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Limousin Lamm zum Grillen: Die große Übersicht

Durch den steigenden Wohlstand der Gesellschaft verändert sich auch das Konsumverhalten. Standen früher die ertragreicheren Hammel im Fokus der Züchtungen, geht der Trend weg von Quantität zur Qualität. Deswegen wird Lammfleisch immer beliebter, da es besonders zart und saftig ist. Das Fleisch von Lämmern kann sich durchaus je nach Rasse und Herkunft voneinander unterscheiden. Um gewollte positive Eigenschaften in Schafsrassen einzuzüchten, werden häufig verschiedene Rassen eingekreuzt. Aber auch die Art der Haltung, zum Beispiel Weidehaltung, haben Einfluss auf Geschmack und Konsistenz des Fleisches. Dazu spielt dann auch die Ernährung der Lämmer eine große Rolle.

Lammfleisch führt in Deutschland leider noch ein Schattendasein, obwohl es viele Vorzüge zu bieten hat. Meistens wird es nur saisonal zur Osterzeit genutzt, obwohl es ganzjährig verfügbar ist. Spitzenköche dagegen wissen um die Vorzüge von Lammfleisch und nutzen es für ihre delikaten Menüs. Lammfleisch eignet sich nicht nur zum Kochen, Braten oder als Ragout sondern macht auch auf dem Grill einen positiven Eindruck. Deswegen schauen wir uns auch einige Schafrassen genauer an, wie zum Beispiel das Limousin Lamm zum Grillen. Dieses ursprüngliche Bergschaf wächst in Zentralfrankreich auf. Dort lebt es auf den weitläufigen Heide- und Grünlandschaften der Region Limousin und ernährt sich von den dort vertretenen Kräutern und Wildgräsern. Bei Bedarf werden noch Futterpflanzen oder Getreide zugefüttert. Auf Antibiotika, Wachstumshormone oder Futter mit tierischen Bestandteilen wird dabei gänzlich verzichtet.

Das Limousin Lamm zum Grillen ist nicht älter als 10 Monate. Auf dem Grill präsentiert sich das Lammfleisch mit einem milden und würzigen Geschmack. Es ist sehr mager, weswegen ein Übergaren auf dem Grill zu vermeiden ist. Dennoch zeichnet sich das Limousin Lamm zum Grillen durch seine Saftigkeit aus. Das Limousin Lamm ist mit dem Ursprungshinweis IGP (Indication géographique protégée) seit dem Jahre 2000 als „Agneau du Limousin“ geschützt.

 

Was sind die besten Cuts des Limousin Lamm zum Grillen?

Wie bei vielen anderen Schlachttieren bietet auch das Limousin Lamm zum Grillen einige besonders schmackhafte Cuts an. Lammrücken, Lammfilet, Lammkarree oder Lammrücken sind nur einige davon. Wir bevorzugen Lammfilet, Lammlachs oder auch die saftigen Lammkoteletts. Das Fleisch bleibt beim Grillen schön zart und saftig. Dabei überzeugt es mit einem milden, aber feinem würzigem Aroma. Da Lammfleisch generell eher mager ist, muss bei den hohen Grilltemperaturen etwas aufgepasst werden. Besonders Lammfilet oder Lammlachs sind sehr empfindlich. Werden sie zu lange auf dem Grill gelassen, besteht die Gefahr des Austrocknens. Dabei wird das Fleisch dann zäh.

Mit einem Grillthermometer für die Kerntemperatur kann das jedoch kaum passieren, wenn auf die Temperatur geachtet wird. Die meisten Lamm Cuts werden kurz scharf gegrillt, damit sich eine knusprige Kruste bildet. Danach werden sie durch indirektes Grillen nachgegart, um auch von innen gar zu werden. Dabei ist ein verschließbarer Deckel für den Grill sehr hilfreich. Wer sich für das Limousin Lamm zum Grillen entscheidet, bekommt nicht nur ein sehr schmackhaftes Fleisch auf den Grill. Lammfleisch ist zudem auch gesund.

Lammcarree am Grill

Medaillons Cut vom Limousin Lamm Filet

Das Filet vom Lamm wird aus dem Lendenkotelett geschnitten. Wie bei den meisten Schlachttieren wird dieser Muskelbereich kaum beansprucht, wodurch er besonders zart und mager ist. Aus dem Filet lassen sich dann ca. 1 bis 2,5 cm dicke Medaillons schneiden, welche hervorragend zum Kurzbraten oder Grillen geeignet sind. Filets sind durch ihr mageres Fleisch schnell übergart, was bei dem mageren Lammfleisch noch schneller passiert. Deswegen ist die Kerntemperatur sehr wichtig. Da das Filet nur einen kleinen Teil der verfügbaren Fleischschnitte aus dem Lamm ausmacht, ist es entsprechend teurer.

Preis je Kilo ca. 100 €

 

Rezepte und Zubereitung

Zutaten

  • Medaillons vom Lammfilet
  • Vorgeheizter Grill
  • Pinsel
  • Hitzebeständiges Öl

Zubereitung

  • Das Lammfilet ca. 1 Stunde vor dem Grillen an der Umgebungsluft aufwärmen lassen. Hierbei können schon die ca. 1 bis 2,5 cm dicken Medaillons geschnitten werden. Dadurch erwärmen sie sich schneller an der Luft.
  • Den Grill vorheizen und reinigen.
  • Den Grillrost mit Öl einpinseln.
  • Die Lamm Medaillons mit direkter Hitze 2 bis 3 Minuten von beiden Seiten grillen. Sind die Scheiben dicker müssen sie noch indirekt bis zu einer Kerntemperatur von 62 bis 65°C nachgegart werden. Nicht übergaren!
  • Wenn die Kerntemperatur erreicht ist dürfen die Medaillons noch 3 bis 4 Minuten ruhen. Dann kehrt der Saft wieder zurück an die äußeren Fleischstellen. 

Beilagen Grilltipp zum Limousin Lammfilet

Zu dem Medaillon Cut vom Limousin Lamm Filet reichen wir gerne heiße Butterbohnen. Ebenfalls gut schmecken feine Gurkenscheiben mit einem Joghurt-Dressing dazu. Für das Dressing nehmen wir Joghurt, Dill, Feta-Würfel, Chilipulver, Salz, Pfeffer, gerösteter Knoblauch, Essig und Olivenöl. Dazu eigenen sich Kartoffelspalten mit Rosmarin vom Grill hervorragend. Du kannst aber auch Baguette dazu nehmen. Schneide es in Scheiben, reibe sie von beiden Seiten mit einer Knoblauchzehe ein. Etwas Butter noch darauf streichen und kurz auf dem Rost grillen. Lecker sind auch Grilltomaten dazu. Probiere doch auch einmal die typische Minzsoße zu dem Lamm Cut aus. Das Rezept findest Du hier natürlich auch gleich vor.

 

Kotelett Cut vom Limousin Lamm

Perfekt vom Limousin Lamm zum Grillen sind die Koteletts. Die Lammkoteletts sind in zwei Variationen erhältlich. Als Stielkoteletts mit den Rippenenden aus dem vorderen Teil des Rückens oder als Lendenkoteletts und dem anhaftendem Filet. Diese stammen aus dem hinteren Teil des Lamms. Beide Koteletts sind sehr saftig und bleiben beim Grillen zart.

Rezepte und Zubereitung von Lammkotelett

Zutaten

  • Lammkoteletts vom Limousin Lamm
  • Vorgeheizter Grill
  • Hitzebeständiges Öl
  • Pinsel

Zubereitung

  • Die Lammkoteletts früh genug (ca. 1 Stunde) vor dem Grillen aus dem Kühlschrank holen, da sie sich noch aufwärmen müssen.
  • Den Grill richtig vorheizen und den Grillrost reinigen.
  • Das Lammkotelett etwas trocken tupfen, bevor es auf den Grill kommt.
  • Bei hoher Temperatur (ca. 250°C) das Lammkotelett mit direkter Hitze von jeder Seite 2 bis 3 Minuten scharf grillen.
  • Danach mit indirekter Hitze (ca. 120°C) nachgaren. Dabei den Deckel schließen.
  • Nach 5 bis 8 Minuten sollte die Kerntemperatur 55°C betragen. Das Fleisch ist dann leicht rosa und gar. Da Lammkoteletts sehr mager sind nicht übergaren.
  • Vor dem Servieren das Lammkotelett noch 3 bis 4 Minuten ruhen lassen. So wird es saftiger.
Beilagen Tipp zum Lammkotelett

Zu Kotelett Cuts darf es auch beim Lamm rustikaler sein. Wir machen dazu Folienkartoffeln mit einer kräftigen Knoblauch-Sauce. Für die Sauce nehmen wir einen Becher fettreduzierten Joghurt, einen Becher Creme fraiche, 6 gehackte und geröstete Knoblauchzehen, fein gehackte Petersilie, eine kleine Zwiebel gehackt, Salz und Pfeffer. Gut schmeckt auch ein Krautsalat dazu. Du kannst ihn aus Weiß- oder Rotkraut mit viel gebratenen Speckwürfeln zubereiten.

Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gehackte Petersilie sind unsere Zutaten für das Dressing. Krautsalat sollte einige Stunden im Dressing ruhen können. So wird das Kraut weicher und besser verdaulich. Etwas Kümmelpulver darf bei uns im Dressing ebenfalls nie fehlen. Knoblauch und Zwiebeln sind bei diesem Dressing jedoch nicht auf der Zutatenliste.

Lammkeule am Grillsspieß

Saucen Tipp – Griechische Minzsauce zum Limousin Lamm

In England gehört die Minzsauce zum Lamm. Ebenso im Mittelmeerraum und den persischen Regionen. Wir haben Dir eine sehr einfache Variante ausgesucht. Einfach mal ausprobieren.

Zutaten

  • 500 g Griechischer Joghurt
  • 7 EL Olivenöl
  • halber bis ganzer Bund frische Minze
  • 1 EL frischer Zitronensaft (unbehandelte Zitrone)
  • Meersalz

Zubereitung

  1. Fülle in eine Schale Joghurt, Öl und Meersalz. Mit einem Schneebesen cremig rühren.
  2. Nun die Minzblätter sehr fein mit einem Messer zerkleinern. Nimm ein scharfes Messer und mache beim Zerkleinern wiegende Bewegungen. Die Minze ebenfalls in die Schüssel.
  3. Schneide die Zitrone auseinander und presse einen EL Saft aus. Dieser kommt zu den anderen Zutaten. Kräftig verrühren.
  4. Stelle die Minz-Sauce nun in den Kühlschrank bis sie zum Einsatz kommen darf. Dekoriere die Sauce mit einzelnen Minzblättern.

Probiere als weitere Zutat doch einmal einen zusätzlichen Esslöffel Zucker aus!

 

Welche Marinaden für das Limousin Lamm können wir empfehlen?

Sehr beliebt ist es Lammfleisch vor dem Grillen zu marinieren. Das gilt auch für die Cuts vom Limousin Lamm. So haben wir für Dich auch zwei sehr schmackhafte Marinaden ausgesucht. Selbst sind wir nicht die größten Fans von Marinaden. Grund ist, dass wir den ursprünglichen Fleischgeschmack lieben und nicht überdecken möchten. Das heißt jedoch nicht, bei uns käme nie mariniertes Limousin Lamm auf den Grill – nur nicht so oft! Wir bevorzugen lediglich den Lamm Cut nachdem er vom Grillrost kommt zu salzen und zu pfeffern.

Welche Marinaden uns trotzdem hin und wieder zu den Limousin Cuts schmecken siehst Du gleich. Sie sind einfach zuzubereiten und nicht zu intensiv im Geschmack. Auf diese Weise schmeckst Du die Marinaden Zutaten, jedoch überlagern sie den Geschmack vom Lammfleisch nicht. Es handelt sich hier um flüssige Marinaden. Basis-Zutaten einer Grillmarinade sind meistens Öl, Gewürze und Kräuter. Verwende sie bezüglich der Menge eher sparsam, sonst sind sie zu dominant für die Limousin Lamm Cuts. Die flüssige Marinade musst Du lediglich mit einem Pinsel auf das Lammfleisch auftragen.

Oftmals werden jedoch auch große Teilstücke vom Lamm gegrillt. Zum Beispiel die Lammkeule. Willst Du hier den Geschmack der Marinade im Fleischinneren, musst Du eine Marinierspritze zu Hilfe nehmen. Aber Vorsicht! Die Kanüle verstopft hier leicht, wenn die Zutaten zu grob sind. Wir empfehlen hier die getrockneten Kräuter gründlich in einem Mörser zu zermahlen. Bei großen Teilstücken nehmen wir auch gerne die trockenen Rubs für die Teilstücke von außen. Fertig mariniertes Grillfleisch lehnen wir ab. Diesem ist nicht mehr anzusehen wie frisch es eigentlich ist. Dazu kommt auch noch, dass diese Marinaden dem Lammfleisch den gewünschten Eigengeschmack entziehen. Die Zutaten in unseren Marinaden-Rezepte lassen sich auch abwandeln, falls Dir davon etwas nicht schmeckt. Viel Vergnügen beim Ausprobieren einer eigenen Zutatenliste.

 

Lammschulter vom GrillRezept und Zubereitung der Rotwein-Grillmarinade

Zutaten

  • 9 EL hitzebeständiges Olivenöl
  • 75 ml kräftiger Rotwein
  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 1 EL frisch geschnittenen Rosmarin
  • 3 Knoblauchzehen gehackt
  • 4 EL Essig
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Stelle Dir eine Schüssel bereit. In sie kommen zuerst Öl, Wein, Essig, Salz und Pfeffer. Verrühre alles miteinander.
  2. Schäle die Zwiebeln und schneide sie in kleine Würfel. Diese kommen danach in die Schüssel.
  3. Danach die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Sie kommen ebenfalls zu den Zutaten.
  4. Die Nadeln des Rosmarins mit einer Kräuterschere sehr fein schneiden und der Marinade hinzugeben.
  5. Alles kräftig miteinander verrühren.
  6. Trage nun die Marinade kräftig mit einem Pinsel auf. Lege danach die Cuts in eine Schale. Bleibt Marinade übrig, einfach den Rest am Schluss über das gesamte Lammfleisch gießen. Abdecken und ab in den Kühlschrank!
  7. Nach 6-24 Stunden vor dem Grillen das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Es sollte 1-2 Stunden Zeit bekommen sich der Raumtemperatur anzupassen. Eiskaltes Fleisch nie auf den Grill legen!
  8. Bevor das Limousin Lamm auf den Grill darf unbedingt herabtropfende Marinade entfernen. Sonst droht ein Brand auf dem Grill!

 

Rezept und Zubereitung der Balsamico-Grillmarinade

Zutaten

  • 8 EL hitzebeständiges Olivenöl
  • 6 EL Balsamico-Essig
  • 1 TL frisch gehacktes Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Honig
  • Prise Chilipulver
  • Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Du gibst zuerst Öl, Essig, Chilipulver Salz und Pfeffer in eine Schüssel. Gut umrühren und vermengen.
  2. Danach erwärmst Du den Honig bis er weich ist und rührst ihn ebenfalls ein.
  3. Schäle nun den Knoblauch und hacke ihn klein. Auch hinzugeben.
  4. Mit einer Kräuterschere schneidest Du nun die Rosmarinnadeln fein und gibst sie in die Schüssel.
  5. Nun alles verrühren und die Limousin Lamm Cuts damit einstreichen.
  6. Nach ca. 6 Stunden wird das marinierte Fleisch aus dem Kühlschrank genommen. Es benötigt nun Zeit an Temperatur zuzulegen, denn direkt aus dem Kühlschrank darf Fleisch nicht auf den Grillrost.
  7. Zu viel Marinade muss vor dem Grillen entfernt werden.

 

Limousin Lamm kaufen: immer qualitativ hochwertig bestellen!

Der erste Weg zu einem leckeren Lamm Cut für den Grill ist der Einkauf. Die Limousin Lamm Cuts findest Du im Normalfall nicht so leicht wie die von einem deutschen Lamm. Natürlich hatten wir als wir mit diesen Cuts anfingen auch Probleme überhaupt an sie ran zu kommen.

Heute ist das dank der Fleisch-Online-Händler aber deutlich einfacher geworden. Wir bestellen ganz bequem und entspannt von der Couch aus unsere gewünschten Cuts und Teilstücke. Bequemer geht es wirklich nicht mehr! Es ist natürlich klar, dass wir zu Beginn nicht nur sehr positive Erfahrungen bei der Fleischbestellung erfahren haben. Doch im Laufe der Jahre wissen wir wo und wie sich das Limousin Lamm gut bestellen lässt. Kleine Pleiten, Pech und Pannen inbegriffen, aber von diesen erzählen wir in unserem Grillfleisch Ratgeber natürlich auch.

Uns liegt am Herzen Dich davon zu überzeugen nicht auf jeden Cent zu schauen. Es nützt nichts, für etwas weniger Geld eine schlechtere Qualität in Kauf zu nehmen. Schlechte Fleischqualität lässt sich nicht einmal mit den besten Marinaden, Grillbeilagen und Grilltechniken auffangen. Unsere Grillfleisch Vergleiche und Lammfleisch Tests helfen Dir bei der Suche nach den Limousin Lamm Cuts weiter. Beim Grillen wünschen wir Dir natürlich viel Spaß und neue Geschmackserlebnisse.