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Auswahl, Nutzung und Vergleich der besten Keramikgrills

Die Frage „darf es etwas mehr sein“ kennen wir vom Metzger. Sie würde aber genauso auf einen Keramikgrill zutreffen. Optisch einem Kugelgrill sehr ähnlich, trennen sich nach dem Erscheinungsbild die meisten der Gemeinsamkeiten. Schon der bis zu fünffache Preis gegenüber einem gewöhnlichen Kugelgrill lässt erahnen, dass es sich um etwas Besonderes handeln muss. Wer bis zur Anlieferung keine Unterschiede kennt, wird sie spätestens dann kennenlernen. Ein Kugelgrill wiegt in der Regel nicht viel. Ein Keramikgrill jedoch ca. 60 kg bis 75 kg, wenn er klein ist. Große Modelle schaffen es auf über 150 kg. Hier sollte schon genau überlegt werden, wo sein Standplatz dann sein soll. Ein schneller Platzwechsel kann anstrengender als gedacht sein. Nun sind ein hohes Gewicht und der ebenfalls hohe Preis nicht zwingend als Vorteil zu bewerten. Was macht den Keramikgrill für Griller so interessant? Wir vom Grill-Kenner-Team wollten es genau wissen und haben einige unterschiedliche Modelle dieser Luxus-Grills verschiedenen Keramikgrill Tests und Keramikgrill Vergleichen unterzogen. Vorher wollen wir Dir aber erklären, wie ein Keramikgrill funktioniert und warum er ein Grillen auf höchstem Niveau ermöglicht.

 

Was ist ein Keramikgrill?

Das Material Keramik ist Grillern schon öfters begegnet. Grillplatten oder Pizzasteine aus Keramik liegen im Trend, wenn ein Grill in seinen Möglichkeiten erweitert werden soll. Keramik punktet stets gegenüber Metallen mit hoher Wärmespeicherfähigkeit und leichter Reinigungsmöglichkeit. Dies ist ein großer Vorteil, wenn Wärme über lange Zeit auf das Grillgut einwirken soll. Diese vorteilhaften Materialeigenschaften gleich für einen ganzen Grill zu nutzen, war wohl ursprünglich die Idee der Japaner. Sie hatten schon früh erkannt, wie gut sich ein Kochgerät aus Keramik zum Reiskochen verwenden lässt. Unter den Keramikgrills sind deswegen einige Modelle mit der Bezeichnung Kamado erhältlich, was aus dem japanischen übersetzt so viel wie „Kochherd oder Platz für den Kessel“ bedeutet. Natürlich hat ein Keramikgrill heute nicht mehr viel mit einem Reiskocher gemeinsam. Dennoch gelten die Vorzüge der Witterungsbeständigkeit, hohe Wärmespeicherung und leichte Reinigung für beide Koch- und Grillgeräte. Davon konnten wir uns in unserem Keramikgrill Test selbst überzeugen.

Der Aufbau eines Keramikgrills

In der Form sieht ein Keramikgrill aus wie ein Kugelgrill, weswegen er unter Grillern auch häufig als Keramik-Ei bezeichnet wird. Unten befindet sich im Keramikgrill ein Hohlraum für die bessere Luftverteilung. Darüber befinden sich der Feuerrost sowie die Bohrungen und Belüftungskanäle. Es gibt unter dem Feuerrost einen kleinen Ascheraum. Bei einigen Modellen befindet sich hier auch eine herausziehbare Schublade für die Asche, was die Entfernung der Asche sehr vereinfacht. An der Außenseite des Keramikgrills befinden sich verstellbare Luftschieber. Mit ihnen wird die Belüftung reguliert. Durch diese Luftregulierung lässt sich relativ genau einstellen, wie stark die Holzkohle verbrennt. Am oberen Teil des Keramikgrills gibt es je nach Modell noch einen bzw. mehrere Entlüftungsregler. Im Zusammenspiel mit der Belüftung kann so Abbrenndauer und auch Temperatur gesteuert werden. Die richtige Einstellung zu finden ist durch die vielen Möglichkeiten gar nicht so einfach, wie wir in unserem Tests von Keramikgrills und Keramikgrill Vergleich festgestellt haben. Hier helfen nur Ausprobieren und sich die Einstellungen zu merken, wenn die ideale Schieberstellung gefunden wurde. In einigen Betriebsanleitungen lassen sich auch grobe Grundeinstellungen finden, welche dann vom Griller je nach Bedarf verfeinert werden.

Deflektor

Viele Keramikgrills bieten die Möglichkeit direkt und indirekt zu grillen. Dazu besitzen sie einen oder mehrere Deflektorsteine, meistens ebenfalls aus Keramik. Befindet sich der Deflektorstein in dem Keramikgrill, schirmt er die hohe Hitze der Glut vom Grillrost ab. So kann indirekt und schonend gegart werden. Wird die hohe Hitze für direktes Grillen benötigt, wird der Deflektorstein einfach entfernt. Selbsterklärend sind dazu hitzebeständige Grillhandschuhe zu verwenden, wenn der Keramikgrill bereits in Betrieb ist. Wie gut sich die unterschiedlichen Keramikgrills von direktem Grillen auf indirektes Grillen umstellen lassen, erfährst Du auch in unseren Tests zu Keramikgrills.

Grillrost

Über den Deflektorsteinen befindet sich der Grillrost. Dieser kann als einteiliger Grillrost oder auch als mehrteiliger Grillrost ausgeführt sein. Genauso gibt es je nach Hersteller und Modell auch andere Varianten. Platten aus hitzebeständigem Speckstein, Platten aus Gusseisen oder Edelstahl-Lochplatten erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Es gibt sogar Modelle, bei denen die Grillgutauflage auf verschiedenen Ebenen angebracht wird. Dadurch bieten sich dem Griller unterschiedliche Temperaturzonen. So ist es zum Beispiel möglich Grillgut mit unterschiedlichen Garzeiten zeitgleich fertig zu grillen. Zudem wird natürlich auch die zur Verfügung stehende Grillfläche größer, wenn sie sich auf verschiedene Ebenen verteilt. Dazu empfehlen wir Dir auch unsere Kamado-Keramik-Grill Tests.

Räucherschiene

Bisher überzeugt der Keramikgrill bereits durch seine Vielseitigkeit, aber es geht noch weiter. Viele der Modelle der Keramikgrills besitzen zusätzlich noch eine Räucherschiene oder sie sind dazu erhältlich. Diese lässt sich seitlich herausziehen und mit Materialien zum Räuchern bestücken, zum Beispiel Räucherchips. Hineingeschoben ist es dann möglich, das Räuchergut unter dem Deflektorstein in die Glut zu geben. Das ist sehr praktisch, da dazu weder der Deflektorstein entfernt werden muss noch der Deckel zu öffnen ist. Die Hitze bleibt also im Keramikgrill erhalten und es ist nach Belieben nachzufüllen. Auch damit haben wir uns in den Tests zu den Keramikgrills befasst. Dabei ist es aber auch wichtig, dass der Grill so dicht wie ein Smoker gefertigt ist. Hier erlauben sich Kugelgrills häufig Patzer, wenn es um die Dichtheit geht. Unsauber gefertigte Schieber oder Undichtigkeiten am Deckelscharnier können bei Kugelgrills die Lust auf Smoken schmälern. Die hochwertigen Keramikgrills eignen sich dagegen sehr gut zum Smoken. Die Passgenauigkeit der Bauteile ist hervorragend und zusätzlich gibt es je nach Modell noch temperaturbeständige Filzdichtungen oder Fiberglasdichtungen. So bleibt auch das Deckelscharnier dicht.

Die Vorteile der Keramikgrills aus den Tests

Der offensichtlichste Vorteil des Keramikgrills ist das Material. Der Keramikgrill ist aus Keramik gefertigt und hat in der Regel mindestens 2 cm Wanddicke. Einmal aufgeheizt, hält er die Hitze viel länger als das dünnwandige Blech der meisten Kugelgrills. Die Temperatur im Keramikgrill zeigt sich dabei auch deutlich unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse. Sonne, Regen oder Kälte haben hier viel weniger Einfluss. Deswegen ist der Keramikgrill auch eine gute Wahl für das Wintergrillen. Trotz niedriger Außentemperaturen bleibt der Keramikgrill heißer als ein Kugelgrill und spart dadurch auch noch Holzkohle ein. Die Temperatur bleibt sehr konstant, was besonders für die Grillmethode „Slow and Low“ wichtig ist. Mit ca. 2 kg qualitativ guter Holzkohle kann ein Keramikgrill ungefähr 18 Stunden lang 110°C zuverlässig halten.

Die meisten Modelle sind außen wie innen mit einer Glasur überzogen. Dadurch ist die Reinigung sehr einfach und geht schnell von der Hand. Zum Reinigen aber bitte keine Grillbürsten benutzen, was auch nicht nötig ist. Die Oberfläche ist so glatt, dass sich keine hartnäckigen Verschmutzungen daran bilden.  Hier eine Grillbürste zu benutzen, könnte die glatte Schicht beschädigen und ab dann werden sich Grillreste oder Ruß festsetzen.

Nicht nur das Material Keramik ist für die hohe Effizienz der Keramikgrills verantwortlich. Alle Bauteile sind hochwertig und passgenau gefertigt. Dadurch ist ein Keramikgrill besonders dicht. So steht auch einem Smoken des Grillguts nichts im Wege, wobei einige Modelle sogar dazu eine Räucherschiene bieten. Ein Keramikgrill ist zugegeben nicht gerade billig. Dafür ist es aber eine Investition, welche für Langlebigkeit steht. Unsere Erfahrungen zur Qualität erfährst Du in jedem Test zu dem Keramikgrill.

 

Die Nachteile der Keramikgrills aus unseren Tests

Zwei Nachteile des Keramikgrills sind offensichtlich – er ist relativ teuer und dazu auch sehr schwer. Nicht jeder Griller ist bereit soviel Geld für einen Grill auszugeben. Zudem eignet er sich mehr für langandauernde Grillvergnügen, wo er seine Trümpfe ausspielen kann. Für indirektes Garen oder Räuchern über mehrere Stunden ist der Keramikgrill prädestiniert. Für kurzweilige Grillvergnügen eignet sich der Keramikgrill dagegen weniger. Grund dafür ist die Aufheizzeit. Das dickere Material Keramik gibt zwar viel länger seine Hitze ab, benötigt aber dementsprechend auch länger zum Aufheizen. Obwohl hochwertig gefertigt, kann es noch weitere Nachteile geben. Die meisten Kamado-Keramik-Grills offenbaren eine Schwachstelle. Die Feuerschale bzw. Feuerbox ist aus einem Stück gefertigt. Durch Wechseltemperaturspannungen kann es bei diesem Bauteil zu Beschädigungen wie Rissen oder im Extremfall sogar zu Bruch kommen. Inzwischen wurde jedoch bereits auf diese Schwachstelle reagiert und es gibt Feuerboxens aus mehreren Einzelteilen. Durch Dehnungsfugen unter den einzelnen Bauteilen kann dieser Gefahr nun wirkungsvoll begegnet werden. Dazu ist für Dich sicherlich auch unser Test zu den Keramikgrills interessant.

Das hohe Gewicht wurde von uns bereits mehrfach angesprochen, was den Keramikgrill eigentlich für Angler oder Camper disqualifiziert. Zwar sind auch leichtere Modelle mit „nur“ 25 kg Gewicht erhältlich, aber die machen sich weder im Rucksack gut noch möchte die jemand ständig im Auto ein- und ausladen. Wer dies vorhat wird mit einem weiteren Nachteil konfrontiert, welcher bei einem festen Standplatz kaum gegeben ist – ein Keramikgrill sollte nicht auf den Boden fallen! Ein Blechgrill würde das wahrscheinlich verzeihen oder trotz Dellen einsatzfähig bleiben. Ein Keramikgrill kann dann je nach Untergrund Risse bekommen oder sogar zerspringen. Wie gut sich ein Keramikgrill noch transportieren lässt, erfährst Du auch aus unseren Tests für Keramikgrills. In unseren Keramikgrill Vergleichen findest Du auch Hinweise, welche Modelle sich besser als andere transportieren lassen.

 

Modelle für Einsteiger und Profis

Um einen leichten Überblick für Dich zu schaffen, stellen wir Dir einige im Handel befindliche Modelle vor. Dabei haben wir an die Einsteiger genauso wie an die Fortgeschrittenen gedacht. Weitere nützliche Informationen bieten Dir zudem auch unsere Keramikgrill Tests sowie die Keramikgrille in Vergleichen.

Keramikgrills für Einsteiger

Die folgenden drei Modelle eignen sich aufgrund des attraktiven Preises für Keramikgrills sehr gut für Einsteiger. Die Preise der Modelle liegen zwischen ca. 170 € und 450 €. Natürlich sind sie auch in der Größe und der gebotenen Grillfläche nicht so großzügig wie teure Modelle konzipiert. Kleiner heißt aber in der Regel auch leichter, was sich je nach Vorhaben als Vorteil erweisen kann. Selbst auf seitliche Ablageflächen muss bei einem der günstigen Modelle nicht verzichtet werden.

 

Keramikgrills für Profis

Wer höhere Ansprüche an seinen Keramikgrill stellt muss bei den von uns empfohlenen Modellen etwas tiefer in die Tasche greifen. Hier geht es erst bei ca. 1.100 € richtig los und endet bei ca. 1.500 €. Dafür handelt es sich dann um deutlich größere Keramikgrills, welche auch besser ausgerüstet sind. Hierbei sollte auch das höhere Gewicht beachtet werden, was bis zu fast 100 kg reicht.

Für wen lohnt sich ein Keramikgrill aus unseren Tests?

Im Vergleich zu normalen Grills ist ein Keramikgrill keine günstige Anschaffung. Um auf die Schnelle ein paar Würstchen oder ein Steak zu grillen gibt es günstigere Alternativen. Da sich ein Keramikgrill sowieso an Griller wendet, welche sich auch mit anspruchsvollerem Grillgut befassen, sind sie eher für Fortgeschrittene als Anfänger gedacht. Was natürlich nicht heißen soll, ein Keramikgrill sei für Anfänger zu kompliziert. Es ist ja das Gegenteil der Fall. Ein Keramikgrill vereinfacht das Grillen für Grillgut mit langen Garzeiten. Er hält zuverlässig die Temperatur, wo Anfänger bei anderen Grillarten schon mal „ins Stolpern“ geraten. Ideal halten wir einen Keramikgrill für Profis oder Einsteiger, welche auch gerne anstelle von Grillwürstchen Rippchen, Pulled Pork oder auch einfach ein Hühnchen grillen wollen. Natürlich können auch ganz einfache Gerichte mit dem Keramikgrill gegrillt werden. Ein weiterer Vorteil ist die gute Verwendungsmöglichkeit bei kalten Temperaturen im Winter. Obwohl ein Keramikgrill schnell über 1.000 € kosten kann, gibt es aus der oberen Liste auch günstige Keramikgrills, womit Anfänger gut die Vorteile eines Keramikgrills nutzen können. Auch in unseren Keramikgrills mit Tests sind einige Modelle dabei, welche Einsteiger und Profis ansprechen dürften.

 

 

Was gibt es beim Kauf des Keramikgrills zu beachten?

Von der Qualität und Effizienz sind Keramikgrills herkömmlichen Kugelgrills überlegen. Dennoch kann es je nach Preissegment und Hersteller große Unterschiede zwischen den einzelnen Keramikgrills geben. Vor allem die Größe des Keramikgrills und der damit gebotenen Grillfläche können für große Preisunterschiede sorgen. Im Vorfeld sollte also schon geklärt sein, für welche Personenanzahl und welche Art von Grillgut der Keramikgrill später dienen soll. Wer gleichzeitig verschiedene Arten von Grillgut garen will, ist zum Beispiel mit einem Keramikgrill gut bedient, welcher die Grillfläche auf verschiedenen Ebenen verteilt. Dies ermöglicht nicht nur verschiedenen Temperaturzonen sondern erweitert natürlich auch die zur Verfügung stehende Fläche. Hier können Dir die Vergleich unser Keramikgrills und die Keramikgrills in Tests hilfreich sein.

Aufstellungsort berücksichtigen

Da Keramikgrills schnell ein Gewicht von 50 kg überschreiten können, muss auch der Aufstellungsort gut geplant sein. Mit zunehmender Größe steigt das Gewicht rasant wegen der Keramik an. Die schweren Modelle bekommen in der Regel einen festen Platz auf der Terrasse und verbleiben dann dort. Grundsätzlich kann ein Keramikgrill auch irgendwo im Garten stehen, da Keramik und Edelstahl witterungsbeständig sind. Empfehlen können wir das trotzdem nicht. Je nach Modell sind auch nicht witterungsbeständige Materialien verbaut, zum Beispiel Holzgriffe. Zudem kann im Winter Wasser in den Grill eindringen, welches dann friert und zu Beschädigungen führen kann. Auch Vögel machen sich erfahrungsgemäß einen Spaß daraus, „gezielt“ frisch gewaschene Autos oder die wenigen Dinge im Garten zu mit Kot genau zu treffen.

Material

Nicht schwer zu erraten – das Material des Keramikgrills ist überwiegend Keramik. Ideal ist es, wenn es eine Wandstärke von mindestens 20 mm aufweist. Dünnere Materialstärken haben eine schlechtere Wärmespeicherfähigkeit, was ja eigentlich der größte Trumpf der Keramikgrills ist. Die Keramikflächen sollten innen wie außen glasiert sein. So kann kaum etwas festbrennen und der Keramikgrill ist leicht zu reinigen. Manchmal bilden sich jedoch bei der Produktion kleine Luftblasen in der Glasur, welche dann platzen. Das führt dazu, dass kleine Flecken ohne Glasur entstehen. Außen wäre es sichtbar, was bei dem edlen Erscheinungsbild eines Keramikgrills schade ist. Innen sieht es zwar keiner, aber der schmutzabweisende Effekt wäre an diesen Stellen natürlich nicht gegeben. Hier kann sich dann Schmutz sehr hartnäckig verankern.

Verwendete Metalle sollten in Edelstahl ausgeführt sein, damit sie nicht rosten und witterungsbeständig sind. Der Grillrost ist bei einigen Modellen einteilig, bei anderen aus mehreren Segmenten aufgebaut. Ein geteilter Grillrost ist leichter und bietet mehr Möglichkeiten. Vorsicht bei Gusseisen. Obwohl gerne fürs Grillen Gusseisen verwendet wird, neigt Gusseisen mit Feuchtigkeit zu reagieren. Rostspuren auf der Keramik-Glasur wären die Folge, welche nicht immer leicht zu entfernen sind. Bezüglich der Materialien, haben wir in den vielen Tests der Keramikgrills auch Informationen gesammelt.

Asche und Räuchergut

Ein Keramikgrill ist zwar dickwandig, kann aber trotzdem außen sehr heiß werden. Das auch noch lange nach dem Heizen. Muss während der Benutzung Asche entfernt oder Räuchergut nachgelegt werden, sind spezielle Schubladen oder Räucherschienen von Vorteil. Dadurch verringert sich nicht nur die Gefahr am heißen Grill zu verbrennen, sondern auch der Deckel muss nicht geöffnet werden. So bleibt die Garraumtemperatur weitgehend erhalten. Genauso praktisch sind die Räucherschienen. Sie ermöglichen ebenfalls den Keramikgrill mit Räuchergut zu bestücken, ohne den Deckel dabei zu öffnen. Räucherschienen liegen leider nicht immer bei jedem Modell im Lieferumfang bei. Sie müssen dann gegebenenfalls zusätzlich gekauft werden. Dabei natürlich das Preis-/Leistungsverhältnis des kompletten Keramikgrills im Auge behalten.

Der Deckel

Um seine Vorteile auszuspielen muss ein Keramikgrill dicht sein. Besonders der Deckel kann dabei eine Schwachstelle darstellen. Gute Keramikgrills zeichnen sich durch einen dicht schließenden Deckel aus. Sauber gefertigte Scharniere und bei einigen Herstellern zusätzliche Filzdichtungen sorgen für einen dichten Abschluss. Der Deckel sollte zudem über ein genaues Thermometer verfügen und einen hitzeisolierten Griff besitzen. Im Deckel sitzt auch ein Lüftungsventil, um die Luftzufuhr und damit auch die Temperatur zu regeln. Die Ventile sind je nach Modell unterschiedlich ausgeführt. Sie müssen leichtgängig sein und bei der geschlossenen Stellung natürlich auch absolut dicht sein.

Tipp: Zum Räuchern oder der Garmethode Low and Slow wird die Luftzufuhr für die Holzkohle gedrosselt, so dass sie langsam vor sich hin glimmt. Wenn der Deckel ruckartig geöffnet wird, erhält die Kohle mehr Luft und es kann zu einer Stichflamme kommen. Deswegen immer den Deckel langsam und vorsichtig öffnen, damit sich die Gase nicht plötzlich entzünden.

Räder und Rollen

Wegen des hohen Gewichtes der meisten Keramikgrills haben einige Hersteller ihre Grills mit Rollen versehen. Diese sollten leichtgängig sein und sich bei Bedarf feststellen lassen. So kann er nicht unbeabsichtigt verschoben werden. Größere Räder eignen sich besser um kleine Hindernisse zu überfahren. Kleinere Räder haben eine höhere Tragfähigkeit. Auf ebenen Untergründen stellen die Räder eine große Hilfe dar, wenn der Platz einmal gewechselt wird. Aber quer durch den Garten wird man damit keine Reisen unternehmen können. Die Räder blockieren schnell, wenn sich kleine Steine ihnen in den Weg stellen. Dann besteht eine erhöhte Sturzgefahr des Keramikgrills. Wir erwähnten bereits, dass ein Keramikgrill nicht fallen oder stürzen sollte!

Ersatzteile und Zubehör

Obwohl ein Keramikgrill bei sachgemäßer Behandlung langlebig ist, kann natürlich einmal etwas kaputt gehen. Hier wäre es schon im Vorfeld gut zu wissen, ob es bei Bedarf Ersatzteile (zum Beispiel Grillrost) gibt. Wer seinen Keramikgrill erweitern will, kann bei einigen Modellen einiges an Zubehör nachkaufen. So kann ein Keramikgrill zum Beispiel auch einen Drehspieß bekommen. Hier gilt es also auf spätere Erweiterungsmöglichkeiten zu achten.

Welches spezielle Grillzubehör zum Keramikgrill gibt es?

Da wir davon ausgehen Du bist bereits im Besitz von Grillbesteck, Grillhandschuhe & Co. stellen wir Dir noch kurz spezielles Keramikgrill Zubehör vor. Dieses gehört auch zu deinem besten Keramikgrill. Es kann im Preis, den Maßen und Materialien von den Herstellern variieren, ist aber auch nicht zu jedem Keramikgrill in selber Ausführung vorzufinden. Wir empfehlen Dir zu deinem speziellen Keramikgrill das vom Hersteller dafür vorgesehene Zubehör zu verwenden.

  • Der Deflektorstein ist aus einem hochwertigen Material angefertigt. Er ist hervorragend für das indirekte Grillen geeignet. Vorzufinden zum Beispiel für Monolith und Kamado Grills.
  • Für eine erweiterte Grillfläche sorgen Rosterhöhungen So kann in 2 Etagen Grillgut aufgelegt werden. Wir empfehlen das Material Edelstahl.
  • Wer sich über Schaschlik vom Grill freut, sollte sich auch die speziellen Grillspieße aus Edelstahl kaufen. Monolith bietet hier tolle Möglichkeiten an.
  • Für den Monolith Classic ist eine Rotisserie Auf diese Weise lassen sich leckere Gerichte vom Drehspieß zubereiten.
  • Für den perfekten Garvorgang im Keramikgrill gibt es im Online-Handel Steuerungen zu bestellen. Diese messen die Temperatur und sorgen für eine Regulierung von der Sauerstoffzufuhr.
  • Zu den Keramikgrills sind auch spezielle Grillbücher erhältlich. Eine schöne Geschenkidee, besonders für den Anfänger am Keramikgrill.

 

Wo wird ein Keramikgrill ideal gelagert?

Wie wir bereits erwähnt haben ist ein Keramikgrill aus unseren Test sehr robust. Dennoch möchten wir Dir nahe legen, ihn trotzdem fürsorglich zu behandeln und auch zu lagern. Da Du als Griffe Holz oder zum Beispiel Bambus vorfindest, empfehlen wir Dir ihn nicht ständig Feuchtigkeit auszusetzen. Es lohnt auf jeden Fall eine wasserdichte Abdeckhaube bei Nichtgebrauch über den Grill zu legen. Ein trockener Platz ist immer als Lagerplatz von Vorteil. Eine Garage oder ein Gartenhaus sind natürlich gut, aber bei dem Gewicht will gut überlegt sein ob in der Grillsaison ständig der Keramikgrill zu verräumen ist. Was wir nicht empfehlen ist, auf dem Grill extrem schwere Gegenstände zu lagern oder abzulegen. Achte auch darauf, dass neben dem Keramikgrill keine Gegenstände stehen, die durch ein ungewolltes Umfallen die Keramik beschädigen könnten. Während der Wintersaison muss der Keramikgrill in die Garage, Keller oder einem Gartenhaus. Vor dem Einräumen aber unbedingt nochmals gründlich reinigen.

 

Wo den Keramikgrill aus den Tests kaufen?

Tatsächlich kann bei unseren Keramikgrill aus den Tests nicht von Leichtgewicht gesprochen werden. Das wird bezüglich dem Transport schnell zu einem Problem. Natürlich findest Du in einem gut sortierten Baumarkt auch das eine oder andere Modell vor, aber wie bringst Du es ohne einen Rückenschaden zu Dir nach Hause? Auch nicht jedes Fahrzeug ist von seiner Lagerfläche für ein größeres Modell ausgelegt. Was uns bei dem Kauf von einem Keramikgrill bei Online-Händlern besonders gut gefällt ist, dass Du hier eine wirklich enorme Auswahl vorfindest. Aus diesen Gründen haben wir unsere Modelle immer online bestellt. Dazu kommen auch noch sehr attraktive Preise. Ein Vergleich der Keramikgrills lohnt preislich immer. Dein Wunschgrill wird angeliefert und Du musst nicht nach Hilfe im Bekanntenkreis suchen. Sogar von kostenlosen Anlieferungen darfst Du je nach Anbieter profitieren, was auch beim Preis-/Leistungsverhältnis zu berücksichtigen ist.

 

Fazit:

Schon für relativ „kleines Geld“ kann der Griller in die Welt der Keramikgrills eintauchen. Wer viel grillt und gerne auch Grillgut mit langen Garzeiten bevorzugt, ist mit einem Keramikgrill bestens beraten. Obwohl sie sich auch für alle anderen Arten von Grillgut eignen, sind sie fast zu schade um damit nur Würstchen zu grillen. Nach oben sind dem Budget für Keramikgrills kaum Grenzen gesetzt, sodass auch Profis ihren geeigneten Keramikgrill finden. Hierzu sind auch unsere Test zu Keramikgrills und die Vergleiche unter den Keramikgrills sehr hilfreich. Bestimmt wirst auch Du damit schnell zum Beispiel deinen eigenen Kamado-Grill finden.

Vergleich von Keramikgrills