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Grill Anzündkamine im Vergleich

Anzündkamin Logo

Besonders im Sommer steigt in vielen Gärten abends Holzkohlerauch in die Luft. Ist die Grillsaison eröffnet, wird die Kochstelle in der Küche gegen eine Grillfläche im Garten getauscht. Selbst wenn die Temperaturen noch etwas kühl sind, weiß der Griller sich an der Wärme des Grills zu erfreuen. Tatsächlich ist unter den Grillarten (Gas Grill, Elektrogrill und Holzkohlegrill) der Holzkohlegrill am häufigsten anzutreffen. Neben Gartenschlauch und Sonnenschirm findet sich in fast jedem Garten auch ein Holzkohlegrill. Seine Vorteile sind die Unabhängigkeit von Gasflaschen und Stromanschlüssen. Holzkohle ist in der Grillsaison vielfältig erhältlich und viele schwören auf den Rauchgeschmack, welches die Grillkohle beim Grillen auf den Speisen hinterlässt. Aber es gibt auch einen Nachteil des Holzkohlegrills – er funktioniert nicht wie die anderen Grillarten auf Knopfdruck. Der Wunsch nach einer gleichmäßig verteilten Hitze auf dem Grill setzt ein gutes Durchglühen der Grillkohlen voraus. Grillkohlen benötigen jedoch höhere Temperaturen um von alleine weiter zu glühen. Deswegen werden häufig Grillanzünder verwendet oder schlimmsten Falls die gefährlichen flüssigen Brandbeschleuniger, welche schon viele Opfer gefordert haben. Zudem können sie den Geschmack und Geruch von Grillgut nachhaltig vermiesen, sodass niemand sie verwenden sollte. Eine sehr komfortable und auch kurzzeitige Lösung (ca. 15 Minuten) stellen Anzündkamine dar. Es gibt sie von vielen Herstellern, sodass wir einen Anzündkamin Vergleich für Dich in Kürze durchführen werden.



Was ist ein Anzündkamin

Ein Anzündkamin nutzt die Eigenschaft des Kamineffekts. Ein Zylinder, bei den meisten Anzündkaminen ca. 15-20 cm im Durchmesser und ca. 27-34 cm hoch, stellt den Kamin dar. Er hat ein Auflagegitter für die Holzkohle oder Grillbriketts und im unteren Bereich Öffnungen für die frische Luft. Ganz unten werden Grillanzünder oder Holzstücke angezündet und die heiße Luft steigt nach oben zu der Holzkohle. Gleichzeitig strömt durch die unteren Öffnungen frische und kältere Luft nach, welche mehr Sauerstoff enthält als heiße Luft. Im Prinzip findet ein Druckausgleich statt – die heiße Luft entweicht und senkt dadurch den Druck, welche die nachströmende kalte Luft wieder ausgleicht. Dieses Prinzip funktioniert besser als es bei dem Holzkohlegrill der Fall ist. Deswegen steht die durchgeglühte Holzkohle in einem Anzündkamin schon nach ca. 15 Minuten zur Verfügung. Grillbriketts sind dafür bekannt dass sie sich schlechter anzünden lassen und auch länger zum Durchglühen brauchen. Selbst diese etwas schwierigeren Brennstoffe (aufgrund ihrer höheren Dichte) sind in einem Anzündkamin nach 20-25 Minuten einsatzbereit. Sobald die Holzkohle eine weiße Ascheschicht bekommt, kippst Du den Inhalt des Anzündkamins in den Grill. Hier sind Handschuhe sehr empfehlenswert. Zwar hat ein Anzündkamin einen Griff, welcher sich nicht sehr erhitzen sollte, aber die Glut entwickelt so viel Hitze, dass beim Ausschütten schnell Verbrennungsgefahr ungeschützter Hautstellen besteht. Wie gut die Griffe von den unterschiedlichen Anzündkaminen gegen Hitze isoliert sind, haben wir vom Grill-Kenner-Team auch in unserem Anzündkamin Vergleich überprüft.

Materialien und Daten  unterschiedlicher Anzündkamine

Anzündkamine sind von vielen Herstellern erhältlich, zum Beispiel von Rösle, Weber, Landmann, HSM, Bruzzzler, GRILL & MORE, Intey oder Tepro. Preislich liegen sie im Mittel (je nach Material, Ausführung und Größe) zwischen 7 und 30 €. Als Materialien für den Zylinder finden Stahl, Edelstahl oder verzinktes Stahlblech Verwendung. Die Griffe sind meistens aus Holz oder hitzefestem Kunststoff ausgeführt. Je nach Größe beträgt das Fassungsvermögen zwischen 4,5 bis 7 Liter. Ihr Gewicht im ungefüllten Zustand beträgt zwischen 800 Gramm bis 1,5 kg. In der Ausführung gibt es ebenfalls einige Unterschiede, welche zum Beispiel den Griff betreffen. Einige Modelle haben Klappgriffe oder besondere Sicherheitsgriffe. Zudem gibt es bei einigen Anzündkaminen eine Schutzabdeckung, welche die glühende Kohle beim Ausschütten von dem Griff fernhalten soll. Einige Ausführungen haben sogar einen zweiten Griff (Bügel), um das Ausleeren zu erleichtern. Wie gut und durchdacht die Anzündkamine sind, kannst Du in unserem Anzündkamin Vergleich nachlesen.

Vor- und Nachteile

Die Hauptaufgabe eines Anzündkamins besteht darin, den Brennstoff (Holzkohle oder Grillbriketts) schnell zum Glühen zu bringen. Das macht einen Holzkohlegrill schneller einsatzbereit, spart also Zeit. Dabei sind auch schlechter entzündliche Brennstoffe, wenn zum Beispiel mangelnde Qualität vorliegt, trotzdem noch gut entzündbar. Die Holzkohle wird gleichmäßig durchgeglüht, was ideale Grillbedingungen auf dem Holzkohlegrill schafft. Auf gefährliche Brandbeschleuniger kann und soll verzichtet werden. Noch bevor die Grillkohle im Grill zu Asche geworden ist, kann nebenbei schon im Anzündkamin für weiteren Nachschub an glühenden Kohlen gesorgt werden. Es entstehen also auch bei ausgedehnten Grillfesten keine Wartezeiten. Die Rauchentwicklung in einem Anzündkamin ist deutlich geringer als auf dem Holzkohlegrill, was Nachbarschaftsstreit vermeidet, besonders wenn auf dem Balkon gegrillt wird. Ein Anzündkamin ist für alle Grills geeignet (Säulengrill, Kugelgrill, Smoker), welche Holzkohle als Brennstoff benutzen. Nachteile gibt es eigentlich kaum. Natürlich wird ein Anzündkamin heiß und ist sachgerecht zu bedienen, dazu gehört auch das Tragen von hitzefesten Handschuhen. Besonders beim Umschütten ist Umsicht erforderlich, da es dabei oft zu Funkenflug kommt. Das begrenzte Volumen erfordert bei längeren Grillfesten ein mehrmaliges Befüllen des Anzündkamins. Wenn das Material des Anzündkamins schlechte Qualität hat, kann er rosten und eine verkürzte Lebensdauer haben.

Worauf gilt es bei einem Kauf zu achten

Die Qualität entscheidet darüber, wie lange der Anzündkamin hält. Da er sehr großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, kann es schnell zu einer höheren Oxidation kommen. Viele Anzündkamine sind aus sehr dünnem Material gefertigt, was zwar das Eigengewicht senkt und gut für das Handling ist, aber sich auch negativ auf die Haltbarkeit auswirkt. Der Griff sollte möglichst wenig heiß werden, was durch Materialien (Holz oder Kunststoff) erreicht wird. Dennoch kann der Griff auf Dauer hohe Temperaturen annehmen, selbst wenn er mit einem Hitzeschutzschild geschützt wird. Deshalb vorsichtshalber nur mit Handschuhen arbeiten. Die meisten Anzündkamine sind als runder Zylinder geformt, aber es gibt auch eckige Ausführungen, was jedoch seltener ist. Ein Anzündkamin sollte in seinem Volumen zum Grill passen und der Personenzahl beim Grillen entsprechen. Für einen Grill mit 60 cm Durchmesser ist ein Anzündkamin mit 7 Liter Volumen empfehlenswert. Ein kleinerer Grill kann entsprechend mit einem kleineren Anzündkamin auskommen. Größere Anzündkamine verbrauchen mehr Holzkohle, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Weitere Tipps findest Du in unserem Anzündkamin Vergleich.

Richtige Benutzung des Anzündkamins

Bei der Aufstellung des Anzündkamins ist auf eine feuer- und hitzefeste Unterlage zu achten, damit kein Brandschaden entsteht. Zuerst wird der Grillanzünder unten platziert. Dann kommt der Feuerrost in den Anzündkamin und wird mit der gewünschten Menge an Holzkohle oder Grillbriketts gefüllt. Als Faustregel werden je Person ca. 20 Briketts benötigt. Es sollte eine gute Zirkulationsmöglichkeit für die Luft bestehen, also nicht den Feuerrost wie einen Teppich dicht belegen. Größere Stücke von Holzkohle oder Briketts lassen genügend Luft vorbeiströmen. Dann kann das Anzündmaterial durch die unteren Lüftungsöffnungen entzündet werden, dabei Stabfeuerzeug oder lange Zündhölzer verwenden. Auch mit Papier lässt sich ein Anzündkamin entzünden, jedoch ist das nicht immer ratsam, denn die Asche von verbranntem Papier neigt sehr zum Ascheflug. Nach ca. 15 Minuten bei Holzkohle, 20 bis 25 Minuten bei Grillbriketts, bildet sich weiße Asche auf den Kohlen. Dies ist das Zeichen das die Kohlen durchgeglüht sind. Nun kommen sie in den Grill, hierbei vorsichtig schütten und auf den Funkenflug achten. Nun kommt der Grillrost auf den Grill und es kann mit dem Grillfest losgehen. Wegen der Hitze ist spätestens beim Umschütten die Benutzung von Handschuhen anzuraten.

Alternativen zu dem Anzündkamin

Ein Anzündkamin schafft optimale Voraussetzungen für einen Holzkohlegrill. Wer noch keinen besitzt muss sich anders behelfen. Das „Geheimnis“ des Anzündkamins ist der Kamineffekt: Heiße Luft steigt nach oben und zieht frische Luft von unten nach. Dies macht ein Anzündkamin von alleine. Wer keinen hat muss diesen Effekt künstlich erzeugen. Viel Luft bedeutet höhere Temperaturen und schneller Glut. Das Zuwedeln von Luft mit einem großen Stück Pappe hilft bei schlecht brennender Holzkohle Wunder. Im Grill-Zubehör Handel stehen noch weitere Hilfsmittel bereit, den Luftstrom zu verstärken, zum Beispiel handbetriebene Gebläse. Diese sind auch für Batteriebetrieb erhältlich, so wie es auch elektrische Heißluftgebläse für das Entzünden der Holzkohle gibt. Diese setzten dann aber wieder einen verfügbaren Stromanschluss voraus. Wer einen Bunsenbrenner bzw. eine Lötlampe besitzt, kann sich auch damit helfen. Niemals sollten flüssige Brandbeschleuniger zum Einsatz kommen.