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Holzkohle

Holzkohle oder Holzkohlebriketts sind der Brennstoff für Holzkohlegrills. Je nach Qualität, Herkunft oder verwendeter Holzsorten, gibt es große Preisunterschiede. Holzkohle kaufen ist also mehr, als nur das preisgünstigste Angebot wahrzunehmen. Der Grillerfolg ist nicht unerheblich von der richtigen Wahl der Holzkohle abhängig. Im Vordergrund steht bei den Grillern häufig, wie schnell die Holzkohle durchglüht und wie lange sie glüht. Aber die Holzkohle wirkt sich auch auf den Geschmack des Grillguts aus, was ebenfalls sehr wichtig ist. Weitere Unterschiede ergeben sich zum Beispiel daraus, wieviel Asche die Holzkohle erzeugt oder ob sie zu starkem Funkenflug neigt. Qualitätsholzkohle ist in der Regel geprüft, zum Beispiel durch den TÜV-Rheinland. Geprüfte Holzkohle trägt entsprechend den DIN-CERTO Stempel bzw. das DIN-Plus Logo auf der Verpackung. Hierdurch kannst Du sichergehen, dass keine Fremdstoffe in der Holzkohle sind, wie zum Beispiel Farbrückstände, Holzschutzmittel, Bitumen, Schlacken usw. Ein gutes Zeichen für hochwertige Holzkohle ist das typisch klirrende Geräusch, welches zu hören ist, wenn ein Sack Holzkohle ausgeschüttet wird. Um wirklich Holzkohle kaufen zu können, muss natürlich auch Holzkohle in der Grillkohle oder den Grillbriketts vorhanden sein. Häufig verbergen sich aber hinter den Aufschriften Grillkohle oder Grillbriketts Produkte aus Braunkohle. Also auf die Aufschrift Grillholzkohle oder Holzkohlebriketts achten, um Fehlkäufe zu vermeiden. Weiteres Interessante findest Du in unserem Holzkohle Vergleich und Holzkohle Test.



Was ist Holzkohle?

Durch die Verkohlung von Holz ( fast ohne Luft), beträgt der Kohlenstoffgehalt nach der Verkohlung ca. 80-90%. Nebenprodukte (zum Beispiel Formaldehyd, Säuren und Teere) können effektiver ausgesondert werden. Häufig wird zur Verkohlung Buchenholz verwendet, welches zuvor getrocknet wurde (Restfeuchte 14-18%). Durch den hohen Heizwert von dem Hartholz Buche, eignet es sich sehr gut als Ausgangsmaterial für Holzkohle. Der hohe Kohlenstoffgehalt erzeugt große Hitze bei wenig Flammen. Eine Eigenschaft, welche früher zur Eisenschmelzung genutzt wurde und heute Holzkohle für den Grill interessant machen. In Deutschland wird Holzkohle meistens nur noch abgepackt und kaum noch hergestellt. Genau genommen gibt es nur noch einen Betrieb, welcher in Deutschland Holzkohle industriell herstellt (Profagus). Die meiste Holzkohle kommt aus Afrika oder Südamerika. Ein Viertel der in Deutschland verwendeten Holzkohle kommt aus Polen. Jedes Jahr werden ca. 260.000 Tonnen Holzkohle in Deutschland eingeführt.

Unterschiede der Holzkohlen

Ideal für die Benutzung von Holzkohle am Grill ist es, wenn die Holzkohle schnell durchglüht, eine hohe Hitze abgibt und möglichst lange brennt. Bei den unterschiedlichen Holzkohlen kann es vorkommen, dass nur einer dieser Kriterien erreicht wird, schlimmstenfalls sogar keiner. Eine hohe Temperaturentwicklung sollte auf jeden Fall gegeben sein, wenn auch Steaks mit der Holzkohle gerillt werden sollen. Bei Fisch oder Gemüse reichen auch niedrigere Temperaturen aus. In unserem Holzkohle Test prüfen wir die verschiedenen Holzkohlen gegeneinander, sodass für Dich ein guter Holzkohle Vergleich möglich wird. Ist die Qualität vom Preis abhängig und es soll vor allem preisgünstig sein, sind natürlich Kompromisse möglich. Beachte dabei jedoch, wenn eine Holzkohle billig ist und dabei schnell verglüht, wirst Du mehr Holzkohle benötigen und damit den Preisvorteil evtl. wieder in Frage stellen. Neben den üblichen Holzsorten gibt es auch Holzkohle aus Kokosnussschalen. Auch hierbei wirkt sich die besondere Härte des Ausgangsmaterial sehr positiv auf die Hitzeentwicklung und Glühdauer der Kohlen aus. Solche Grillkohlen aus Kokosnussschalen brennen sehr lange. Zur Entzündung benötigen sie mehr Hitze als normale Holzkohle. Hier ist ein Anzündkamin empfehlenswert. Wie sie im Vergleich mit anderen Grillkohlen abschneidet zeigt Dir auch unser Holzkohle Test.

Wichtige Tipps zur Holzkohle

Was ist bei der Auswahl von Holzkohle für Deinen Grill generell zu beachten? Hier unsere Tipps in Stichworten:

  • Holzkohle sollte auf der Verpackung ein Prüfzeichen haben, zum Beispiel DIN EN 1860-2. So brauchst Du nicht zu befürchten, dass besonders bei billiger Holzkohle auch noch andere Substanzen wie Erdöl, Pech oder Kunststoffe in der Kohle enthalten sind. Um der Umwelt gerecht zu werden, sollte auch keine Holzkohle aus gefährdeten Tropenhölzern hergestellt sein. Dies erkennst Du an dem PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) und dem FSC (Forest Stewardship Council) Siegel.
  • Kaufe wirklich Holzkohle und nicht Braunkohle. Braunkohle erreicht nicht die gewünschten hohen Temperaturen an einem Holzkohle Grill und riecht unangenehm. Um sicher zu sein achte auf das DIN-Plus Logo oder den DIN-CERTO Stempel.
  • Holzkohle ist als fossiler Brennstoff zwar unbegrenzt haltbar, muss aber dennoch trocken gelagert Wurde Holzkohle feucht gelagert, ist sie schwerer zu entzünden und entwickelt nicht mehr die hohen Temperaturen. Auch eine Rauchbildung beim Grillen kann vor feuchter Grillkohle stammen. Zudem wird die Papierverpackung bei feuchter Lagerung reißen.
  • Entsorge keine heiße Asche in einer Mülltonne, erst recht nicht, wenn es eine Kunststofftonne ist. Selbst nach einem Tag kann die Glut unter der Asche noch gefährlich heiß sein. Vorsichtshalber vor der Entsorgung mit Wasser ablöschen.
  • Benutze sichere Grillanzünder und auf keinen Fall flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus. Benutze am Grill Handschuhe und richtiges Grillbesteck.
  • Holzkohle erreicht im Vergleich zu Grillbriketts eine höhere Temperatur und eignet sich besonders für direktes Grillen gut. Grillbriketts halten dafür länger und können auch gut für indirektes Grillen eingesetzt werden.

Weitere wichtige Informationen über Holzkohle kannst Du unserem Holzkohle Test entnehmen und deinen eigenen Holzkohle Vergleich anstellen, damit Du die gewünschte Qualität für Dein Geld bekommst.