Skip to main content

Möchtest Du gerne Schweinefleisch grillen, solltest Du Dich nicht immer auf nur auf Altbewährtes für den Grill festlegen. Unser Team von grill-kenner.de führt dich in die Welt des Schweinefleischs ein – Schritt für Schritt! Selbst haben wir schon alle erdenklichen Rassen und Cuts vom Schweinefleisch gegrillt. Dabei haben wir natürlich viele interessante Erfahrungen gesammelt. Diese möchten wir mit Dir teilen. Wichtig ist zum Beispiel, dass Du Informationen zu den verschiedenen Schweinerassen, ihren Cuts und den Grillmethoden erhältst. Interessant ist natürlich auch zu wissen wie Du Schweinefleisch würzen solltest. Bei den von uns erklärten Rassen wirst Du auch neben dem Geschmack Unterschiede im Preis feststellen können. Deutlich zum Beispiel bei dem Fleisch von einem Hausschwein und der „Alten Kuh“. Das trifft natürlich auch auf die unterschiedlichen Cuts zu. So ist Filet immer teurer als ein Kotelett. Wir hoffen Dir mit unseren Informationen beim Schweinefleisch grillen helfen zu können. Wichtig ist immer zu wissen, dass unsere ganzen Informationen und Tipps nicht helfen, wenn Du nicht auf eine gute Fleischqualität achtest. Es gibt natürlich große Preisunterschiede für Fleisch, aber wir persönlich zahlen lieber etwas mehr. Der Preis rechtfertigt sich einfach durch eine bessere Qualität. Wir haben natürlich auch dazu Informationen gesammelt. So können wir Dir auch Bezugsquellen empfehlen. Die gesamten Informationen helfen Dir dabei, keine Pannen beim Schweinefleisch grillen erfahren zu müssen.

Schweinefleisch grillen: die Grundlagen

Als leidenschaftliche Griller haben wir uns allen Themen rund um den Grill angenommen. Was wäre Grillen ohne Schweinefleisch? Uns ist bewusst wie vielfältig dieses Thema ist. Sehr wichtig ist immer ausreichend Informationen zu dem Grillgut zu haben. Nur so kannst Du es richtig zubereiten. So erhältst Du von Schweinefleisch verschiedene Teilstücke, bekannt als Cuts. Einige wenige Beispiele sind Spare Ribs, Koteletts, Rückensteaks und Nackensteaks. Die Teilestücke sind in der Zubereitung und im Geschmack unterschiedlich. Entscheiden warum Schweinefleisch sehr unterschiedlich schmecken kann ist, das es sehr viele verschiedene Rassen gibt. Die Aufzucht, Futter und Haltung spielen eine große Rolle für Geschmack und Konsistenz. Nicht jede Rasse oder jeder Cut muss unbedingt deinem Geschmack entsprechen. Wir erklären Dir welche Rassen zum Grillen bevorzugt werden. Dazu bekommst Du auch Informationen zu den Rassen und ihren Cuts. So bekommst Du viele Informationen die für die richtige Zubereitung auf dem Grill für Dich hilfreich sind.

Wie sollte Schweinefleisch zum Grillen sein?

Bevor Du das Schweinefleisch grillen kannst, muss es natürlich erst einmal gekauft oder bestellt werden. Schon hier kann viel zum Erfolg oder auch Misserfolg des Grillens beigetragen werden. Denn natürlich entscheidet die Qualität des Fleisches mit darüber, wie es nach dem Grillen schmeckt. Doch wie erkennst du eine gute Qualität?

Um überhaupt etwas erkennen zu können, sollte das Stück Schweinefleisch nicht mariniert sein. Es erspart Dir zwar Arbeit, wenn es bereits fertig mariniert gekauft wird. Aber Du kannst weder Farbe noch Geruch des reinen Fleisches wahrnehmen. Wir kaufen deshalb nur unmariniertes Fleisch und wissen bzw. sehen genau, was wir kaufen. Selber marinieren bietet übrigens auch einige Vorteile. So kannst Du selber bestimmen, welche Zutaten Du nimmst und in welche Richtung der Geschmack geht. In Gegensatz zu Rindfleisch benötigt Schweinefleisch keine wochenlange Reifezeit. In der Regel ist das Fleisch im Handel nur 2 bis 3 Tage gereift, was auch ausreichend ist. Frisches Schweinefleisch hat eine hell-rosa Färbung. Je älter das Tier bei der Schlachtung war, umso dunkler ist die Färbung. Schweinefleisch wird in der Regel von jungen Schweinen gewonnen, welche nicht älter als 7 bis 8 Monate bei der Schlachtung sind. Eine Ausnahme stellen Spanferkel dar, welche nur bis zu 6 Wochen alt waren. Das Fleisch sollte kaum einen Eigengeruch aufweisen. Ist ein säuerlicher Geruch zu bemerken, ist die Fleischqualität nicht besonders hoch. Wenn das Fleisch bereits verdorben ist, verströmt es einen starken süßlichen Geruch. In diesem Falle auf keinen Fall mehr kaufen. Gute Möglichkeiten sein Fleisch vor dem Kauf zu prüfen bietet natürlich ein Metzger. Er kennt auch meistens die Herkunft und Haltung der Tiere, von denen das Fleisch stammt. Fertig abgepacktes Fleisch aus dem Supermarkt ist schon viel schwieriger vor dem Kauf zu beurteilen. Dennoch sollte kein verpacktes Schweinefleisch gekauft werden, welches in der Verpackung viel Saft verliert. Auch dies ist ein Zeichen für schlechte Qualität. Mageres Fleisch ist zwar sehr beliebt, bietet aber oft nicht den gleichen Geschmack wie Fleisch mit einem höheren Fettanteil. Deswegen solltest Du auf eine gute Fett-Marmorierung bei deinem Stück Schweinefleisch für den Grill achten. Nicht nur der Geschmack wird besser. Das Fett sorgt auch dafür, dass Dein Schweinefleisch auf dem Grill schön saftig bleibt und nicht so schnell austrocknet.

Nach dem Kauf ist auch die richtige Lagerung von Schweinefleisch wichtig, da es nicht so lange gereift ist wie zum Beispiel Rindfleisch. Dadurch vermehren sich auch im Kühlschrank bei Schweinefleisch schneller Keime und Bakterien. Schweinefleisch ist im Kühlschrank an der kühlsten Stelle zu deponieren und sollte nicht länger als drei Tage verwahrt werden. Wer es länger aufbewahren will, muss es einfrieren. Dies sollte dann aber so schnell wie möglich nach dem Einkauf geschehen, da sich dann noch nicht so viele Keime gebildet haben. Eingefroren (bei minus 18°C) hält Schweinefleisch 6 bis 9 Monate, Rindfleisch sogar bis 18 Monate.

Gibt es Dryaged Schweinefleisch?

In unserem Beitrag zu Rindfleisch haben wir ausführlich über die Reifungsverfahren Dry-Aged und Wet-Aged geschrieben. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob es auch bei Schweinefleisch angewendet wird. Die Antwort ist ein „Jein“. Grundsätzlich wird Schweinefleisch nur wenige Tage gereift bzw. abgehangen. Beim Rind dagegen sind es mehrere Wochen. Für das Rindfleisch ist das Reifen sehr wichtig, da es sonst zu zäh wäre. Schweinefleisch wird nicht so zäh, wenn es nur kurz gereift wird. Dennoch kann das Schweinefleisch durch die Trockenreifung weiter „veredelt“ werden. Wie auch beim Rind steigt die Konzentration des Aromas, da einige Prozent an Feuchtigkeit dem Fleisch entzogen werden. Das „Dry Aged Pork“ wird über etwa drei Wochen bei 2°C im Kühlhaus gereift. Nicht nur das Aroma fällt dabei stärker aus, sondern auch die Textur verändert sich positiv. Dieses Fleisch fällt besonders durch seine Zartheit auf. Dry Aged Pork stellt bislang die Ausnahme dar und ist nur bei wenigen Händlern erhältlich. Für das Grillen von Schweinefleisch stellt es aber ein besonderes Highlight dar.

Wie das Schweinefleisch richtig grillen?

Schweinefleisch zu grillen ist fast bei jedem Grillchef üblich. Das Fleisch ist im Gegensatz zu dem Rindfleisch günstiger, weswegen es auch gerne bei einer großen Personenzahl auf dem Grill zum Einsatz gebracht wird. Damit alles auf dem Grill klappen kann, haben wir für Dich einige Informationen zu dem Grillen von Schweinefleisch. Dererste Schritt nach dem Einkauf und dem Würzen oder Marinieren ist den Grill betriebsbereit zu machen. Grillst Du direkt auf dem Grillrost, empfehlen wir Dir diesen mit einem hitzebeständigen Speiseöl einzupinseln. So bleibt das Schweinefleisch nicht auf dem Rost kleben. Das gilt übrigens für alle Grillarten. Wie lange das Schweinefleisch auf dem Rost liegen soll entscheiden Fleischdicke und Cut. Worauf Du achten solltest ist gerade bei den dicken Cuts die Kerntemperatur. Da rohes Schweinefleisch Trichinen (Fadenwürmer) enthalten kann, empfehlen wir Dir das Schweinefleisch gut durch zu grillen. Legst Du Wert auf einen zarten Roseton, solltest Du das Fleisch bis auf eine Kerntemperatur von 58-59 grillen. Auf Nummer sicher gehst Du ab einer Kerntemperatur von 60°C. Das ist wichtig für Schwangere, da für sie ein Kontakt mit Trichinen gefährlich wäre. Grillen wir für Schwangere, legen wir gerade bei Schweinefleisch und der Kerntemperatur immer noch ein paar Grad drauf. Dieses zur Sicherheit gegen Bakterien und Parasiten! Die Kerntemperatur überprüfen wir mit einem speziellen Grillthermometer.

Direktes und indirektes Grillen

Beim Grillen wird unter direktem und indirektem Grillen bzw. direkter und indirekter Hitze unterschieden. Unter direkter Hitze ist zu verstehen, das Grillgut über der Hitzequelle des Grills zu legen. Bei einem Gasgrill wäre das dann direkt über den Brennern. Bei einem Holzkohlegrill direkt über der Glut. Der Vorteil der direkten Hitze ist ein schnelles Garen bei hohen Temperaturen. Dadurch schließen sich schnell die Poren von dem Fleisch und es bleibt saftig. Es bildet sich dann auch eine schöne Krusteund häufig zeichnet sich das Muster des Grillrostes auf dem Fleisch ab. Für viele Arten des Grillguts wird aber auch das indirekte Grillen empfohlen. Dabei wandert das Grillgut in einen gemäßigten Temperaturbereich auf dem Grill. Hier sind größere Grillflächen ein Vorteil. Auf einem kleinen Holzkohlegrill kann es schwierig werden, eine Stelle mit indirekter Hitze zu finden. Wir raten dazu, dann die Holzkohle geschickt zu platzieren, damit nicht überall auf dem Grill die direkte Hitze herrscht. Der Vorteil der indirekten Hitze ist das schonende Garen. Auch größere Stücke können somit länger auf dem Grill verbleiben, ohne dass die Außenschicht verkohlt. Ein Grill mit Deckel ist für die indirekte Hitze sehr nützlich, da er die Hitze im gesamten Garraum hält. Sehr häufig gibt es bei dem Schweinefleisch grillen auch eine Kombination von direkter und indirekter Hitze. Dann wird zum Beispiel das Grillgut scharf angebraten und kommt danach zum Nachgaren in den Bereich indirekter Hitze. Wichtig ist es immer, bei beiden Methoden die Kerntemperatur im Auge zu behalten. Von außen siehst Du dem Fleisch nicht an wann es auch innen gar ist. Schweinefleisch wird übrigens gerne erst nach dem schonenden Garen in die direkte Hitze gelegt. Dann bekommt das Fleisch die schöne Kruste, wenn es kurz von beiden Seiten scharf gegrillt wird.

Wie Schweinefleisch richtig würzen und marinieren?

Im Gegensatz zu Rindfleisch, darf bei Schweinefleisch schon vor dem Grillen kräftig in die Gewürzkiste gegriffen werden. Sehr beliebt sind Marinaden aus Öl und vielen anderen Gewürzen und auch Kräutern. Diese Marinade wird oftmals schon einen Tag vor dem Grillen auf die Schweine Cuts aufgetragen. Danach ruhen sie gut eingepackt über Nacht im Kühlschrank. Auf diese Weise dringen die Zutaten der Marinade tief in das Grillgut ein. Dadurch wird das Schweinefleisch auch zarter, was natürlich immer ein willkommener Effekt beim Grillen von Schweinefleisch ist. Sicherlich ist Dir im Supermarkt auch schon fertig mariniertes Schweinefleisch aufgefallen. Es mag Zeit ersparen, da Du nicht selbst die Marinade zubereiten musst. Was uns jedoch stört ist, dass durch die Marinade der Frischegrad von dem Schweinefleisch nicht mehr erkennbar ist. Was uns ebenfalls stört ist die Tatsache, dass wir hier nicht selbst die Gewürze bestimmen können. Auch wir haben so gewisse Gewürze und Kräuter die wir nicht so gerne essen. Wer unter Lebensmittel-Unverträglichkeiten leidet, ist mit den fertig gewürzten Fleischcuts nicht wirklich gut bedient. Selbst zu marinieren hat den Vorteil, das alles was nicht vertragen wird einfach von der Marinaden-Zutatenliste gestrichen werden kann. Wie und womit würzen und marinieren sind Fragen, die wir Dir jetzt sehr gerne einmal beantworten möchten. Wir unterscheiden hier die flüssigen Marinaden und die Rubs. Vergessen möchten wir dabei aber auch nicht die praktischen Marinierspritzen, denn diese würzen von Innen. Was den Geschmack betrifft, kannst Du bei Schweinefleisch auf dem Grill kaum Fehler begehen. Hier darf wirklich dein Geschmack entscheiden, was in eine flüssige Marinade oder in das Rub darf.

Schweinefleisch würzen Marinade Grill

Rubs für Schweinefleisch

Im Gegensatz zu der flüssigen Grillmarinade, ist in einem Dry Rub keine Feuchtigkeit vorhanden. Viele Griller nehmen zum Vermengen der vielen Zutaten einen Mörser zur Hand. Du kannst so die Größe der Zutaten selbst bestimmen. Diese trockene Gewürzmischung enthält Zucker und häufig Paprikapulver. Beide Zutaten neigen zum Verbrennen auf dem Grill. Das sorgt im schlechtesten Fall für einen unangenehmen bitteren Geschmack. Mit Rub gewürztes Schweinefleisch daher nicht zu lange direkt grillen. Hier empfiehlt es sich die niedrigen Temperaturen für die Zubereitung zu nutzen. Ziel einer Rub ist für eine würzige und knackige Kruste auf dem Grillgut zu sorgen. Das Grillgut wird mit der Rub gut einmassiert und darf danach auch gerne über Nacht in dem Kräutermantel im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die flüssige Grillmarinade

Die flüssigen Grillmarinaden laden Dich regelrecht zu einem Experiment ein. Basis sind Öle, aber auch säurehaltiger Essig, Weine und Senf. Du findest bei uns auch Rezepte zu den flüssigen Grillmarinaden. Vielleicht vermisst Du aber deine bevorzugten Zutaten, dann füge diese einfach noch hinzu. Magst Du bestimmte Zutaten nicht, lasse sie einfach weg. Bei den flüssigen Grillmarinaden ist das Schöne, das Du sie ganz auf deinen Geschmack ausgerichtet zubereiten kannst. Wichtig ist das die Marinade das Grillgut vollständig bedeckt. Innerhalb von 24 Stunden zieht eine Marinade ca. einen Zentimeter tief in das Schweinefleisch ein. Die enthaltene Säure in der Marinade macht durch die Zerstörung des Kollagens das Fleisch zart und perfekt im Biss.

Die Marinierspritze

Mit diesem wichtigen Grillzubehör kannst Du flüssige Marinade in das Fleischinnere einbringen. Gerade bei dickem Grillgut empfehlenswert. Wichtig ist jedoch immer, dass die Marinade ohne grobe Stücke von Kräuter und Gewürze ist. Diese würden nämlich die Kanüle der Marinierspritze verstopfen. Du findest im Handel sehr unterschiedliche Modelle vor. Die Anschaffung lohnt immer, wenn Du dickes Grillgut auf den Rost legen möchtest. Natürlich hilft die Marinierspritze allen Fleischsorten mehr würzigen Geschmack im Inneren zu ermöglichen. Wir halten zu diesem Thema für Dich auch noch einen sehr informativen Beitrag auf unserer Seite bereit.

Soll nun dein fertig gewürztes oder mariniertes Schweinefleisch auf den Grill, haben wir noch ein paar Tipps für Dich parat. So empfehlen wir Dir das marinierte Grillgut nicht direkt vom Kühlschrank auf den Grillrost zu legen. Gib dem Fleisch etwas Zeit sich der Umgebungstemperatur anzupassen. Bei der flüssigen Marinade bitte unbedingt die überschüssige Marinade abstreichen, damit diese nicht in die Glut tropfen kann. In tiefere Fleischschichten dringen jedoch die flüssigen Grillmarinaden ein.

Schweine Cuts kennenlernen und unterscheiden

Wir möchten Dir einige beliebte Schweinefleisch Cuts nun vorstellen. Sie werden teilweise sehr unterschiedlich auf dem Grill zubereitet, schmecken jedoch immer sehr lecker. Wir helfen Dir gerne deinen Lieblings-Cut unter dem Schweinefleisch zu finden.

Schweinefilet

Filetstücke gelten als das Beste. Das ist auch beim Grillen von Schweinefleisch nicht anders. Was aber macht das Schweinefilet so besonders und warum ist es teurer als viele andere Cuts vom Schwein?

Das Schweinefilet wird in den USA Tenderloin genannt. Es handelt sich dabei um einen Muskelstrang, welcher jedoch vom Schwein nicht sehr beansprucht wird. Dadurch bleibt er feinfaserig und sehr zart. Diese Eigenschaften machen das Filet vom Schwein besonders begehrt, nicht nur zum Schweinefleisch grillen. Das Schweinefilet ist zudem sehr mager und enthält fast keine Sehnen, was weitere Gründe für seine Beliebtheit sind. Im Verhältnis zu anderen Cuts vom Schwein ist der Filetanteil relativ gering. Dieser Umstand und die besondere Qualität des Filets erklären den höheren Preis dieses Cuts. Schweinefilet ist auch für ernährungsbewusste Menschen ein guter Tipp. Es enthält sehr wenig Fett, bietet aber einen hohen Eiweißgehalt (21,6 g je 100 g Filet). Zudem enthält Schweinfilet auch wichtige Mineralien (Kalium, Eisen, Calcium) und Vitamine.

Beim Schwein befindet sich das Filet an der Unterseite des Kotelett (Lendenkotelett) in der Hinterhälfte des Schweins. Das gesamte Filet wird in drei Teile unterschieden: Filetkopf, Mittelstück und Filetspitze. Die kleiner Filetspitze eignet sich gut für Geschnetzeltes. Die größeren Filetteile aus Mittelstück und Filetkopf eignen sich sehr gut für die beliebten Schweinefilet Medaillons.

ganzes Schwein grillen

Flanksteak (Flank)

Der Cut Flank ist in Deutschland unter Dünnung oder Bauchlappen bekannt, in England als Hose. Der aus Spanien kommende Cut besteht aus dem oberen Bauchteil, der sogenannten Flanke. Die Besonderheit ist das intensive Aroma, obwohl es nur einen geringen Fettanteil aufweist.

Das Flanksteak lässt sich gut marinieren und wird bei 130 °C auf dem Grill zubereitet. Durch die Faserung war das Flanksteak in Deutschland früher nicht so sehr beliebt. Dies ändert sich jedoch langsam und es wird wegen des starken Aromas immer beliebter, wenn es um Schweinefleisch zum Grillen geht. Wir empfehlen eine Kerntemperatur von 55°C für Medium und 63°C für durchgegartes Flanksteak auf dem Grill.

Tenderloin

Wie schon oben erwähnt handelt es sich bei dem in den USA unter Tenderloin bekannten Schweinefleisch um das Filet. In Deutschland ist Schweinefilet auch als Lendenbraten oder Schweinelende bekannt. Es ist wie meistens bei Filet das Beste vom Schwein und auch zum Schweinefleisch grillen sehr beliebt. Natürlich ist es auch etwas teurerer als andere Cuts vom Schwein.

Damit Schweinefilet die Garstufe Medium (Rosa) erreicht, ist eine Kerntemperatur von 58°C notwendig. Wer es lieber durchgegrillt möchte sollte bis auf eine Kerntemperatur von 65°C grillen.

Schweinerücken

Cordon Bleu vom GrillÄhnlich beliebt wie das Filet vom Schwein ist der Schweinelachs. Er wird aus dem Rückenstück des Schweins gewonnen und gerne für unterschiedliche Steaks verwendet. In Deutschland sind dafür auch die Bezeichnungen Lummersteak oder Lummer gebräuchlich, wobei Lummersteak genau genommen vom Rind stammt. Der Schweinelachs wird in Spanien Lomo genannt. Je nach Schweinerasse kann das magere Fleisch von einem dünnen Fettdeckel umschlossen sein, was für ein stärkeres Aroma sorgt.

Bei ca. 150°C empfehlen wir den Schweinelachs bei indirekter Hitze zu garen. Bei einer Kerntemperatur von 66°C für Durchgerillt das Fleischstück kurz von beiden Seiten scharf grillen, ca. 3 Minuten.

Secreto

Geheimes Filet und Kotelett-Deckel sind die deutschen Bezeichnungen für das Secreto. Es handelt sich dabei um den fächerförmigen Muskel, welcher zwischen Rückenspeck und Rücken liegt. Diese Fleischstück hat eine starke Marmorierung, weswegen es auf dem Grill auch bei längerem Garen schön saftig bleibt. Die Fettschicht verdeckt den Muskelbereich, sodass es nur sichtbar wird wenn der Schnitt längs erfolgt. Wird quer geschnitten ist das Muskelfleisch gar nicht zu sehen, weswegen es die Bezeichnung geheimes Filet bekam.

Als ideale Kerntemperatur empfehlen wir für das geheime Filet 54 bis 56°C. Die fächerförmigen Fasern solltest Du am besten quer mit dem Messer durchschneiden, da sonst das Kauen etwas mühselig werden könnte.

Schweinenacken

Da ein Schweinenackensteak aus dem Hals bzw. Kamm des Schweines geschnitten wird, ist in Deutschland auch die Bezeichnung Schweinekamm gebräuchlich. Obwohl stark marmoriert, ist es dennoch zart und mager. Es eignet sich gut für Spießbraten und Schweinebraten, für Besitzer eines Smokers auch für Pulled Pork. Das Schweinenackenfleisch zeichnet sich durch einen hohen Anteil von intramuskulärem Fett aus, was ihm einen besonderen Geschmack verleiht. Beim Schweinefleisch grillen werden gerne Steaks aus dem Schweinenacken genommen, da sie sehr zart und saftig bleiben.

Bei einer Kerntemperatur von 74°C ist es durchgegrillt, was bei indirekter Hitze (150°C) ca. 10 Minuten dauert. Danach empfehlen wir noch ein scharfes Grillen in direkter Hitze (ca. 3 Minuten) von beiden Seiten. Im Smoker dauert das Pulled Pork zwischen 10 und 16 Stunden bei einer Temperatur zwischen 90 bis 110°C.

Kotelett

Sehr beliebt in Deutschland ist das allseits bekannte Kotelett. Bei diesem Cut bleibt der Knochen am Fleisch, wodurch das Aroma sich verbessert. Bei dem Kotelett wird vor dem Grillen die Schwarte von dem Fettrand entfernt. Der Fettrand ist wichtig für den Geschmack und sollte möglichst ganz erhalten bleiben.

Auf dem Grill wird das Kotelett bei hoher Hitze (250°C) von beiden Seiten ca. 3 Minuten angegrillt. Danach wandert es in den Bereich der indirekten Hitze und wird bis zu einer Kerntemperatur von 60°C nachgegart.

Schweinefleisch grillen: Spare RibsSpare Ribs

Die sehr beliebten Spare Ribs werden in Deutschland auch Schälrippchen genannt und einem Knorpelteil (Rib Tip). Sie befinden sich im Bauch des Schweins und haben einen großen Fettanteil. Abhängig vom Schnitt der Rippchen, gibt es verschiedene Bezeichnungen: Kotelettrippchen, Loin Backs und Baby Back Ribs.

Sie werden langsam bei indirekter Hitze gegart. Ab 65°C Kerntemperatur sind die Spare Ribs Medium. Ab 85°C Kerntemperatur sind sie durchgegrillt.

Pluma

Bei dem Pluma Cut handelt es sich um ein Fleischstück vom vorderen Rücken des Schweins. In Spanien unter den Gourmets sehr beliebt, ist dieser flache Muskel mit einer sehr starken Marmorierung bei uns noch eher unbekannt. In Deutschland ist auch der Name Rückendeckel dafür bekannt.

Dieser Cut wird zuerst scharf angegrillt und danach bei 100 bis 130°C indirekt nachgegart.

Die unterschiedlichen Schweinerassen und ihre wesentlichen Cuts

Bei den Schweinen gibt es unterschiedliche Rassen, welche wir Dir hier erst einmal in einem kleinen Überblick vorstellen möchten. Sie eigenen sich alle hervorragend zum Grillen. Für den Holzkohlegrill ebenso gut, wie für den mit allen technischen Raffinessen ausgestatteten Gasgrill. Für Smoker, Elektrogrill und alle anderen Arten ist das Schwein immer gern gesehenes Grillgut. Wir haben uns auf die Rassen festgelegt, die auch erhältlich für dich sind. Sie unterscheiden sich nach Ursprungsland, Aufzucht, Nahrung und Geschmack. Dank ihren verschiedenen Cuts, kann Schweinefleisch zu einem echten Erlebnis auf dem Grill werden. Selbstverständlich nehmen wir uns den Rassen, den Cuts und ihrer perfekten Zubereitung auf dem Grill in weiteren Beiträgen noch detaillierteran.

Du findest nachfolgend die wichtigsten Schweinerassen vor. Wir haben sie auch bei Bedarf nach ihren Herkunftsländern einzeln beschrieben. Die aufgeführten Cuts sind eine Auswahl, natürlich sind alle perfekt für den Grill geeignet. Lass Dich von den Rassen und ihren Cuts auch zum Experimentieren animieren. Wir persönlich lieben es Unbekanntes für den Grill kennen zu lernen.

Duroc

Wer es sich beim Grillen einmal so richtig gut gehen lassen möchte, sollte unbedingt einmal die Duroc Schweinerasse kosten. Spanische Züchter und Züchter aus der Region Niederrhein züchten verantwortungsvoll diese sehr gesunde und schmackhafte Rasse. Ihr Fleisch ist sehr eisenhaltig und es präsentiert sich von einer sehr zarten und saftigen Seite auf dem Grillrost. Probiere einfach, aus welchem Züchter und Land Du hier bei dem Duroc Fleisch den Vorzug geben möchtest. Für uns sind beide immer wieder ein echter Genuss.

Duroc Schwein Spanisch

Dieses Fleisch punktet definitiv durch Geschmack und Zartheit. Eine sehr feine Marmorierung entsteht durch einen anteilmäßig viel intramuskuläres Fett. Längst wird dieses Fleisch nicht nur von dem Grill Gourmet auf den Grillrost gelegt. Diese Rasse hat sich mittlerweile einen sehr hohen Bekanntheitsgrad durch die Qualität bekommen.

Cuts vom spanischen Duroc
  • Rückensteak
  • Spare Ribs
  • Nackensteak
  • Flankensteak
  • Tomahawk Steak

Duroc Fleisch Niederrheinisch

Niederrheinische Schweinezüchter haben sich mit Leidenschaft dieser Schweinerasse angenommen. Die Tiere werden mit regionalem Futter ernährt. Ein extrem schnelles Wachstum ist nicht gewünscht, die Tiere sollen sich naturgerecht entwickeln können. Das Fleisch dieser Duroc Schweine ist sehr zart marmoriert und eignet sich hervorragend um gegrillt zu werden. Dieses Grillgut ist sehr aromatisch durch das intramuskuläre Fett.

Niederrheinische Duroc Cuts
  • Flanksteak
  • Kotelett
  • Rippchen

Mangalitza / Wollschwein

Wollschwein GrillwurstWirkliche glückliche Schweine sind die Schweine von den Mangalitza Farmen in Ungarn. Typisches Merkmal ist der Fettgehalt, denn dieser macht diese Schweinerasse zu den fettigsten. Die Tiere leben im Freien und können sich auf Wiesen, Felder und Wälder frei bewegen. Das Fleisch ist sehr zart und wirklich lecker zum Grillen, was durch den Fettanteil kommt. Bekannt ist diese Rasse auch unter der Bezeichnung Wollschweine.

Das Fleisch vom Wollschwein eignet sich hervorragend zum Grillen. Es ist die einzige Schweinerasse bei der man das Fleisch Medium grillen kann. Da die Mangalitza Schweine sich bei Stress nicht mehr vermehren, kann man immer davon ausgehen, dass es ihnen bis zur Schlachtung gut ging – auch ein gutes Gefühl.

Wir lieben die Grillwurst vom Wollschwein. Diese kann man bei indirekter Hitze langsam zubereiten oder einfach sehr gut auf dem Oberhitzegrill bei höherer Hitze ca. in mittlerer Höhe des Grills. Die Grillwurst vom Wollschwein ist sehr saftig und hat durch den höheren Fettgehalt einen sehr guten Geschmack.

Häufige Wollschwein Cuts
  • Kotelett
  • Rückensteak
  • Schweinebauch
  • Rippchen

Deutsches Landschwein

Am häufigsten wird bei uns das Deutsche Landschwein zum Grillen genutzt. Es ist online wie aber auch bei jedem Metzger in sehr guter Qualität vorzufinden. Wer wissen möchte woher das Tier kommt, kann sich Fleisch auch direkt vom Erzeuger holen. Frisch geschlachtet, ohne Zufütterung von Antibiotika oder sonstigen schädlichen Substanzen, ist dieses Schwein für jeden Grill geeignet. Seine Cuts sind vielfältig und ermöglichen fast alle Köstlichkeiten frisch vom Grill.

Die beliebtesten Cuts

  • Nackensteak
  • Bauch
  • Kotelett
  • Rückensteaks
  • Spare Ribs

Iberico Schwein

Unter der warmen Sonne der iberischen Halbinsel können Iberico Schweine ihr Leben wirklich gut genießen. Diese Schweine leben fast wild und ernähren sich in den vielen Eichelhainen. Daher auch ihr unverkennbarer nussiger Geschmack. Die Fettmarmorierung ist zart, ebenso wie das Fleisch nach dem richtigen Grillen. Unbedingt einmal probieren!

Perfekte Cuts vom Iberico Schwein

  • Lachssteak
  • Karreesteak
  • Nackensteak
  • Spare Ribs

Porco Italia

Bei dem Porco Italia darf das Schwein nicht jünger als ein dreiviertel Jahr sein und sollte ca. 160 kg wiegen. Diese Kreuzung aus drei verschiedenen Rassen, schafft eine sehr gesunde Schweinerasse. Zum Grillen ist das Porco Italia sehr empfehlenswert. Kennst Du es noch nicht, empfehlen wir Dir es einfach einmal auszuprobieren.

Cuts vom Porco Italia

  • Rückensteak
  • Nackensteak

Schweinefleisch grillen auf einem FestLivar Schwein

In der holländischen Provinz Limburg wird das Livar Schwein gezüchtet. Die genetischen Eigenschaften verschiedener Rassen machen dieses Fleisch sehr saftig, zart und stark marmoriert. Für den sehr aromatischen Geschmack trägt der intramuskuläre Fettgehalt auch bei. Übrigens ist dieses Fleisch dunkler als die meisten anderen Rassen. Für den Grill eine gute Entscheidung.

Perfekte Livar Cuts

  • Entrecote
  • Kotelett
  • Nackensteak

Duke of Berkshire Schwein

Hier handelt es sich um eine sehr alte englische Schweinerasse. Die Tiere leben in Gruppen und erhalten eine exzellente Pflege. Sie erhalten viel Auslauf und dürfen artgerecht aufwachsen. Die Aufzucht findet langsam statt. Ihr Fleisch ist von einem milden Aroma. Das Fleisch verfügt über sehr zarte und feine Fett- und Muskelfasern. Der Gourmet am Grill wird mit Sicherheit diese Rasse in den verschiedenen Cuts ausprobieren wollen.

Aromatische englische Cuts vom Duke of Berkshire

  • Bauchspeck
  • Hüftsteak
  • Spare Ribs
  • Nackensteak
  • Karreesteak
  • Rückensteak
  • Filet Medaillon

Das Thema Schweinefleisch grillen bleibt spannend. Wir werden Dir natürlich noch viele Tipps, Rezepte und Informationen von Schweinefleisch zur Verfügung stellen!