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Räucherchips

In den USA ist Grillen, vor allem Smoken, sehr beliebt und entsprechend weit verbreitet. Amerikaner optimieren gerne den Geschmack ihres Grillguts mit Raucharomen, welche passend zu den Gerichten abgestimmt sind. Dazu verwenden sie entsprechende Holzscheite bestimmter Baumsorten, oder einfach Wood Chips. So wie Smoker sich längst in Deutschland etablieren konnten, haben auch die Deutschen die Vorteile von Wood Chips (Räucherchips) zur Grillgutoptimierung übernommen. Es gibt im Handel entsprechend eine große Auswahl an Räucherchips mit unterschiedlichen Aromen, und das Angebot erweitert sich ständig. Für manche Grillarten (Gasgrill oder Elektrogrill) stellen Räucherchips eine gute Möglichkeit dar, das Grillgut mit dem Räucheraroma zu verfeinern. Aber auch ein Holzkohlegrill, welcher schon funktionsbedingt dem Grillgut Rauchgeschmack zuführt, profitiert von den fein abgestimmten Aromanoten. Diese verdrängen nicht den Rauchgeschmack der Holzkohle, sondern fügen weitere Aromanoten hinzu. Natürlich gibt es in diesem Bereich viel Auswahl an Herstellern und jeder hat mehrere Sorten von Räucherchips im Angebot. Hier stellt sich natürlich einem Griller die Frage, welche Räucherchips sind empfehlenswert und welche Sorte eignet sich zu welchem Grillgut. Um eine gute Hilfe zu bieten, haben wir vom Grill-Kenner-Team mit verschiedenen Produkten einen Räucherchips Test durgeführt, wodurch Du es leichter hast für Dich einen guten Räucherchips Vergleich anzustellen.

Die besten Räucherchips



Was genau sind eigentlich Räucherchips?

Von ausgewählten Holzsorten werden kleine Holzstückchen bzw. Holzspäne hergestellt. Je nach Hersteller und Herstellungsart kann die Größe und Form sehr unterschiedlich sein. Dickere Holzstückchen halten dabei länger als flache Stücke. Räucherchips sind getrocknet, so dass die Restfeuchte unter 18% sinkt. Sie eignen sich für alle Grills, wobei der Effekt in einem Barbecue-Smoker am stärksten wirksam wird. Sie sind sehr gut, um bei nicht zu langer Garzeit die Holzaromen an das Grillgut abzugeben. Für längere Garzeiten eignen sich dagegen Chunks besser, da sie größer sind und entsprechend länger auf dem Grill vorhalten. Jedoch ist nicht jede Grillgröße für die größeren Holzstücke geeignet. Räucherchips sind in vielen Holzsorten verfügbar, zum Beispiel in Buchen-, Apfel-, Kirsch-, Hickory-, Pecannuss-, Wachholder- oder Zedernholz. Einige Produzenten von Räucherchips verwenden sogar das Holz von Wein- oder Whiskey-Fässern, was dem Raucharoma natürlich eine ganz besondere Note verleiht, was aber auch am höheren Preis bemerkbar ist. In unserem Räucherchips Vergleich findest Du weitere interessante Informationen zu einzelnen Produkten.

Räucherchips, Rauchchips, Holz

Die Benutzung von Räucherchips

Räucherchips sind besonders getrocknet, weswegen sie der Hitze auf einem Grill nicht lange standhalten würden. Deshalb sind sie vor der Benutzung gut zu wässern. Sie sollen ja möglichst lange ihr Raucharoma abgeben. Lege sie einfach 30 bis 60 Minuten in einen Eimer mit Wasser. Bei einem Holzkohlegrill legst Du die gewässerten Holzchips lediglich in die Glut. Für die Benutzung von Räucherchips an einem Gas- oder Elektrogrill, werden sie am besten in Alufolie eingewickelt, welche dann mit einer Gabel an einer Seite perforiert werden, sodass einige Löcher entstehen. Alternativ gibt es auch spezielle Metallboxen (Smokerbox), in welche dann die Räucherchips ohne Alufolie zu legen sind. Dadurch lassen sich die Räucherchips gut auf den Grills über die Hitzequelle legen, ohne dass sie ihn unnötig verschmutzen. Das beste Ergebnis lässt sich mit Räucherchips erzielen, wenn ein vorhandener Deckel auch geschlossen ist. Es empfiehlt sich, die Holzchips schon vor dem Grillgut auf den Grill zu legen, da sie eine gewisse Zeit zur optimalen Rauchentwicklung benötigen. Sind die Räucherchips bei längeren Garzeiten schon verkohlt, muss nachgelegt werden. Es sei denn, dass erzielte Raucharoma genügt Dir bereits.

Welche Räucherchips Sorten für das Grillgut

Maßgeblich verleiht die Holz- bzw. Baumsorte den Räucherchips ihr Raucharoma. Weiche Hölzer eignen sich weniger für das Räuchern, sowie auch harzhaltige Holzsorten oder solche mit hohem Anteil an ätherischen Ölen keine Verwendung finden sollten. Das trifft zu Beispiel auf  Kiefer, Eibe, Lärche und Fichte zu. Zu den nichtgeeigneten Nadelhölzern zählt auch die Tanne, wobei es eine Ausnahme gibt: der traditionelle Schwarzwälder Schinken wird über Tannenholz geräuchert. Darüber hinaus zählen Eukalyptus und Thuja zu den ölhaltigen Hölzern, welche ebenfalls nicht zu verwenden sind. Unsere Ergebnisse aus dem Räucherchips Test geben Dir weitere Auskünfte über die unterschiedlichen Sorten.

Deutsche Produzenten der Räucherchips produzieren gerne aus einheimischen Baumbestand. So finden Buche und Erle häufig Verwendung für Räucherchips. Die Buche verleiht fast jedem Grillgut einen kräftigen Rauchgeschmack und eignet sich für Fisch, alle Fleischsorten und Gemüse. Wer einen milderen Rauch bevorzugt, greift zu Räucherchips aus Erlenholz für Geflügel, Meeresfrüchte und Fisch. Wer ein besonders starkes Raucharoma wünscht, greift zu Holzchips aus Walnussholz. Hier empfiehlt sich jedoch, es mit Obstgehölzen zu mischen, da sonst schnell ein zu bitteres Aroma entsteht. Hickory Räucherchips haben ein typisches Bacon-Aroma und werden gerne für Lamm, Rippchen sowie Rind und Schwein verwendet.

Sehr beliebt sind generell Räucherchips aus dem Holz von Obstbäumen (Fruchtholz). Kirsche verleiht allen Fleischsorten ein fruchtig-süßliches Aroma und empfiehlt sich besonders für helles Fleisch und Fisch. Apfelholz ist ein richtiger Allrounder und passt gut zu Fisch, Schwein, Rindfleisch und Schinken. Es hat ein sehr fruchtiges Aroma.

Neben dem Holz von Wein- und Whiskeyfässern finden sogar Kakaoschalen und Olivenkerne für ganz besondere Räucherchips Verwendung.

Preislich beginnen Räucherchips bei ca. 3 Euro je Kilogramm und pendeln sich zwischen 5-8 Euro ein. Besondere Räucherchips können auch schon Mal über 15 Euro je Kilogramm kosten.

Räucherchips selbst herstellen

Wer Zugang zu einer günstigen Holzquelle hat, kann natürlich auch seine Räucherchips selbst herstellen. Dabei sollte das Holz aber nicht frisch geschlagen werden, sondern nur trocken gelagertes Holz eignet sich für Räucherchips. Der Vorteil ist neben der finanziellen Ersparnis, die Größe der Holzspäne selbst bestimmen zu können. Das Holz darf nicht mit Insektiziden, Holzschutzmittel, Lacken oder Farben behandelt sein, da sich sonst schädliche Substanzen auf das Grillgut niederschlagen würden. Besonders Obstholz wird im Anbau regelmäßig mit Insektiziden bespritzt. Ebenfalls darf das Holz nicht vermodert oder von Pilzen befallen sein.

Wo können Räucherchips gekauft werden

Räucherchips sind nicht so weit verbreitet wie zum Beispiel Holzkohle. In Tankstellen oder Supermärkten werden nur selten Räucherchips angeboten. Baumärkte sind da schon eine bessere Anlaufstelle, wobei hier die Auswahl meistens sehr eingeschränkt ist. Der Fachhandel für Grills wird ebenfalls Räucherchips anbieten, teilweise sogar von Grillherstellern. Das größte und oft auch das günstigste Angebot ist im Internet bei Online shops zu finden. Hier dürfen natürlich nicht die Versandkosten unbeachtet bleiben. Je nach Abnahmemenge sind zudem Mengenrabatte möglich. Informiere Dich zusätzlich über das Preis- Leistungsverhältnis aus unserem Räucherchips Vergleich.