man auch Vakuumierschlauch beziehungsweise Vakuumschlauch. Sie sind an den Seiten geschlossen und sonst wie ein durchgehender Schlauch geöffnet. Ein Vakuumschlauch hat den Vorteil, dass Du die Beutelgröße optimal an Deine Lebensmittel anpassen kannst. Schneide einfach die benötigte Größe ab. Dann verschweißt Du zunächst die eine Seite. Lege nun das Objekt hinein, um es zu vakuumieren und an den Beutel an der anderen Seite zu versiegeln.

Bei manchen Vakuumiergeräten befinden sich die Folienrollen in einer integrierten Folienbox. Das erleichtert die Handhabung, denn dann lassen sich die Beutel einfach abrollen. Mitunter ist auch noch ein Cutter eingebaut, der Dir das Abschneiden der Folie ermöglicht. Diese Ausstattungsbesonderheiten hat nicht jedes Vakuumiergerät. Meiner Meinung nach vereinfachen sie aber die Nutzung und Bedienung des Geräts erheblich.

Eine Alternative zu Folienbeuteln sind solide Vakuumbehälter, die aus Edelstahl, Glas oder Plastik bestehen. Darin können Lebensmittel ebenfalls konserviert werden. Dafür verbindest Du den Absaugschlauch des Vakuumiergerätes mit einem Ventil am Vakuumierbehälter. So wird ihm die Luft entzogen und ein Vakuum erzeugt. Für diesen Zweck werden alternativ auch Handpumpen angeboten. Vakuumbehälter müssen bei den meisten Vakuumiergeräten separat dazugekauft werden. Teilweise bieten die Hersteller aber auch Premium-Vakuumierer mit großen Zubehörsets an. Dann sind nicht nur die Beutel enthalten, sondern auch einige Behälter inklusive Vakuumverschluss und passendem Anschlussschlauch. Die Vakuumbehälter sind sehr robust, schließlich müssen sie dem Unterdruck beim Vakuumieren standhalten.

Des Weiteren sind spezielle Vakuumverschlüsse als Zubehör für Vakuumiergeräte im Handel erhältlich. Damit kannst Du bereits geöffnete Flaschen wieder luftdicht verschließen. Solche Vakuumverschlüsse kommen häufig bei Weinflaschen zum Einsatz. Genauso können sie aber auch zum Verschließen guter Säfte verwendet werden. Die Verschlüsse saugen die Luft aus der Flasche. Das hat gleich zwei Vorteile: Die Haltbarkeit verlängert sich und das Aroma bleibt erhalten.

Fleisch mit Marinade vakuumiert mit Vakuumiergerät

Markenübersicht: Hersteller hochwertiger Vakuumiergeräte im Überblick

Bei meinem umfangreichen Vakuumiergeräte Test habe ich festgestellt, dass es wirklich viele renommierte Hersteller mit entsprechend hochwertigen Vakuumierern im Handel gibt. Im Vergleich haben sich insbesondere die folgenden Marken positiv herauskristallisiert:

Die Vakuumiergeräte dieser Hersteller schneiden in Tests und Vergleichen stets gut bis sehr gut ab und erreichen oftmals die Spitzenplatzierungen. Vakuumierer kannst Du entweder im Fachhandel vor Ort kaufen – also beispielsweise im Elektronikfachgeschäft – oder direkt online. Im Internet ist die Auswahl sicher am größten. Hier kannst Du auch direkt die Erfahrungsberichte anderer Käufer lesen. Das bietet Dir die Chance, das beste Vakuumiergerät für Deine Anforderungen auszuwählen.



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Lebensmittel vakuumieren mit dem Vakuumiergerät – worauf solltest Du achten?

Damit die Produkte, die Du vakuumieren möchtest, auch wirklich länger frisch und lecker bleiben, solltest Du beim Vakuumierprozess ein paar Dinge beachten. Nimm Dir einfach folgende Tipps aus meinem Vakuumiergerät Test zu Herzen, damit beim Vakuumieren Deiner Lebensmittel nichts schiefgeht:

  • Gib Fleisch und Fisch stets gekühlt in das Vakuumiergerät. Die Temperatur sollte bei 0 bis 3 Grad Celsius liegen.
  • Obendrein solltest Du nur frische Ware vakuumieren. Denn: Bei bereits gelagerten Produkten ist der Keimgehalt schon viel höher als bei frischen Lebensmitteln.
  • Bevor Du mit dem Vakuumiergerät arbeitest, wasche Dir Deine Hände gründlich. Um Produkte in den Beutel zu geben, solltest Du Latexhandschuhe verwenden.
  • Reinige die Arbeitsfläche und sämtliche Arbeitsgegenstände wie etwa Messer oder Behälter gründlich vor dem Vakuumieren, um sie von Keimen zu befreien.
  • Achte sorgsam darauf, bei Fleisch und Fisch die Kühlkette nicht zu unterbrechen – weder vor noch nach dem Vakuumieren.
  • Vermische rohe und gegarte Produkte beim Vakuumieren mit dem Vakuumiergerät nicht miteinander.
  • Gib Obst- und Gemüsesorten wie Bananen, Kartoffeln oder Äpfel nur ungeschält in den Vakuumierer, um eine längere Haltbarkeit zu erzielen.

Wenn Du diese Ratschläge beachtest, haben Pilze und Bakterien im Vakuum kaum eine Chance. Ergo bleiben Deine Lebensmittel länger frisch und aromatisch.

Fleisch vakuumiert mit Vakuumierer

Ist das Folienschweißgerät eine Alternative zum Vakuumiergerät?

Die Begriffe „Folienschweißgerät“ und „Vakuumiergerät“ werden oft als Synonyme verwendet, allerdings gibt es zwischen den beiden Geräten durchaus gravierende Unterschiede. Vakuumiergeräte arbeiten mit einer Kolbenpumpe, um einen Unterdruck von bis zu -0,8 bar zu erzeugen. Danach erfolgt das Schweißen, um die Folie zu schließen.

Folienschweißgeräte haben im Gegensatz dazu nur ein Gebläse, um Luft aus der Tüte zu saugen. Das hat zur Folge, dass sich die Tüte besser an den darin befindlichen Inhalt schmiegt. Folienschweißgeräte packen handliche Lebensmittelpakete für den Tiefkühler. Diese enthalten aber noch vergleichsweise viel Luft. Dafür können Schweißgeräte auch mit dünnen und preiswerten Gefrierbeuteln verwendet werden, die keine Wabenstruktur haben. Die starren Vakuumierbeutel eignen sich für Folienschweißgeräte hingegen nicht, da sie das Luftvolumen hier nicht verringern können.

Ein Folienschweißgerät könnte für Dich von Interesse sein, wenn Du Lebensmittel vornehmlich für den Froster in Tüten verpacken willst. Gerade für fragile Lebensmittel wie Brot oder Erdbeeren sind Schweißgeräte häufig die bessere Wahl, da der Inhalt dann nicht so leicht zerquetscht wird. Es gibt aber auch richtige Vakuumiergeräte, die für empfindliche Lebensmittel geeignet sind und in der Lage sind, die Luft nur leicht abzusaugen. Ein Beispiel ist der CASO FastVAC 500 mit seiner Marinierfunktion.

Die Haltbarkeit der Lebensmittel lässt sich in erster Linie mit echten Vakuumiergeräten verlängern. Gerade für das Vakuumgaren (Sous-Vide-Garen) ist ein Vakuumierer unverzichtbar. Hierbei werden die Lebensmittel erst vakuumiert und dann die (fast) luftleeren Tüten im Wasserbad gekocht. Bei der Frage „Vakuumiergerät oder Folienschweißgerät?“ gilt es also, genau hinzuschauen und vorab zu überlegen, was Du mit dem Gerät überwiegend vorhast.

Lava Vakuumierer

Fazit: Vakuumiergeräte sind ein tolles Zubehör für Hobbyköche

Ob Du Dir ein Vakuumiergerät kaufen solltest oder nicht, hängt laut meinen Test von verschiedenen Aspekten ab. Willst Du gerne Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch auf einfache Weise marinieren? Wünschst Du Dir, die Haltbarkeit Deiner Lebensmittel zu verlängern? Willst Du das Vakuumgaren selbst einmal ausprobieren? In all diesen Situationen erweist Dir ein Vakuumiergerät gute Dienste. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um ein praktisches Zubehör, von dem viele Hobbyköche profitieren können.

Beim Kauf gibt es einige Dinge zu beachten, aber mit der Kaufberatung aus meinem Vakuumiergeräte Test sollte es Dir gelingen, den besten Vakuumierer für Deine Zwecke zu finden. Berücksichtigst Du dann noch die Tipps aus dem Vergleich, sollte Dir auch die Verwendung des Vakuumiergeräts keine Schwierigkeiten bereiten. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei, ein passendes Gerät auszusuchen und in der Küche einzusetzen.