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Thymian: Grillgewürz mit südländischem Aroma

Thymian gehört zu den Kräutern, die bei einem Grillfest nicht fehlen sollten. Wir nutzten ihn daher vielfältig und empfehlen ihn gerne, um Grillgut eine sehr individuelle und mediterrane Geschmacksrichtung verleihen zu können. Dank unseren vielen Informationen wirst Du sicherlich genug Inspirationen erhalten, sodass auch dein Grillgut bald mit frischen Aromen auf dem Grill duften darf. Der Geschmack ist sehr intensiv, sogar etwas an Majoran erinnernd. Ein leichte Herbe und ein etwas rauchiges Aroma, machen diese Kräuter sehr beliebt in der Grillgemeinde. Probiere doch einfach selbst!

Was mit Thymian würzen?

Dank seinem leicht herben Geschmack, ist dieses Gewürz sehr vielfältig beim Grillgut einzusetzen. Lamm, Schwein, Rind und Geflügel lassen sich hervorragend durch Thymian aromatisieren. Zu Fisch ist es ebenso ein geschmacklicher Zugewinn. Auch in Gemüsepfannen vom Grill schmeckt es sehr gut als interessanter Geschmacksgeber. Selbst Eintöpfe vom Schwenkgrill profitieren von diesem mediterranen Aroma. Vorsicht bei der Dosierung, denn zu viel davon schafft einen eher unangenehmen Geschmack. Möchtest Du gerne dieses Gewürz auch in Desserts auf dem Grillfest verwenden? In diesem Fall empfehlen wir Dir den Zitronen-Thymian. Du erhältst ihn in Gartencenter und auch auf gut sortierten Märkten.

Thymian zu Grillfleisch

Thymian können wir im Grunde zu allen Fleischsorten empfehlen. Bei Lamm darf es etwas kräftiger sein, bei Huhn bitte dezenter und mit einer nicht zu langen Marinierzeit. Rindersteak schmecken ebenso würzig mit einer Thymian-Marinade wie das Schweinesteak. Je zarter das Fleisch, desto dezenter sollten die Kräuter in der Marinade genutzt werden. Bei einem deftigen Braten vom Grill, kannst Du das Fleisch ruhig über Nacht in der Marinade liegen lassen.

Thymian mit Fisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten schmeckt Thymian sehr interessant. Du kannst das Aroma von Fisch mit einer flüssigen Kräuter-Marinade geschmacklich unterstreichen, gehe jedoch mit der Kräutermenge sehr vorsichtig um, da sie sonst zu stark dominiert und dem Fisch jeglichen eigenen Geschmack stiehlt. Fisch und Meeresfrüchte sollten nicht zu lange mariniert werden.

Grill Kräuter ThymianThymian im Eintopf über dem Schwenkgrill

Eintöpfe die über dem Schwenkgrill zubereitet werden sind bezüglich der Zutaten sehr vielfältig. Fleisch, Fisch, Gemüse und dazu frische Kräuter im Kessel, lassen einen sehr schmackhaften Eintopf vom Grill servieren. Probiere doch einfach einmal auch einen Gemüseeintopf vom Schwenkgrill aus. Dazu Baguette reichen und einen leichten Wein servieren – perfekt auch für Vegetarier und Veganer.

Grillgemüse mit Thymian

Eine sehr aromatische Note wird durch diese Kräuter dem Grillgemüse verliehen. In einer Grillpfanne Tomaten, Paprika, Auberginen, Pilze und Zucchini mit einer flüssigen Thymian-Marinade zubereiten, sorgt für einen Grillgenuss nicht nur für Veganer und Vegetarier. Gemüsepfannen sind perfekte Grillbeilagen – dazu auch noch sehr gesund!

Welche anderen Kräuter passen zum Thymian beim Grillen?

Bei Thymian fällt es leicht passende Kräuter zu finden. Das liegt daran, dass Thymian in den „Kräutern der Provence“ enthalten ist. Diese Mischung ist harmonisch im Geschmack und so lassen sich auch leicht Empfehlungen was gut zusammenpasst aussprechen. Oregano, Rosmarin, Majoran, Lavendel, Bohnenkraut, Petersilie, Estragon, Basilikum, Kerbel und Bohnenkraut lassen sich daher gut mit Thymian kombinieren. Was natürlich immer für einen attraktiven Geschmack sorgen kann sind Zwiebeln und der aromatische Knoblauch. Du kannst natürlich selbst probieren was Dir schmeckt. Nicht alle Kräuter treffen den Geschmack auch wirklich. Beachte bitte, das Pflanzen aus Südfrankreich, Spanien und Italien einen sehr intensiveren Geschmack haben, als die von uns erhältlichen Pflanzen aus dem Gartencenter.

Sollte man Thymian hacken?

Die vielen ätherischen Öle bleiben beim Zerkleinern gut erhalten, wenn Du nicht grob und wild auf sie einhackst. Nimm am besten ein sehr scharfes Messer und zerkleinere die Blättchen mit kräftigen wiegenden Schneidebewegungen. Beim Hacken quetscht Du die Blättchen und die ätherischen Öle befinden sich dann mehr auf dem Schneidebrett, als in einer Marinade oder in den Gerichten. Die speziellen Kräuterscheren sind ideal, wenn Du viel mit Kräuter würzen möchtest. Jedoch bei den kleinen Thymianblättern ist das eher schwer mit der Schere zu bewerkstelligen. Vor dem Zerkleinern wird der Thymian mit kaltem Wasser gewaschen und danach die Stängel entfernt und entsorgt. Geschnitten wird der Thymian übrigens direkt vor der Blütezeit. Empfohlen wird hierfür der Morgen, da sich zu dieser Zeit der größte Anteil an aromatischen Ölen in den Pflanzen befindet. Zur Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein, setzt er seine Duftstoffe frei, was sich durch einen herrlichen zitronigen Geruch bemerkbar macht.

Kann man Thymian einfrieren?

Ja, sogar problemlos. Du kannst ihn in ganzen Stängeln oder kleingehackt einfrieren. Die ganzen Stängel in einen Gefrierbeutel packen und schon dürfen sie zur späteren Verwendung in das Gefrierfach. Für die klein gehackten Thymianblätter sind Eiswürfelbehälter geeignet. Einfach in den Eiswürfelbehälter einfüllen und mit Wasser aufgießen. Das ist praktisch, denn so lassen sich später auch kleinere Portionen entnehmen. Eine sehr schmackhafte Alternative zu dem Wasser ist Olivenöl. Frierst Du die ganzen Stängel ein, kannst Du sie im gefrorenen Zustand leicht abstreifen. Ein nerviges Abgezupfe entfällt.

Mit Thymian marinieren

Thymian lässt sich hervorragend zur Herstellung von Marinaden verwenden. Im Kühlschrank halten frisch geerntete Blätter einige Tage. Du kannst jedoch auch gemahlenen oder getrockneten Thymian verwenden. Am häufigsten werden die flüssigen Marinaden auf dem Grillgut eingesetzt. Wichtig ist hier immer, dem Grillgut genügend Zeit in der Marinade zu lassen. Frischer Thymian eignet sich auch für Wet-Rubs. Bevorzugst du die Kräuter in Dry-Rubs, empfehlen wir Dir die getrockneten Varianten zu benutzen. Frische Kräuter eigenen sich für die trockenen Würzmischungen nicht. Achte grundsätzlich darauf, dass Marinaden nicht in die Grillglut fallen. Notfalls vor dem Auflegen Grillgut abtupfen oder lege es auf Grillschalen.

Mit Thymian und einem Wet-Rub marinieren

Wir haben für Dich ein sehr aromatisches Rezept mit Thymian ausprobiert. Es handelt sich um ein Wet-Rub, welches deutlich dicker in der Konsistenz ist wie die Flüssigmarinaden, aber auch feucht – im Gegensatz zu dem Dry Rub. Dieses Rub haftet auch auf eher trockenem Fleisch sehr gut. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Thymian-Wet-Rub Zutaten (ca. 4 Personen)

2 EL fein gehackter Thymian

½ EL Oregano

½ EL Petersilie

½ EL Majoran

1 EL grober Pfeffer

2 EL Senf

3 TL Essig

5 EL Öl

½ TL Knoblauchgranulat

 

Zuerst schneide die Kräuter klein und vermenge sie dann mit den restlichen Zutaten. Streiche nun das Grillfleisch damit ein und lasse es mit dem Wet Rub mindestens 2,5 Stunden im Kühlschrank ruhen. Je größer das Grillgut, desto länger die Einwirkzeit. Eine pastenartige Konsistenz wäre ideal, denn so tropft das Thymian-Rub nicht in die Glut.

Alternative getrockneter Thymian

Da Thymian nicht jedermann immer frisch im Garten ernten kann und auch die Jahreszeit nicht immer frische Kräuter hergibt, ist der getrocknete Thymian eine sehr gute Alternative. Im Handel bekommst Du ihn im gemahlenen Zustand oder ebenso als kleine Blättchen. Persönlich nutzen wir sehr gerne den Bio Fairtrade Thymian getrocknet & gerebelt aus Usbekistan von Cashew for You. Du kannst ihn jedoch auch frisch selbst trocknen, was wirklich ganz einfach ist.

Wie Thymian trocknen?

Getrocknet wird er im Backofen oder einfach an einem warmen und sonnigen Platz. Im Backofen empfehlen wir Dir 35° als Temperatur einzustellen. Ideal ist es, wenn Du einen hölzernen Kochlöffel mit dem Stiel in die Backofentür einklemmst. So kann die entweichende Feuchtigkeit aus dem Ofen und der Trockenvorgang geht schneller. Bei Backöfen die nur auf 50° eingestellt werden können, hilft das die zu hohe Hitze entweichen zu lassen. Im Backofen benötigt das Trocknen einige Stunden. An der Sonne wird er zu kleinen Sträußen gebündelt und aufgehängt. Das Trocknen geht so schnell, aber achte unbedingt darauf, dass er nicht zu lange so bei direkter Sonneneinstrahlung hängen bleibt, sonst verliert er an Farbe und ebenso an Aroma. Wichtig ist jedoch auch die Vorbereitung zum Trocknen. Nachdem Du die Kräuter geerntet hast wasche sie mit kaltem Wasser ab. Entferne nun abgestorbene oder unschöne Pflanzenteile. Der Trockenvorgang selbst ist beendet, wenn die Kräuter beim Berühren rascheln. Lager die getrockneten Kräuter zum Beispiel in Gläser mit Schraubverschluss an einem dunklen und kühlen Ort.

Tipp: Verwende die Stängel von diesen Kräutern nicht. Bei Thymian enthalten sie starke Bitterstoffe, welche dein Essen dann so gut wie ungenießbar machen würden.

Wo Thymian pflanzen?

Der Standort von diesen mehrjährigen Kräutern ist recht anspruchslos, da sie volle Sonne, Trockenheit und selbst die kalten Witterungen sehr gut vertragen. Was Thymian jedoch nicht mag sind ständig nasse Füße. Achte auf einen Anteil an Kalk im Boden und ebenfalls Sand, damit es keine Staunässe geben kann. Trotz seiner Winterhärte empfehlen wir einen Winterschutz mit Stroh oder Reisig. Bleibt es sehr lange trocken, muss die Pflanze hin und wieder etwas gegossen werden. Du kannst ihn auch in Töpfe pflanzen, jedoch im Winter darauf achten das diese frostsicher sind und nicht nach dem gelegentlichen Gießen im Winter platzen. In Töpfen auf dem Küchenfenster ist er jedoch nicht so langlebig wie ausgepflanzt im Garten. Du musst natürlich ein sehr sonniges Fenster auswählen, denn nur Schatten lässt Thymian schnell kümmerlich werden.

Wissenswertes rund um den Thymian

Seinen Ursprung hat der Thymian (lat.: Thymus vulgaris) in warmen Gebieten, wie den Mittelmeerraum. Er ist sonnenhungrig und verträgt daher auch die starke Mittagssonne. Er bevorzugt einen eher trockenen Boden. Er ist auch optisch nicht als Steingartenpflanze zu verachten. Trotz seiner Liebe zu Hitze und Sonne, hält er im Winter Kälte und Schnee gut aus. Somit wird er auch als winterhart eingestuft. Die Blätter sind sehr klein und von einem bis ins Grau gehende Grün. Seine Blüten sehen mit ihren lila-rosa Farbnuancen sehr schön in Töpfen und Beeten aus. Thymian erreicht eine Höhe von ca. 40 cm. Die Lebenserwartung dieser Kräuter ist bei richtiger Pflege sehr lang. Thymian wird in der Heilkunde als Schleimlöser, zur Entwässerung, für die Verdauung und zum Senken von Fieber eingesetzt.



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