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Grill Platten im Vergleich und Test

Ursprünglich wurden Grillplatten für die Gastronomie entwickelt. Da sie viele Vorteile bieten, haben sie längst auch Einzug in private Küchen und bei Grillern gehalten. Wird eine Grillplatte sachgemäß behandelt und gereinigt, kann sie als Allrounder ein Leben lang halten, gute Qualität vorausgesetzt. Grillplatten ermöglichen anders als bei Pfannen, größere Mengen Grillgut zuzubereiten. Aktuelle Modelle eignen sich für Grills, unterschiedliche Herdarten (auch Induktionsherde) und ermöglichen sogar ihre Benutzung in Backöfen. Auch auf die bei Grillern beliebte Grilloptik muss nicht verzichtet werden, wenn Grillplatten die entsprechende Riffelung aufweisen. Ein flacher Rand verhindert das Auslaufen von Öl und Fett, wodurch auch keine Flüssigkeiten oder Speisereste in das Feuer oder die Glut von Grills tropfen können. Dieses würde zu der Entwicklung gesundheitsschädlicher Stoffe führen, welche teilweise krebserregend sind. Grillplatten vermeiden dieses von Anfang an. Zusätzlich bleibt der Grill natürlich sauber, was eine anschließende Reinigung erleichtert oder ganz überflüssig macht. Wer einen Grill mit Lavasteinen benutzt wird das sehr zu schätzen wissen, da Lavasteine besonders schwer von Fettverschmutzungen zu reinigen sind.

Die Ausführungen und verwendeten Materialien entscheiden über die Einsatzfähigkeit der Grillplatten auf den unterschiedlichen Herdarten und dem Grill. In unserem Grillplatten Vergleich und Grillplatten Test erfährst Du viel über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Produkte und Modelle, um die für Dich richtige Grillplatte kaufen zu können.



Aufbau einer Grillplatte

Grillplatten ähneln im Aufbau sehr den Grillpfannen, bieten aber größere Grillflächen, sodass mehr Grillgut oder auch größere Fleischstücke zubereitet werden können. Viele Grillplatten weisen auf dem inneren Pfannenboden eine Riffelung auf, welche auf das Grillgut wie die Gitterstäbe des Grillrostes wirkt. Auf das typische Grillmuster bei Fleisch oder Fisch muss nicht verzichtet werden. Durch die Größe und das relativ hohe Gewicht, haben Grillplatten an den Seiten Haltegriffe und keinen Stiel wie bei einer Pfanne. Hier ist also unbedingt mit Handschuhen zu arbeiten, wenn die Grillplatte vom Grill genommen wird. Die schmalen und niedrigen Stege am Rand sollen das Auslaufen von Flüssigkeiten verhindern. Der Grill sollte dabei gerade stehen, was eigentlich grundsätzlich immer so sein sollte. Als Materialien stehen Gusseisen, beschichtetes Leichtmetall, Edelstahl, Keramik, Teflon und selten auch Aluminium zur Verfügung. Die unterschiedlichen Materialien wirken sich auf das Gewicht, den Preis, die Haltbarkeit und die Garmethode aus. Zusätzliche Antihaftbeschichtungen können ein festbrennen der Speisen verhindern und den nachfolgenden Reinigungsprozess deutlich zu vereinfachen. Alle erdenklichen Größen sind erhältlich, sodass sie auch in kleine Backöfen passen oder auf großen Grills Verwendung finden. Die dominierenden Formen sind rechteckig und rund. Einige Grillplatten sind auch oval oder halbrund.

Grillplatten aus Gusseisen

Gusseisen ist ein sehr widerstandsfähiges und hitzeresistentes Material, weswegen es die erste Wahl für Grillplatten, Bräter oder Pfannen darstellt. Es benötigt etwas mehr Zeit bis die Grillplatte aus Gusseisen die gewünschte Temperatur erreicht hat, gibt sie dafür aber länger und sehr gleichmäßig an das Grillgut ab. Der Boden einer Grillplatte aus Gusseisen kann einheitlich oder auch unterschiedlich strukturiert sein. Das ermöglicht verschiedene Arten von Grillgut, zum Beispiel Fleisch, Fisch, Geflügel oder Gemüse in einem Grillvorgang gleichzeitig zu Garen. Trotz der sehr guten Eigenschaften von Gusseisen Grillplatten auf dem Grill, gibt es einige Modelle mit zusätzlicher Keramikbeschichtung. Dies soll die Grillergebnisse noch weiter verbessern und auch die Reinigung vereinfachen. Hier ist bei der Reinigung vorsichtig und sachgemäß (siehe Hersteller Anweisungen) vorzugehen, um eine Beschädigung der Beschichtung zu vermeiden, was auch die Lebensdauer der Grillplatte senken kann. Unsere Erfahrungen dazu findest Du in unserem Grillplatten Test und Grillplatten Vergleich.

Edelstahl (Emaillebeschichtung)

Viele Grillplatten bestehen aus rostfreiem Edelstahl. Dadurch sind diese Grillplatten leichter, was vor allem bei größeren Abmessungen seinen Vorteil ausspielen kann. Preislich liegen sie unter den Gusseisen Grillplatten. Um die Gareigenschaften des Edelstahls zu verbessern, wird es oft mit einer Emailleschicht veredelt. Die Beschichtung schafft eine glatte und robustere Oberfläche. Sie soll An- oder Festbrennen des Grillguts verhindern und die Reinigung erleichtern. Harte Stöße, zum Beispiel an den Ecken, und größere Temperaturschwankungen sind zu vermeiden, da dies schnell zum Abplatzen der Emailleschicht führt.

Keramik Grillplatte

Keramik Grillplatten vertragen nicht die ganz hohen Temperaturen, welche auf einem Grill entstehen können, daher sollten sie nur moderaten Temperaturen ausgesetzt werden. Dann jedoch leisten sie auf Grills, Gas- und Elektroherden gute Dienste. Bei längerer Aufheizzeit, im Vergleich zu anderen Materialien wie Edelstahl, erfolgt die Wärmeabgabe dafür länger und gleichmäßig. Keramik lässt sich gut und einfach reinigen und ein Festbrennen der Speisen ist nahezu ausgeschlossen. Siehe hierzu auch unseren Grillplatten Test und Grillplatten Vergleich, falls Du eine Keramik Grillplatte kaufen möchtest.

Die Wende-Grillplatte

Eine Riffelung auf dem Grillplattenboden ist für viele Anwendungen praktisch und hinterlässt das gewünschte Muster eines Grillrostes auf dem Grillgut. Aber es gibt auch Speisen wo ein glatter Grillplattenboden von Vorteil ist, zum Beispiel Pizza oder Spiegelei. An Stelle einer zweiten Grillplatte bieten sich hier Wende-Grillplatten an, welche beidseitig benutzbar sind. Die eine Seite kann dann die Riffelung aufweisen, die andere Seite kann glatt sein. So sind unterschiedliche Ansprüche mit nur einer Grillplatte abzudecken. Alternativ dazu gibt es noch Grillplatten, welche auf nur einer Seite beide Oberflächen bieten. So ist die Grillplatte in zwei Zonen eingeteilt, eine glatte und eine geriffelte. Allerdings steht dann nur Hälfte der Grillplatte mit der gewünschten Oberfläche zur Verfügung. Natürlich gibt es Wende-Grillplatten, diese meist auf einer Seite diese Zonenaufteilung bieten, während die andere Seite komplett glatt oder geriffelt sein kann. Dies bedeutet eine Flächenverteilung von 3:1, wo sich vor dem Kauf entschieden werden muss, ob die Glatte Fläche oder die geriffelte Fläche häufiger benötigt wird. Weitere Tipps dazu findest Du in unserem Grillplatten Test und Grillplatten Vergleich.

Grillplatten auch in der Küche

Die Verwendung von Grillplatten beschränkt sich nicht nur auf den Grill. Auch in der Küche stellen sie eine Bereicherung dar. Da sie je nach Material und Modell auch für die unterschiedlichsten Herde und Backöfen geeignet sind, kann beim Kauf einer Grillplatte für den Grill auch die Küchenbenutzung mit berücksichtigt werden.

Elektroherd

Für eine Benutzung auf einem Elektroherd sind Grillplatten aus Gusseisen oder aus beschichtetem Aluguss empfehlenswert. Ebenso auf dem Elektroherd punktet das Material Gusseisen mit langer und gleichmäßiger Wärmeabgabe. Allerdings wird bei der Benutzung in der Küche, wo auch die Platzverhältnisse schlechter als am Grill im Garten sind, das höhere Gewicht sich sehr nachteilig bemerkbar machen. Alternativ bieten sich dazu Grillplatten aus beschichtetem Aluguss an, welche deutlich leichter sind. Um eine gleichmäßige Erhitzung der Grillplatte zu erreichen, ist natürlich eine runde Form der Grillplatte, in Bezug der runden Wärmeflächen auf einem Herd, deutlich im Vorteil. Bei rechteckigen Grillplatten kann es sein, dass die Ecken lange benötigen, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Gasherd

Gasherde entwickeln nach dem Zünden der Gasflamme sofort ihre volle Leistung. Beschichtetes Aluguss leitet diese Hitze schnell weiter und ist vom Gewicht und der Garzeit deshalb auf einem Gasgrill empfehlenswert. Durch die Flammverteilung, wenn sie gegen den Grillplattenboden schlägt, muss die Grillplattenform nicht unbedingt rund sein. Auch rechteckige Formen werden schnell in den Ecken heiß.

Induktionsherd

Gusseisen hat schon auf dem Grill als Material für Grillplatten überzeugen können. Auf einem Induktionsherd kommt eine weitere positive Eigenschaft der Gusseisen Grillplatten hinzu, die sehr ebenmäßig gearbeitete Unterseite des Bodens. Die Grillplatte liegt überall gleichmäßig auf dem Induktionsherd auf und verteilt gleichmäßig die Hitze. So ist auch das Durchgrillen größerer Fleischstücke kein Problem. Die Gusseiserne Grillplatte kann auch nach dem Garen auf den Tisch Gestellt werden, da sie die Hitze lange hält (für entsprechende Unterlagen sorgen).

Backofen

Im Backofen können sich Grillplatten wohl fühlen, hierbei jedoch auf die Abmessungen achten. Eine Grillplatte aus Keramik verträgt nicht extrem hohe Temperaturen und ist also eher für empfindliches Gargut im Backofen empfehlenswert. Gusseisen eignet sich dagegen für alle Temperaturen gut. Vor dem Kauf jedoch darauf achten, dass der Hersteller seine Grillplatte für die Benutzung im Backofen freigegeben hat, notfalls nachfragen, denn je nach Material oder Beschichtung können Beschädigungen durch die Verwendung im Backofen entstehen.

Vorteile der Grillplatten

  • Bei der Verwendung einer Grillplatte auf dem Grill können keine Speisereste oder Öle in den Grill fallen oder tropfen. Dadurch entstehen keine gesundheitsschädlichen Substanzen und der Grill bleibt sauber.
  • Im Vergleich zu Pfannen sind Grillplatten deutlich größer erhältlich und eignen sich auch für eine größere Personenanzahl oder auch große Braten.
  • Besonders Grillplatten aus Gusseisen sind sehr robust und langlebig. Durch die lange und gleichmäßige Wärmeabgabe eignet sich die Grillplatte aus Gusseisen auch dazu, samt Gargut vom Grill genommen zu werden. Vorsicht vor Verkippen, wenn flüssiges heißes Fett dann herunterläuft.
  • Ähnliche Grillergebnisse wie von einem Holzkohlegrill entstehen durch Grillplatten auch auf Herden.
  • Reinigung und Pflege der Grillplatten gestaltet sich sehr einfach und geht schnell von der Hand.
  • Durch unterschiedliche Strukturen des Grillplattenbodens (glatt und geriffelt) gelingen Speisen mit unterschiedlichen Ansprüchen.
  • Beim Garen wird nur wenig Öl und Fett benötigt.

Natürlich wollen wir Dir auch nicht die wenigen Nachteile vorenthalten. Hierbei spielt der geplante Verwendungszweck und das gewählte Material eine nicht unerhebliche Rolle. Grillplatten sind relativ schwer, besonders aus Gusseisen. Kleine Grillplatten wiegen ab ca. 2,5 kg aufwärts. Bereits eine kleine gusseiserne Grillplatte mit den Maßen 20×50 cm wiegt je nach Materialstärke 5 bis 6 kg. Grillplatten besitzen keinen Haltestiel, sondern werden an seitlichen Griffschalen getragen. Bei größeren Abmessungen der Grillplatte und engen Platzverhältnissen (zum Beispiel Küche oder Balkon) ist das Handling schon Mal schwierig. Bei der Verwendung auf Herden mit glatten Flächen (zum Beispiel Ceranfeld) können bei schlechter Qualität des Grillplattenbodens Kratzer entstehen. Gute Qualität ist natürlich generell wichtig für die Handhabung und das Ergebnis des Garens. Deshalb empfehlen wir vom Grill-Kenner-Team Dir unseren Grillplatten Test und Grillplatten Vergleich.

Tipp: Es ist empfehlenswert, eine Grillplatte aus Gusseisen vor der ersten Benutzung einzubrennen. Durch das Verkokeln von ein paar Kartoffelstückchen und Zwiebelringen, wird dies effektiv erreicht. Danach sollte nur eine leichte Reinigung mit einem Tuch erfolgen. Die poröse Oberfläche wird dadurch versiegelt und stellt eine natürliche Antihaftbeschichtung dar. Wer sich die Arbeit mit dem Einbrennen sparen will, findet bei dem schwedischen Hersteller Skeppshult schon eine fertig eingebrannte Grillplatte im Programm vor.