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Oberhitze / Hochtemperatur Grill Vergleich

Hochtemperatur Grill Logo

Wir haben für Euch über die letzten Monate den ultimativen Hochtemperatur Grill Vergleich gemacht. Neben dem Beefer haben wir Bitcher, Klarsteins Steakreaktor, Beeftec, BeefBox, Longhorn Steaker, OXNFEIA, Q (Kuh), Steakgriller,  Ottos O.F.B. und WeGrill miteinander verglichen und jeden Hochtemperatur Grill im Test ausführlich bewertet. Die Ergebnisse sind oft sehr unterschiedlich und vor allem in der Handhabung haben die Modelle große Unterschiede. Es lohnt sich also vor dem Hochtemperatur Grill Kauf einmal genau die Vor- und Nachteile zu lesen.

Unser Hochtemperatur Grill Testsieger

Bitcher Hochtemperatur Grill

STAHLBURSCHEN Bitcher
Preis: EUR 589,00

Entscheidend ist, welche konkreten Bedürfnisse Du hast und welche Erwartungen Du damit an Deinen Hochtemperatur Grill stellst. Nicht jeder Oberhitze Grill erfüllt alle Ansprüche. In unserer Tabelle siehst Du daher, welche Grills Deine Ansprüche am besten erfüllen. Unterhalb der Tabelle haben wir Dir die Unterschiede der Modelle im Detail im Text erläutert.

Alternativen zum Bitcher

Je nachdem wie Deine Grill Vorlieben sind, macht es auch Sinn, Dir einen der folgenden Obertemperatur Grills zu kaufen. Alle Details zu den Vor- und Nachteilen haben wir weiter unten im Text im Detail beschrieben.

  • Beefer ist das Original und für Markenbewußte die auch etwas mehr Geld ohne mehr Funktion ausgeben geeignet.
  • Klarsteins Steakreaktor ist rein elektrisch betrieben und kann auch Drinnen betrieben werden
  • Otto Wildes O.F.B. bietet viel Fläche, eine hohe Temperatur, benötigt aber mehr Stellfläche und die Temperatur entweicht recht einfach im vorderen Bereich nach oben.


Was alle Hochtemperaturgrill Modelle eint

Jedes von uns getestete Modell arbeitet als Oberhitzegrill und ist somit ein wahrer Flammenwerfer von oben auf das Grillgut. Entweder werden mit Gas betriebene Keramikheizelemente eingesetzt oder ein elektrisches Infrarotheizelement sitzt oberhalb des Grillguts. Der Vorteil des Oberhitze Grill ist es, dass Fett nach unten tropft und sich somit nicht in der Flamme entzündet. Entsprechend werden Stichflammen und Brandflecken am Grillgut vermieden, was für einen deutlich besseren Geschmack sorgt.

Vergleich Oberhitzegrill Beefer und Bitcher

Beefer Oberhitzegrill im Vergleich zum Bitcher

Die Unterschiede zum Beefer, der sich als Original der Hochtemperatur Grills bezeichnet, sind sehr gering. Wir würden unserer persönlichen Meinung nach sagen: alle Hochtemperatur Grills sind stark an den Beefer angelehnt und einige sind wirklich vom gesamten Aufbau her nicht abweichend. Selbst in der Bedienung gibt es selten Innovationen zum Beefer. Und genau hier liegt aber die Chance. Olaf hat den Beefer nun seit knapp 2 Jahren im Dauereinsatz und ist nicht wirklich zufrieden mit der Bedienung. Egal welches Beefer Modell: es gibt immer Probleme mit Fettspritzern und Fettablagerungen, einer schnellen und exakten Einstellung der Grillhöhe, einem bei Hitze nicht immer passenden Grillrost, der Zündung sowie der Reinigung. Einzig der Bitcher macht hier bisher eine Ausnahme, da er mehr aus der Praxis heraus entwickelt worden zu scheint.

Wo liegen die Unterschiede der Hochtemperatur Grills?

Die Hersteller haben meiner Ansicht nach überwiegend vom Beefer abgeschaut. Jedoch haben viele Modelle einige weiter durchdachte Details oder einige Weiterentwicklungen, die absolut sinnvoll sind. Hierauf möchten wir im Folgenden eingehen.

Die Zündung

Generell gibt es drei verschiedene Varianten, die von den Herstellern verwendet werden. Der Steakreaktor benötigt zum Beispiel keine Zündung, da er vollständig elektrisch ist und somit auch von der Hitze her einfach zu regeln ist.

Bei den Gasgrills gibt es zwei Varianten der Zündung:

  • Piezo Zündung: Der Beefer hat eine Piezo Zündung. Hierbei wird über eine Batterie direkt am Gasauslass ein Funkt erzeugt, so dass die Zündung erfolgt. Wichtig ist hierbei, dass der Hochtemperaturgrill hierbei auf der höchsten Stufe mit Gas versorgt wird, sonst erfolgt die Zündung nicht. Nachteile sind, dass vor allem im Winter die Batterien bei Feuchte oder Temperaturstürzen auslaufen. Auch im Sommer kann dies bei hoher Hitze durch Sonneneinstrahlung passieren.
  • manuelle Zündung: Die meisten Hochtemperaturgrills, wie der Bitcher (von Stahlburschen) arbeiten ohne eine eigentliche Zündung. Dies ist ein bisschen mühsam bei der Zündung, denn hierzu benötigt man ein langes Feuerzeug, um direkt am Gasauslass bei niedrigem Gasfluss zu zünden. Vorsicht ist geboten, da man sich schnell an der Flamme verbrennt. Entsprechend sollte man unten mit der Hand in den Grill hinein und dann nach oben mit dem Langfeuerzeug zünden.

Die Temperaturregelung

Wichtig bei einem Hochtemperaturgrill ist vor allem die Regelung der Temperatur. Diese muss idealerweise stufenlos sein. So kannst Du über die Distanz zur Oberhitze und mit der Temperatur jeden gewünschte Bräunungsgrad erreichen.

Die Temperatur der Grillplatte wird bei einem Hochtemperaturgrill mit Gas über den Gasfluss reguliert. Bei einer vollen Gasflasche und dem vorgesehenen Gasdruck (achte darauf, dass der Druckminderer passt),  kannst Du über ein Drehrad den Gasfluss steuern und die gängigen Temperaturen von ca. 800 Grad zügig erreichen.

Wichtig ist aber, dass der Oberhitzegrill möglichst viele Optionen bietet, um das Rost von der Höhe zu verstellen. Einige Modelle bieten Einschübe, andere eine stufenlose Verstellung der Höhe des Rosts per Drehrad.  Ich finde die Einschübe deutlich besser, da man sich hier weniger die Finger verbrennen kann und zudem deutlich schneller die Entfernung zwischen Grillgut und dem Brenner verändern kann.

Über die Entfernung kannst Du das Grillgut länger der Hitze aussetzen, ohne das es Dir verbrennt. Oftmals habe ich Fleisch ganz unten im Hochtemperaturgrill liegen, um es auch in der Mitte vollständig durch zu garen, wenn dies erwünscht ist.

Regelung der Temperatur von Bitcher und Beefer

Rückansicht mit Gasanschluss und Temperaturregler (Bitcher und Beefer)

Reinigung des Hochtemperatur Grills

Die Reinigung von Oberhitzegrills ist sehr wichtig, denn durch die hohe Hitze gelangt deutlich mehr Fett in den Garraum. Unbedingt empfehlen wir Edelstahl als Oberfläche für den ganzen Grill, denn hier backt Fett auch bei hoher Hitze nicht fest.

Große Unterschiede gibt es bei der Reinigung der verschiedenen Modelle. Einige Oberhitzegrills lassen sich komplett auseinandernehmen, andere nicht. Aber selbst bei den Grills, die man demontieren kann, gibt es Unterschiede. Wer seinen Beefer gründlich sauber machen möchte, der wird mehr als eine Stunde für die Demontage benötigen. Dies ist beim Bitcher Hochtemperaturgrill innerhalb von einer Minute möglich – hier muss eine Schraube gelöst werden und dann kann der Grill auseinandergeschoben werden.

Wir reinigen unsere Hochtemperaturgrills indem wir diese demontieren und dann (außer die Keramik-Oberhitzeplatte) alle Komponenten für 1-2 Tage in Wasser legen. Wichtig ist es, den Gaszufluss sauber zu halten, damit die volle Grillleistung gegeben ist. Entsprechend empfehlen wir Oberhitzegrills, die einfach zu demontieren sind (wie der Bitcher von Stahlburschen).

Die richtige Höhe für das Grillgut einstellen

Die Entfernung des Grillgutes vom Oberhitzeelement ist sehr wichtig für den Gargrad des Grillguts. Ein gutes Steak kann man innen komplett roh bekommen aber außen mit schöner Kruste, wenn es ganz oben bei höchster Hitze liegt. Weiter unten wird das Steak im Hochtemperaturgrill eher Medium.

Es ist also wichtig, dass die Oberhitzegrills über eine bestenfalls stufenlose Höhenregulierung verfügen. Einige Modelle wie der Bitcher habe zwar sehr praktische Einschübe, jedoch nur im oberen Bereich. So kann man z.B. Fisch oder Meeresfrüchte nur ganz unten in den Grill legen oder im oberen Bereich viel zu schnell garen.

Der Beefer ist hier auch nicht vorbildlich, weil die Einschübe ebenfalls nur im oberen Bereich vorhanden sind. Die alten Beefer Modelle haben den Vorteil, dass per Drehrad die Höhe stufenlos und auch bis weit unten verstellbar sind.

Wer dennoch eine mittlere Höhe ohne Einschübe einstellen will, der muss sich ein feuerfestes Untergerüst bauen. Beim Beefer geht dies prima, indem man zwei Roste hochkant in den Beefer stellt und dann das dritte Rost hierauf lagert.

Die Größe des Grillrostes

Bitcher Beefer Grillrost Grössenvergleich

Größenvergleich: das T-Bone passt auf das Bitcher Rost (unten) aber nicht auf das Beefer Rost (oben)

Die verschiedenen Hochtemperaturgrills haben unterschiedliche Größen der Grillroste. Mir persönlich ist beim Beefer das Rost zu klein. Wer ein T-Bone Steak auf den Beefer legt, der wird es normalerweise nicht auf das Rost bekommen. Der Bitcher im Vergleich zum Beefer kann problemlos ein T-Bone Steak aufnehmen.

Auch bieten einige Hochtemperaturgrills neben der Breite auch eine größere Tiefe. Dies hilft dabei die Hitze im Grill konstant zu halten. Vor allem wenn man Grillgut tiefer im Grill lagert und langsam erhitzt ist dies hilfreich. Hier siegt der Bitcher deutlich gegen den Beefer. Zu große Oberhitzegrills verlieren hingegen auch wiederanzuknüpfen viel Hitze. Dies gilt für den grossen Beefer oder auch den Otto Wilde O.F.B sowie den WeGrill.

Fettablauf im Vergleich bei den Oberhitze Grills

Wer Fleisch hoch erhitzt, der muss mit deutlich mehr Fettaustritt rechnen als beim normalen Grillen. Wer 2-3 Rumpsteaks in Serie grillt, der hat beim Beefer die Gastroschale zum Fett auffangen schon voll. Auch spritzt Fett beim Beefer im Vergleich zu anderen Hochtemperaturgrills eher nach vorne heraus, weil der Beefer deutlich kürzer ist als zum Beispiel der Bitcher.

Einige Oberhitzegrills – allen voran der Beefer – verlieren aber Fett am unteren Ende des Bodenblechs. So läuft das Fett seitwärts aus dem Beefer aber auch dem Beeftec und Steaker heraus. Der Steakreaktor und der Bitcher halten dicht. Dies ist in meinen Augen der Hauptnachteil vom Beefer, denn man kann ihn eigentlich auch Holzoberflächen oder anderen empfindlichen Flächen nicht betrieben.

Was die Hersteller an den Modellen verbessern sollten

Oberhitzegrill VergleichIn meinen Augen gibt es den perfekten Hochtemperaturgrill noch nicht. Alle Modelle haben noch Nachteile, die sich im praktischen Betrieb zeigen.

Der Bitcher kommt unserer Meinung nach am ehesten an den idealen Oberhitzegrill heran. Er muss zwar manuell mit einem langen Feuerzeug gezündet werden und für einige Anwendungen würden wir uns Einschübe wünschen die weiter runter reichen, aber dafür hält er dicht, verliert aufgrund der idealen Größe wenig Hitze, bietet ausreichend Platz für ein großes Steak, lässt sich schnell reinigen und ist sehr günstig zu kaufen. Die Einzige wirkliche Alternative aus unserer Sicht ist der Steakreaktor, welcher aber elektrisch betrieben wird und weniger Hitze bietet.

Unsere klare Empfehlung ist also der Bitcher von den STAHLBURSCHEN.

Wo Du den Hochtemperatur Grill aufstellen solltest

Ein Oberhitzegrill sollte sehr stabil stehen und nach links und rechts zumindest 50 cm Luft haben. Nach oben wird es auch warm, so dass wir 150cm Abstand von einer evtl. Decke empfehlen würden.

Unsere Test-Oberhitzegrills haben wir auf einer Grillmatte platziert. Der Vorteil hiervon ist, dass herausspritzendes Fett einfach abzuwischen ist. Auch verträgt die Grillmatte Höhe Temperaturen und Fettspritzer.

Einige Hochtemperaturgrills haben gummierte Standfüsse. Dies ist wirklich sinnvoll, denn der Grill darf nicht verrutschen, wenn man ein Steak hereinschiebt.

Was ist bei der ersten Inbetriebnahme des Oberhitze Grills zu beachten

Wir haben alle Grills zunächst von Folien befreit. Hierbei vor allem auf das Grillrost achten, die oft noch beklebt sind.

Der Hochtemperaturgrill wird dann zunächst mit niedriger Hitze ca. 5 Minuten geheizt. Hiernach dann über ca. 10 Minuten langsam hoch heizen, so dass Schutzlack von der Produktion verdampft.

Bei dann wieder niedrigerer Hitze die Roste und die Gastroschale einbrennen. Diese neigen dazu sich bei der ersten Nutzung zu verdrehen.

Nach der Nutzung reicht normalerweise das einfach feucht Auswischen. Hierzu verwenden wir immer nur Wasser ohne Spülmittel.

Welches Grillgut eignet sich für den Hochtemperaturgrill?

Die meisten Hersteller von Hochtemperaturgrills reden zwar immer von Steaks als Grillgut und haben auch einen Stier im Logo, jedoch kann man mit allen Modellen sehr gut Fisch, Meeresfrüchte und auch Fleisch abseits von Rind zubereiten. Durch die hohe Hitze wird bei nahezu jedem Grillgut die Oberfläche sofort verschlossen. Somit bleibt der Saft samt Fettbestandteilen und allen Geschmacksstoffen im Grillgut und kann dort „reifen“. Entsprechend ist es üblich, dass man mit dem Hochtemperaturgrill das Grillgut zunächst scharf angrifft, um die Poren zu verschließen und danach das Grillgut bei niedriger Hitze und weiter weg von der Flamme reifen zu lassen. Wir selber legen es zumeist bei rund 120 Grad auf einen anderen Grill, wenn es um Fleisch oder Meeresfrüchte geht. Bei dieser Temperatur kann man dann das Grillgut langsam auf die richtige Kerntemperatur bringen. Der Genuss folgt!

Unsere Erfahrungen mit Hochtemperatur Grills

Unserer Meinung nach bietet der Bitcher von den STAHLBURSCHEN das deutlich beste Preis-/Leistungsverhältnis. Für uns: Der Bitcher ist Testsieger! Er ist dicht, kein Fett läuft aus, er bietet viel Platz und verliert dabei wenig Hitze und er lässt sich hervorragend reinigen. Wer also oft grillt und auch größere Fleischstücke auflegt, der sollte sich den Bitcher kaufen.

Wer auf Marken steht, der kann nur den Beefer kaufen, wird sich aber über wenig Platz und andere Problemchen im praktischen Einsatz ärgern.

Wer drinnen und elektrisch Grillen möchte, der sollte sich den Steakreaktor anschauen. Letztlich ist es schwer im Vergleich Beefer, Bitcher, O.F.B. und die anderen Oberhitzegrills zu beurteilen, weil jeder andere Bedürfnisse hat. Es bleibt die Wahl des Kunden.

Wir wünschen uns, dass einige Hersteller ihre Modelle anpassen und Mängel beheben. Gerne liefern wir dann hier ein Update des Testberichtes.

Wir wünschen Euch viel Spaß mit den besten Hochtemperaturgrills aus unserem Testbericht.