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Ratgeber Elektrogrill: Alles was Du über die bequemste und einfachste Art des Grillens wissen musst

Nicht jeder der gern Gegrilltes isst, mag es Feuer zu entfachen und stundenlang am Grill zu stehen. Manchmal soll es einfach schnell gehen, aber trotzdem schmecken. Genau für dieses Ziel ist der Elektrogrill das perfekte Gerät. Mit ihm kann auch problemlos auf dem Balkon des Mietshauses gegrillt werden, ohne die Nachbarn mit Rauch und Gestank zu belästigen. Wir haben uns im Elektrogrill Test viele Modelle angeschaut und diese miteinander verglichen.

Während der Vermieter das Grillen mit Kohle, Gas oder Holz im Mietvertrag verbieten kann, ist der bequeme Elektrogrill immer erlaubt – sogar in der Wohnung. Deshalb haben selbst überzeugte Holzkohlegriller häufig ein elektrisches Zweitgerät, mit dem sie die unangenehmen Wintertage komfortabel überbrücken können, ohne in der Kälte, im Regen oder im Schnee ausharren zu müssen.

Wer sich einen Elektrogrill kaufen will, der sollte trotz des verhältnismäßig günstigen Preises auf einige Dinge achten. Denn die allzu billigen Modelle machen mehr Ärger als Spaß. Wer einen Elektrogrill Vergleich anstellt, wird bereits ab 50 Euro ziemlich gute Geräte finden. In diesem Ratgeber erfährst Du alles, was du über Elektrogrills wissen solltest.



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Wie funktioniert der Elektrogrill?

Anders als beim Holzkohlegrill oder Gasgrill arbeitet der Elektrogrill nicht mit einer offenen Flamme, die für die Temperaturentwicklung sorgt. Stattdessen verfügen alle Elektrogrills ähnlich wie der Wasserkocher über eine glühende Heizspirale, die mit Strom aus der Steckdose betrieben wird. Die Heizspirale befindet sich unterhalb des Grillrostes oder der Grillplatte. Wie beim klassischen Holzkohlegrill kommt die Hitze also von unten. Bei Elektrogrills mit Deckel kann außerdem eine Hitzestrahlung von oben erzielt werden. Die Temperatur kann über einen Temperaturregler eingestellt werden. Bei besseren Modellen erfolgt das stufenlos.

Damit die Heizstäbe nicht überhitzen, besitzen viele Elektrogrills eine Schale, in die Wasser gefüllt wird. Die Stäbe liegen nicht im Wasser, aber darüber, wodurch sie leicht heruntergekühlt werden. Das vom Grillgut tropfende Fett landet ebenfalls im Wasser, wodurch es nicht verbrennt und sich kein Rauch entwickelt.

elektrischer GrillWas sind die Vorteile eines Elektrogrills?

Der Elektrogrill ist die wohl bequemste und einfachste Art und Weise zu grillen. Mit ihm kann immer und überall gegrillt werden. Das freut vor allem die Städter, wo ein qualmender Holzkohlegrill schnell mal für Nachbarschaftsstreit sorgt. Wenn man jedoch mit Strom grillt, bekommt das in der Regel niemand mit. Denn es gibt keinen Rauch und keinen Qualm. Deshalb kann der Tischgrill auch problemlos in der Wohnung oder im Haus benutzt werden. So können auch die ungemütlichen Wintertage überbrückt werden, ohne auf das Grillen verzichten zu müssen.

Auch für Ungeduldige ist der Elektrogrill die erste Wahl. Spontaner Grillhunger ist innerhalb weniger Minuten befriedigt, ohne Säcke mit Holzkohle kaufen oder die Gasflasche schleppen zu müssen. Nachdem man den Stecker in die Steckdose gesteckt hat, kann es nach einer kurzen Aufheizphase direkt losgehen. Während beim Holzkohlegrill das Feuer entfacht und die Glut am Glühen gehalten werden muss, macht der Elektrogrill diesbezüglich keine Arbeit. Außerdem gibt es keinen Funkenflug, weshalb er etwas sicherer ist.

Die Wasserschale, die die meisten Elektrogrills unter dem Rost haben, fängt das heruntertropfende Fett auf und sorgt dafür, dass kein Rauch und Gestank entsteht. Das ist nicht nur angenehm, sondern auch besser für die Gesundheit. Denn wenn Fett, Marinade oder ähnliches auf die Glut tropft, entstehen gesundheitsschädliche Stoffe, die es beim Elektrogrillen nicht gibt.

Der Elektrogrill eignet sich nicht nur für alle, die in der Stadt und zur Miete wohnen, sondern ist auch perfekt für Singles und Zwei-Personen-Haushalte. Oft haben diese Lust auf ein Stück Fleisch vom Grill, scheuen aber den Aufwand für zwei Würstchen. Der Elektrogrill benötigt keine Vorbereitungen und keine Vorlaufzeit. Er passt auf jeden Küchentisch und benötigt nur geringen Stauraum.

Auch nach dem Grillen macht ein Elektrogrill wenig Arbeit. Er kühlt viel schneller ab als andere Grills und es gibt keine Glut, die entsorgt werden muss, und keine Gasfalsche, die irgendwo ausgetauscht werden will. Wenn vorhanden, muss lediglich die Wasserschale geleert werden. Den Grillrost kann man direkt in der Spüle reinigen.

Nicht zuletzt ist auch der geringe Anschaffungspreis ein Argument für den Elektrogrill. Geräte vom Discounter gibt es bereits für um die 20 Euro und auch wer etwas mehr Wert auf Qualität legt, muss nicht zu tief in die Tasche greifen. Das macht die Grills zum Beispiel auch für Studenten erschwinglich.

Was sind die Nachteile eines Elektrogrills?

Grillen ist nicht nur ein Ritual, es hat auch einen ganz besonderen Geschmack. Zumindest das ursprüngliche Grillen. Deshalb lieben Grillfans Holzkohle, weil diese wie nichts anderes einen unvergleichlichen Rauchgeschmack erzeugt, den man weder in der Pfanne noch auf dem Elektrogrill hinbekommt. Selbst auf dem Gasgrill ist es schwierig. Der fehlt leider. Teilweise kann dieses Manko jedoch durch rauchige Gewürze wie ein Gewürzsalz oder geräuchertes Paprikapulver und entsprechende Barbecue-Soße ausgeglichen werden.

Dadurch, dass die Heizschlange gleichmäßig unter dem Grillrost verläuft, ist kein indirektes Grillen möglich. Hinzu kommt, dass es Hotspots gibt. Direkt oberhalb der Heizschlange ist die Temperatur höher. Im Zwischenraum zwischen zwei Heizstäben nimmt sie bereits deutlich ab. Indirektes Grillen geht mit einem Trick: Einfach einen Ziegelstein mit Alufolie umkleiden und auf den Rost legen. Dort drauf können Steaks und Co. dann in Ruhe durchziehen.

Auch wenn es größere Modelle gibt: Elektrogrills sind in der Regel eher klein. Schon bei einer vierköpfigen Familie mit zwei hungrigen Teenagern wird es eng auf dem Grillrost. Hinzu kommt, dass nie eine so hohe Hitze erreicht wird wie bei Kohle oder Gas. Der Garprozess dauert deshalb länger. Grillen mit Freunden ist aufgrund des geringen Platzbedarfs kaum möglich, vor allem wenn es nicht nur ein paar Würstchen sein sollen. Dafür lassen sich die kompakten Geräte gut transportieren.

Worauf sollte ich achten, wenn ich mir einen Elektrogrill kaufen will?

Hast Du dich für die Anschaffung eines Elektrogrills entschieden, solltest Du nicht gleich zum erst besten Schnäppchenangebot greifen. Die erhebliche Preisspanne auf dem Markt lässt bereits erahnen, dass es mitunter enorme Qualitätsunterschiede gibt. Wenn möglich, sollte man einen Elektrogrill Test durchführen, indem man sich beispielsweise verschiedene Geräte von Freunden zeigen lässt. Folgend erhältst Du wertvolle Informationen zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Größe

Je günstiger der Grill, desto kleiner in der Regel die Grillfläche. Denn bei einem Elektrogrill für 19,99 Euro zählt jeder Zentimeter Material. Ärgerlich, wenn nicht einmal zwei Steaks nebeneinander platziert werden können. Deshalb sollte man sich im Vorfeld überlegen, für wie viele Personen man im Schnitt grillt und wie viel Platz man dafür braucht. 40 x 30 Zentimeter sollte der Rost mindestens messen. Die Größenangaben findet man auf der Verpackung oder im Internet in der Artikelbeschreibung.

Grillrost

Neben der Größe ist auch das Material des Grillrostes ausschlaggebend. Minderwertige Elektrogrills haben nur einen Rost aus verchromtem Edelstahl. Dieses Material heizt sich nur langsam auf, speichert kaum Hitze und ist schwer zu reinigen. Schon die mittelpreisigen Elektrogrills ab 50 Euro haben einen beschichteten Rost, der weniger empfindlich und leichter zu säubern ist. Bei den Elektrogrills von Weber handelt es sich beispielsweise um porzellanemailliertes Material. Besser sind Roste aus Gusseisen, die die Hitze speichern und an das Fleisch weitergeben. Außerdem erzeugen sie ein schöneres Grillmuster.

Manche Elektrogrills verfügen über gar kein Grillrost, sondern über eine geschlossene Grillplatte. Damit es trotzdem das typische Grillmuster gibt, besitzt die Platte über die gesamte Fläche oder zumindest teilweise Erhebungen. Durch die Platte ist die Heizschlange nicht frei sichtbar. Weil darauf kein Fett oder ähnliches tropfen kann, ist der Verscheiß geringer. Die Hitzestrahlung ist zwar etwas schwächer, aber dafür verteilt die Platte die Hitze gleichmäßiger. Letztlich ist die Frage Rost oder Platte eine reine Geschmacksfrage.

Leistung

Was nützt ein günstiger Elektrogrill, wenn er nicht richtig heiß wird? In der Tat sind blasse Würstchen und nicht durchgegartes Fleisch die größten Probleme minderwertiger Geräte. Mindestens 2.000 Watt sollte ein Elektrogrill schon haben. Modelle mit Deckel können auch etwas weniger habe, weil die Hitze gehalten werden kann.

200 Grad sollten mindestens erreicht werden, damit Bratwürste schön kross und Fleischstücke gar werden. Röstaromen spielen beim Grillen schließlich eine große Rolle. Wird der Grill draußen benutzt, weht der Wind einiges von der Temperatur einfach weg und kühlt das Gerät auf natürliche Weise herunter. Grills mit Deckel haben dieses Problem nicht, vorausgesetzt sie sind dicht.

Gute Modelle haben im Inneren des gewölbten Deckels einen Hitzereflektor, zum Beispiel aus Aluminium. Der reflektiert die Wärmestrahlung zurück auf das Grillgut und spart auf diese Weise Energie. Da unterschiedliche Fleischstücke unterschiedliche Temperaturen benötigen, sollte diese regulierbar sein. Optimal ist eine stufenlose Temperaturwahl.

Sicherheit

Nicht vernachlässigt werden sollte der Sicherheitsaspekt. Vor allem wenn der Elektrogrill im Inneren betrieben wird. Wichtig ist zum Beispiel ein Überhitzungsschutz. Wasser allein reicht dafür nicht aus. Achte beim Kauf auf die üblichen Sicherheitssiegel. Das CE-Zeichen ist Grundvoraussetzung, aber kein besonderer Schutz, weil die Geräte dafür nicht großartig geprüft werden müssen. Anders sieht das beispielsweise beim TÜV-Zeichen aus, das mit einer umfangreichen technischen Überprüfung verbunden ist.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist auch die Kabellänge. Bei billigen Geräten wird selbst hieran gespart. Das führt häufig dazu, dass sich die Geräte schon auf dem Küchentisch nicht richtig platzieren lassen. Gespannte Kabel sind aber eine hohe Sicherheitsgefahr. Und das Grillen macht mit größerem Aktionsradius gleich doppelt so viel Spaß.

Von welchen Produzenten gibt es Elektrogrills?

Die Auswahl an Elektrogrills ist groß. Nicht zuletzt, weil sie auch zum regelmäßigen Aktionssortiment der Discounter gehören. Wer einen Elektrogrill kaufen will, findet in jedem Baumarkt und jedem Elektronikgeschäft günstige Einsteigermodelle. Zu den günstigsten gehören die Geräte von Medion und Severin, auch Steba spielt im unteren Segment mit. Schon etwas teurer und hochwertiger sind Philips und Tefal. Spitzengeräte stellen Weber und Outdoorchef her. Dafür müssen dann aber auch mehrere hundert Euro bezahlt werden. Der Elektrogrill Vergleich lohnt sich also!

Zubehör für den Elektrogrill

Auch für den kleinen Elektrogrill gibt es jede Menge Zubehör. Mit ihm lässt sich nicht nur der Komfort, sondern auch der Funktionsumfang erhöhen. Folgend einige sinnvolle Artikel zur Ergänzung.

  • Gestell: Die meisten Elektrogrills sind in der Basisausführung Tischgeräte. Wer den Grill aber auf dem Balkon oder im Garten verwenden will, der ist mit einem Gestell besser bedient. Mit diesem wird aus dem Tischgrill im Handumdrehen ein vollwertiger Grill. Gestelle werden vor allem von Markenherstellern wie Weber angeboten. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Grill damit einen sicheren Stand hat. Räder erleichtern den Transport.
  • Abdeckplane: Ein Elektrogrill ist natürlich deutlich wetterempfindlicher als beispielsweise ein Holzkohlegrill. Damit dieser im Sommer trotzdem draußen stehen bleiben kann, ohne Angst vor jedem Schauer zu haben, bietet sich eine Abdeckung an. Die schützt den Grill außerdem vor Staub und Dreck.
  • Gusseisenrost: Markenhersteller bieten als optionales Zubehör auch Roste aus massivem Gusseisen an. Die sind zwar teuer, haben aber perfekte Wärmeeigenschaften und sind deshalb besonders für Steakliebhaber ein Muss.
  • Pizzastein: Was es für den Kugelgrill gibt, gibt es mittlerweile auch für den Elektrogrill. Die Pizzasteine sind wie die Grillflächen quadratisch und nicht rund. Wer einen Elektrogrill mit Deckel hat, kann diesen mit einem Stein wunderbar zum Backofen umfunktionieren und nicht nur Pizza, sondern auch Brot und Brötchen backen.
  • Thermometer: Jeder Grillmeister sollte ein gutes Thermometer haben, egal auf welchem Grill er grillt. So lässt sich die Kerntemperatur des Fleisches überwachen. Am besten ist dafür ein Fleischthermometer mit langer Nadel, die schön tief in den Kern des Fleisches gesteckt werden kann. Ein solches Kabelthermometer ist sehr zuverlässig, ein Funkthermometer über Bluetooth praktisch.
  • Edelstahlkorb: Ein Edelstahlkorb ist optimal um auch mal Gemüse zu grillen. Kleingeschnitten ist es im nu durchgegart, fällt aber leider immer durch den Rost. Deshalb gibt man es in einen Grillkorb aus Edelstahl, der die Wärme gut leitet.