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Alle wesentlichen Grill Kochtipps für Anfänger auf einen Blick

Egal, ob Du „nur“ für Dich alleine grillst oder Du Deinen kompletten Freundeskreis eingeladen hast: für maximalen Genuss ist es wichtig, einige essentiell wichtige Tipps zu beachten. Unsere Auswahl bezieht sich nicht nur auf die Auswahl der passenden Fleisch-, Fisch- und Gemüsesorten, sondern vor allem auf die praktischen Dinge rund um die Speisen und die Anwendung des Grills bzw. Grill Zubehörs.

Hier gilt: viele Tipps sind einigen Grillfans schon bekannt, andere gehen schnell in eine Gewohnheit über. Die Zeiten, in denen die Pflege und das Bedienen eines Grills noch viel Zeit in Anspruch nahmen, sind vorbei. Viele hochwertige Modelle erlauben es verschiedene Grill-Menü-Varianten einfach zuzubereiten und sind zudem einfach zu reinigen.

Das richtige Öl zum Einölen des Grills

Bevor das eigentliche Grillvergnügen startet, ist es wichtig, mit dem passenden Öl die Grundlage für Fisch, Fleisch und Gemüse zu bilden. So vermeidest Du, dass Dein Grillgut am Rost -im wahrsten Sinne des Wortes- anbrennt. Das Ergebnis: das Fleisch lässt sich im Umkehrschluss natürlich auch leichter lösen. Am besten nutzt Du hierzu ein besonders hitzestabiles Öl. Unter anderem sind Rapsöl und Sonnenblumenöl besonders gut geeignet.

Tipp: Du hast kein hitzebeständiges Öl zur Hand? Kein Problem! Nutze alternativ eine Speckschwarte und reibe Sie über den warmen Rost, um denselben Effekt zu erzielen wie mit Rapsöl.

Das ideale Marinieren

Viele Fleischarten, die Du im Supermarkt kaufen kannst, wurden schon für Dich mariniert. Der Nachteil: in der Marinade sind oft nicht nur Farbstoffe, sondern auch Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe enthalten. Gesünder (und oft auch leckerer) ist es, das Fleisch selbst zu marinieren. Hier gilt: säubere das Fleisch, trockne es durch Tupfen und mariniere es dann mit einer Mischung Deiner Wahl.

Beachte in jedem Fall auch, dass die Marinade während des Grillens nicht auf die Kohle tropfen sollte. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich krebserregende Stoffe neben starkem Rauch bilden. Tupfe die überschüssige Marinade einfach vom Fleisch ab, bevor Du es auf den Rost legst!

Rinderfilet gegrillt

rosa Rinderfilet (Medium rare) vom Grill: dies gelingt nur mit der richtigen Kerntemperatur

Die Kerntemperatur der einzelnen Grillgerichte

Die Gradzahl im Inneren der jeweiligen Speise wird „Kerntemperatur“ genannt. Anhand dieses Parameters lässt sich der Garzustand erkennen. Im Unterschied zur Garzeit, die je nach Zubereitung und Größe des Grillgutes variieren kann, handelt es sich hierbei um eine vergleichsweise feste Größe. Wie hoch die ideale Gartemperatur ist, hängt von der jeweiligen Fleischart und dem gewünschten Ergebnis, zum Beispiel „medium“ oder „well done“ ab.

Die richtige Dicke für das Fleisch

Nichts ist ärgerlicher als ausgetrocknetes Fleisch auf dem Grill. Daher ist die richtige Dicke hier entscheidend. Ein Wert zwischen zwei und drei Zentimeter gilt als ideal. Vor allem die dünneren Scheiben sind es, die ansonsten schnell zäh und vor allem trocken werden. Olafs Frau mag aber auch „tot gegrilltes Rind“. Entsprechend wird dünn geschnitten und einfach mehr als durch gegrillt.

Die perfekte Garzeit

Wie lange ein Stück Fleisch gegart werden sollte, ist ebenfalls von seiner Dicke abhängig. Hierbei gilt die Faustformel: je Zentimeter an Dicke muss das Fleisch circa zwei Minuten auf beiden Seiten bei direkter Hitze auf dem Grill verweilen. Wer mit einer Sizzle Zone oder dem Beefer arbeitet -also hohe Temperaturen hat- der muss entsprechend kürzer das Fleisch auflegen. Eine Ausnahme stellen hierbei die klassischen Grillwürstchen dar. Sie benötigen in der Regel eine Zeit von circa fünf Minuten und werden zur Halbzeit gewendet.

Der richtige Abstand zwischen Kohle und Grillgut

Damit das Fleisch bzw. der Fisch oder das Gemüse auch immer mit der passenden (am besten natürlich gleichmäßigen) Temperatur gegrillt wird, ist auch der Abstand zwischen Grillgut und Kohle entscheidend. Am besten achtest Du immer darauf, dass zwischen Deinem Essen und den Kohlen zehn Zentimeter Abstand vorherrschen. Hierbei handelt es sich um einen Mindestabstand! Dieser bewirkt, dass das Grillgut nicht zu schnell erhitzt wird.

Wichtige Tipps zum Thema „Alufolie beim Grillen“

Vor allem zum Ende eines Grillabends zeigt sich oft, dass die Gäste nicht so schnell essen können, wie neue, leckere Speisen nachrücken. Kein Problem! Damit das Würstchen oder der Fisch auch noch nach einer halben Stunde warm ist, empfiehlt es sich, dieses / diesen in Alufolie zu wickeln. Vorsicht! Fertiges Grillgut sollte nie auf dem noch halbwarmen Grill liegengelassen werden, da es ansonsten vorzeitig austrocknet!

Auch bei Folienkartoffeln handelt es sich erwiesenermaßen um einen echten Klassiker. Diese können sogar direkt in bzw. an der Glut gegart werden. Wir empfehlen aber immer eine doppelte Lage dicke Alufolie, damit die Kartoffel nicht Brandblasen von der Glut bekommt.

Die ideale Länge der „Ruhezeit“ für das Fleisch

Du kannst Dich für besonders saftiges Fleisch begeistern? Kein Problem! Dann empfiehlt es sich, fertige Steaks und Co. nicht direkt zu essen, sondern diese stattdessen noch fünf bis zehn Minuten ziehen zu lassen. Dies aber nicht auf dem Grill sondern direkt auf dem Tisch oder in einer Wärmeschublade oder dem Backofen bei ca. 60 Grad, was unterhalb der Kerntemperatur für ein Rindersteak Medium liegt.

Die passenden Kräuter

Keine Frage: gewürztes Fleisch schmeckt besser als die Variante in „pur“. Daher darf weder für Hobby- noch Profiköche das passende Gewürz am Grilltisch fehlen. Vor allem bei Rosmarin und Thymian handelt es sich um echte Dauerbrenner, die nicht nur zu Fleisch, sondern auch zu Fisch und Gemüse passen.

Tipp: Würze nicht nur Dein Grillgut, sondern gebe die entsprechenden Gewürze auch in die Glut, um Deiner Speise den letzten Schliff zu verleihen! Um einem vorzeitigen Verbrennen der Kräuter vorzubeugen, ist es sinnvoll, diese für circa 15 Minuten in ein wenig Wasser einzulegen. Genau dasselbe gilt übrigens auch, wenn Du Holzspieße vor dem Anbrennen bewahren möchtest. Achte nur darauf, Alles was nicht ins Wasser sinkt zu beschweren. So kann genügend Wasser aufgenommen werden.

Einsteiger Grill Tipps

Olaf filetiert eine Forelle die im Salzmantel gegrillt wurde

Die Fischsorten, die am besten zum Grillen passen

Fisch zu grillen ist teilweise schwerer als es aussieht. Warum? Die Gefahr, dass er zu trocken wird, ist tendenziell höher als beim Fleisch. Wer hier jedoch von Anfang an auf entsprechend fettreiche Sorten setzt, ist im Vorteil. Vor allem Forelle und Lachs eignen sich hervorragend, um auf dem Grill zur Geltung zu kommen. Trotz des hohen Fettanteils ist es jedoch auch hier wichtig, mit Hinblick auf die Temperatur vorsichtig zu sein und diese immer wieder zu kontrollieren. Nutze zudem auch unbedingt immer eine Fischzange, da Fisch dazu neigt trotz gutem Öl auf den Rosten zu kleben.

Der Sinn und Zweck von Grillschalen

Wer hat eigentlich je behauptet, dass Grillen ungesund sein muss? Vor allem in Fisch und Gemüse stecken oft viele wichtige Inhaltsstoffe. Damit diese zusätzlich geschont werden und erhalten blieben, lohnt es sich, auf besonders starke Alu- Grillschalen zurückzugreifen und hierin zu garen. Auch Fleisch, das als besonders fetthaltig gilt, gehört in die Aluschale. Ansonsten tropft das überschüssige Fett in die Glut, was zu Schadstoffen führt die Krebs erregend sind. Ein qualmender Grill ist dann eine weitere Nebenerscheinung.

Nahrungsmittel, die nicht gegrillt werden sollten

Auch wenn es unter Umständen manche Grillfans enttäuschen wird: nein, nicht jedes Nahrungsmittel kann gegrillt werden. So haben unter anderem Kochschinken, Bockwurst und Wiener Würstchen nichts auf dem Rost verloren. Ansonsten entstehen Nitrosamine, die gesundheitsschädlich sein können.

Die Vor- und Nachteile von Briketts

Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für die Verwendung von Grill Briketts und gegen das Nutzen von klassischer Holzkohle. Ihr Vorteil: die Briketts überzeugen durch eine längere Brenndauer als die Kohle. Dafür müssen Sie jedoch auch eine etwas längere Vorglühzeit einplanen. Briketts sind aber auch oft mit Bindemitteln gepresst worden. Hier ist zwingend auf Qualität zu achten, will man keine Ausdünstungen im Grillgut haben.

Gesundheitsgefahren beim Grillen (und wie Du diesen entgegenwirken kannst)

Das Fleisch lag zu lange (und zu nah) an den Kohlen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich schnell schwarze Flecken gebildet haben. Wichtig: schneide diese dunklen Flecken unbedingt ab! Eventuell haben sich hier gesundheitsgefährdende Stoffe gebildet.

Zudem solltest Du zum Anzünden Deines Grills immer auf moderne Grillanzünder zurückgreifen. Spiritus birgt die Gefahr der Entstehung einer Stichflamme. Ideal sind biologische Grillanzünder auf Wachsbasis. Diese hinterlassen auch keine Schadstoffe oder Schlackstoffe im Grill.

Wichtige Tipps zur Reinigung und Pflege des Grills

Grillen macht Spaß. Das Nachbereiten weniger. Um eingetrocknete Reste am Rost zu vermeiden, säuber den Grill am besten kurz nach der Nutzung. Ist der Rost noch warm, lassen sich die Öl- und Essensreste noch leichter entfernen. Eine Grillbürste sollte hierbei in keinem Grillequipment fehlen.



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