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Grill Anzünder

Im Vergleich zu Gas- und Elektrogrills lassen sich Holzkohlegrills nicht per Knopfdruck oder einem Streichholz entzünden. Um der Holzkohle die erwünschte Gluthitze zu entlocken, benötigt es einer gewissen Vorbereitung, welche sehr individuell sei kann. Es gibt unterschiedliche Methoden, den Holzkohlegrill zu „Starten“. Wenn das einmal vernünftig geschehen ist, glüht er von alleine weiter, insofern immer genügend Holzkohle nachgelegt wird. Schon lange wurde die Holzkohle traditionell mit leicht brennbaren Materialien, früher zum Beispiel mit Holzstückchen oder Hobelspänen und Stroh, zur Glut gebracht. Natürlich hat sich der Handel dieser Problematik angenommen und liefert zahlreich Produkte, welche die Angelegenheit sehr vereinfachen. Grill Anzünder gibt es hauptsächlich als Anzündwürfel aus unterschiedlichen Materialien. Viele sind paraffinhaltig und ein Streichholz reicht, um einen Holzkohlegrill zu starten. Die meisten Griller benutzen einfach Anzündwürfel vom Discounter dazu, um schnell die Holzkohle anzuzünden. Je nach verwendeten Materialien und Qualität gibt es dabei jedoch Unterschiede, denn beim Grillen ist es nicht nur wichtig wie zuverlässig und schnell sich die Holzkohle entzünden lässt, sondern Rauchentwicklung und Geruch spielen dabei auch eine große Rolle. Unser Grill Anzünder Test zeigt Dir, welche der getesteten Grillanzünder gut abschnitten und ermöglichen Dir einen guten Grill Anzünder Vergleich. Zudem erhältst Du noch einen Überblick über mögliche Hilfsmittel.



Materialien und Formen der Grill Anzünder

Unterschiedliche Materialien haben auch verschiedene Vor- und Nachteile. Am meisten sind Anzündwürfel aus Paraffin anzutreffen. Auch viele Discounter und Tankstellen haben sie in ihrem Programm. In den Verpackungen sind sie meisten als Riegel erhältlich, aber auch einzeln portioniert vorzufinden. Der Riegel bietet den Vorteil, sich die benötigte Größe selber abzubrechen. Preislich liegt ein Würfel aus Paraffin umgerechnet ab 2 Cent pro Stück aufwärts und stellt die günstigste Variante unter den Grill Anzündern dar. Wie unser Grill Anzünder Test zeigt, neigen sie jedoch sehr zum Rußen, haben eine höhere Rauchentwicklung und verbreiten einen unangenehmen Paraffin-Geruch. Außer als Würfel gibt es auch die Möglichkeit paraffinhaltige Grillanzünder als Creme bzw. Gel zu benutzen. Hier geht die Rauch und Geruchsbildung deutlich zurück. Zudem gibt es auch flüssige Grill Anzünder, welche aber schlecht zu handhaben sind. Sie eignen sich nicht gut für Briketts und laufen meistens bis zum Boden des Grills durch. Da der Boden eines Holzkohle Grills nicht unbedingt wasserdicht ist, kann die brennbare Flüssigkeit dann auf den Boden gelangen. Hier besteht dann eine Feuergefahr bzw. es bleiben hässliche Flecken auf Steinplatten (zum Beispiel auf der Terrasse) zurück. Absolut nicht zu empfehlen sind sogenannte Brandbeschleuniger wie Petroleum oder Spiritus. Sie können durch hohe Stichflammen Menschen gefährden und Brände verursachen, siehe auch unseren Beitrag „Den Grill anzünden mit Spiritus – Fehler mit Folgen“.

Biologische Grill Anzünder

Neben den paraffinhaltigen Grill Anzündern gibt es auch biologische Materialien, welche ebenfalls gut dazu geeignet sind die Holzkohle anzuzünden. Hier bleiben Ruß-, Rauch- und Geruchsbelästigung fast vollkommen aus. Dieser Vorteil ist nicht nur für den Griller mit seinen Gästen wichtig, sondern kann auch Ärger mit dem Nachbarn vermeiden. Auch für den Balkon ist eine niedrige Belästigung des Umfeldes mit Sicherheit ein gutes Kaufargument für biologische Produkte. Sie bestehen aus biologischen brennbaren Materialien, zum Beispiel Holzwolle, Wachs oder Holzspänen. Hier ist davon auszugehen, dass sich auch keine gesundheitsschädlichen Substanzen auf das Grillgut niederschlagen können. Auch sie gibt es einzeln, als Riegel oder Gel zu kaufen. Preislich sind sie teurer als Paraffin-Produkte, etwa 7 Cent umgerechnet auf einen Würfel. Welche Produkte uns überzeugen konnten erfährst Du in unserem Grill Anzünder Test, wodurch Du einen guten Grill Anzünder Vergleich anstellen kannst.

Anzündsprays

Noch nicht so lange wie Grill Anzünder Würfel gibt es auch Anzündsprays. Eine kleine Sprühdose mit einem aufsteckbaren Röhrchen enthält ein brennbares Gas, welches aus 15 cm Abstand in die Holzkohle gesprayt wird. Der Gasnebel lässt sich leicht mit einem Feuerzeug entzünden. Ein Nachteil dabei ist jedoch, dass die Anzündsprays nicht bei Wind benutzt werden sollten. Auch hier findet keine Rauch- oder Geruchsbelästigung statt. Anzündspray kostet ca. 7 Euro je Liter. Eine 300 ml Spraydose reicht für ca. 15-20 malige Anwendung.

Anzündkamin

Besonders Profis oder „Vielgriller“ schwören auf den Anzündkamin. Hier wird durch Lüftungsöffnungen ein Kamineffekt erreicht, welcher ein schnelles Durchglühen der Holzkohle oder Grill-Briketts ermöglicht. Als Zündmaterial kann sogar Papier genommen werden. Durch das schnellere Durchglühen eignet sich ein Anzündkamin auch gut für Grillbriketts. Bei dem Umgang mit einem Anzündkamin ist Vorsicht geboten. Der Griff ist gegen Hitze isoliert, der Rest des Anzündkamins aber nicht. Besonders beim Ausschütten der glühenden Kohle besteht zudem die Gefahr des Funkenfluges. Anzündkamine gibt es ab 10 Euro. Bekannte Hersteller sind Bruzzler, Weber, Rocketgrills, Intey, Tepro, Rösle oder Landmann.

Elektrische Grillanzünder

Ein elektrischer Grill Anzünder funktioniert im Prinzip wie ein elektrischer Backofen oder eine Herdplatte. Der Strom (in der Regel zwischen 500 und 800 Watt) fließt durch eine Heizwendel und erhitzt diese kontinuierlich. Die Hitze reicht aus um Holzkohle oder Grill-Briketts zum Glühen zu bringen. Natürlich ist dies eine saubere Angelegenheit, ohne irgendwelche Emissionen. Als Nachteil ist die benötigte Stromquelle zu nennen. Im Garten wird dann ein Verlängerungskabel benötigt, da die Stromkabel der elektrischen Grillanzünder nur ca. 1,50 Meter lang sind. Oft sind entsprechende Halterungen beigelegt, damit der Grillanzünder nicht unachtsam auf brennbare Unterlagen abgelegt wird. Bekannte Hersteller sind Landmann, Clatronic, Norr-Dan, Tristar, Efbe-Schott. Die Preise beginnen ab 10 Euro.

Hilfsmittel

Wenn die Holzkohle nicht richtig zur Glut kommen will, hilft zusätzliche Luft. Diese kann einfach mit einem Stück Pape kontinuierlich zugefächert werden, oder es wird dazu ein Gerät aus dem Handel verwendet. Es gibt zum Beispiel elektrische Gebläse oder Ventilatoren, welche für den erwünschten Luftstrom sorgen. Oft werden sie als Grill-Fön bezeichnet, wobei sie aber nur einen kalten Luftstrom produzieren. Insofern das Gerät nicht mit Batterien funktioniert, ist hierfür dann wieder ein Stromanschluss notwendig. Alternativ gibt es auch mechanisch angetriebene Ventilatoren, wo der Luftstrom durch Muskelkraft zu erzeugen ist. Einige Modelle können auch auf vorhandene Bohrmaschinen aufgesteckt werden. Mit einem Bunsenbrenner oder Heißluftgebläse, wie es zum Beispiel zum Abbrennen von Farbe benutzt wird, kann Holzkohle auch schnell glühen. Heißluftgebläse haben bis über 2000 Watt.