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Räucherbretter im Vergleich: Welches gewinnt den Test?

Angeblich erfanden die Ureinwohner Kanadas das Räucherbrett. Die Rede ist von einem Stück Holz, welches Speisen auf dem Grill um besondere Aromen bereichert. Natürlich eignet sich nicht jede Holzsorte dafür. Bäume mit viel Harz oder ätherischen Ölen sind als Holzspender für Räucherbretter ungeeignet. In der Grillgemeinde sind Buchenholz oder Zedernholz sehr beliebt. Auch Holz von Obstbäumen findet wegen der besonderen Aromen immer wieder Verwendung. Sehr wichtig ist, unbehandeltes Holz zu nehmen. Bei fertigen Räucherbrettern aus dem Handel wird dies meistens auf der Verpackung kenntlich gemacht. Hilfreiche Informationen dazu gibt Dir auch unser Räucherbretter Vergleich und Räucherbretter Test. Wer selber sein Holz für die Räucherbretter sammeln will, muss genau auf die Herkunft und den Zustand des Holzes achten. Es muss frei von Lacken, Imprägniermitteln, Holzschutzfarben oder Insektiziden sein. Letztere finden vor allem im Obstanbau Verwendung. Wer sich bei der Suche im heimischen Wald auf der sicheren Seite fühlt, hat nur zu einem Teil Recht, denn auch verfaultes oder vermodertes Holz ist ebenfalls nicht zu gebrauchen, wie auch Holz mit Pilzbefall sich nicht für Räucherbretter eignet.

Fertige Räucherbretter im Handel sind zwischen 10 und 15 Millimeter dick. Typische Größen sind 30×15 oder 20×40 cm. Aber jeder Hersteller verfügt auch über abweichende Maße, sodass auch größere Mengen Grillgut versorgt werden können. Ebenfalls unterschiedlich ist das Angebot der Holzsorten. Zedernholz ist im Handel genauso stark vertreten wie Buchenholz. In erster Linie entscheidet das gewünschte Aroma bzw. dein Geschmack über die Wahl der Holzsorte, die zudem zu dem Gericht passen sollte. Eine gute Übersicht von unterschiedlichen Produkten vermittelt Dir unser Räucherbretter Vergleich und Räucherbretter Test. Übrigens eignen sich Räucherbretter für Gasgrills, Holzkohlegrills und Elektrogrills. Traditionell werden Räucherbretter für Fisch verwendet, wo Zedernholz gut zu passt. Aber viele unterschiedliche Holzsorten eignen sich für fast alle auf dem Grill vorkommenden Speisen.



Anwendung Räucherbrett

Bevor es mit dem Räucherbrett auf dem Grill richtig losgeht, musst Du es wässern, andernfalls hast Du ein schönes aber kurzes Feuer. Das Räucherbrett soll nicht verbrennen, sondern durch die Grillhitze nur seine Aromen an das Grillgut abgeben. Wird es vorher 1 bis 2 Stunden gewässert, saugt sich das Holz mit Wasser voll und wird kaum noch brennen. Am besten gelingt das Wässern, wenn das Räucherbrett mit einem schweren Gegenstand unter Wasser gehalten wird, denn es neigt sonst zum Schwimmen. Nach dem Wässern darf es auf den Grill, anfangs für 5 Minuten eine heiße Zone auf dem Grill wählen. Wenn der erste Rauch entsteht, je nach Grillgut in eine gemäßigte Zone legen. Die Oberseite des Räucherbrettes wird nun mit Öl bestrichen und danach kann das Grillgut auf das Brett gelegt werden. Die Gartemperaturen sollten im mittleren Bereich bei 180 bis 200°C liegen, dadurch verzögert sich das Verbrennen des Holzes und es kann in der Regel sogar mehrmals beim Grillen zum Einsatz kommen. Bei vorhandenem Deckel ist dieser zu schließen. Es ist kein Fehler eine Sprühflasche mit Wasser in der Nähe des Grills zu haben. Fängt das Räucherbrett doch Mal Feuer, ist es damit schnell wieder zu löschen.

Vorteile Räucherbrett

In erster Linie dient ein Räucherbrett dazu, das Grillgut mit Aromen des verwendeten Holzes anzureichern. Dies ist besonders für Gasgrills und Elektrogrills interessant, da ihnen der Holzkohlerauch fehlt. Aber auch auf einem Holzkohlegrill lassen sich sehr gut besondere Aromen durch Räucherbretter erzielen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Grillgut schonender zubereitet wird, da es nicht unmittelbar mit den Flammen oder der Hitze des Grills in Berührung kommt. Gleichzeitig werden Speisen, welche beim Garen leicht zerfallen (zum Beispiel Fisch), vor einem Durchfallen durch den Grillrost bewahrt. Ebenfalls Gemüse oder Tofu lassen sich auf den Räucherbrettern gut grillen und bekommen die gewünschte Geschmacksnote. Für Vegetarier ist so ein praktisches Brett eine gute Bereicherung. Welche Räucherbretter uns überzeugten, erfährst Du in unserem unsere Räucherbretter Vergleich und Räucherbretter Test.

Indirektes grillen mit Räucherbrettern

Räucherbretter dürfen nicht direkt über die Flammen gelegt werden oder zu viel Kontakt mit ihnen haben. Für gasbetriebene Grills reicht eine mittlere Einstellung der Gasregler. Bei einem Holzkohlegrill empfiehlt es sich die Kohlen am Rand zu verteilen und das Räucherbrett in die Mitte des Grillrosts zu legen. Bei zu großer Hitze kann auch der Grillrost eine etwas höhere Position einnehmen. Durch einen vorhandenen Deckel verteilen sich die Hitze und der Rauch sehr gut in dem Garraum.

Tipp: Wer sich das mehrstündige Wässern der Räucherbretter in Zukunft ersparen will, kann die gewässerten Bretter auch anschließend in einem Kunststoffbeutel einfrieren. So besteht ein ständiger Vorrat an gewässerten Räucherbrettern und es gibt keine Wartezeiten, wenn spontanes Grillen angesagt ist.

Wo kann ich Räucherbretter kaufen

Bei vielen Händlern, welche Grillbedarf anbieten (zum Beispiel Baumarkt), gibt es häufig auch einige Räucherbretter zu kaufen. Meistens handelt es sich dabei um Bretter aus Buchenholz oder Zedernholz. Im Fachhandel sind weitere Holzsorten erhältlich, zum Beispiel Erlenholz, Eschenholz, Kirschbaumholz, Birkenholz, Ahornholz und seltener Hickoryholz. Eine weitere gute Auswahl ist in vielen Online Shops erhältlich, welche teilweise mit günstigen Preisen punkten. Die Preise richten sich nach der Holzsorte, der Größe des Räucherbrettes und der Anzahl, da sie meistens in 2-er, 4-er oder 6-er Sets angeboten werden. Einzelpreise liegen zwischen 2 und 20 Euro.

Auch Schreiner sind in der Lage für wenig Geld angeliefertes Holz auf Wunschgröße zuzuschneiden. Wer sein Räucherbrett selber machen will, muss genau auf die Herkunft des Holzes achten, wie im oberen Text bereits erwähnt wurde. In der Regel beträgt die Dicke eines Räucherbretts 10 bis 15 Millimeter. Umso dicker das Räucherbrett ist, umso mehr eignet es sich für eine mehrmalige Verwendung. Siehe dazu auch unseren Räucherbretter Vergleich und Räucherbretter Test an.

Wer seine gewünschte Geschmacksrichtung unter den angebotenen Räucherbrettern nicht findet, kann auch selber nachhelfen. Beim Wässern dem Wasser zum Beispiel Rotwein, Bier, Zitrusgetränke oder Cognac hinzugeben. Hier ist Experimentieren erlaubt.