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Grill selber bauen: Einen Grill bauen geht einfacher, als Du denkst

Spätestens wenn die Strahlen der Frühlingssonne den Schnee zum Schmelzen bringen, freuen sich Grillfreunde auf die kommende Grillsaison, in der sie ihre Familie, Nachbarn und Freunde mit frisch gegrillten Köstlichkeiten kulinarisch verwöhnen können. Dafür braucht es aber natürlich auch den passenden Grill, der idealerweise selbst errichtet wurde. Die Kosten für solch ein Projekt halten sich dabei in einem überschaubaren Rahmen. Denn der Grill Eigenbau ist gar nicht so schwierig, wie Du vielleicht meinst. Und das Beste: Wenn Du selbst einen Grill bauen möchtest, kannst Du diesen genau so gestalten, wie Du ihn haben möchtest.

Da es eine Vielzahl verschiedener Grilltypen gibt, solltest Du Dich zunächst entscheiden, welche Art von Grill Du überhaupt bauen möchtest. Hierbei spielt auch der vorhandene Platz eine wichtige Rolle. Wenn Du z.B. lediglich auf Balkon oder Terrasse die Möglichkeit zum Grillen hast, sollte der Grill natürlich anders aussehen, als ein Modell, das in einen großen Garten eingepasst wird. Dort kannst Du einen Grill gemauert bauen und rundherum eine gemütliche Sitzecke aufstellen. Auf Deinem eigenen Grillplatz kannst Du so laue Sommerabende bei einem erfrischenden Drink im Freien genießen, auch wenn Du den Grill selbst gar nicht anschmeißt. Du hast unter anderem folgende Möglichkeiten, wenn Du einen Grill bauen möchtest:

Einen Grill bauen in der einfachsten Variante: der Schwenkgrill

Ein Schwenkgrill ist wohl die einfachste Variante, wenn Du selbst einen Grill bauen möchtest. Darüber hinaus handelt es sich hierbei um eine äußerst flexible Lösung. Der Schwenkgrill besteht nämlich aus einfach zerlegbaren Aluminiumstangen. Das bedeutet: Du kannst diesen Grill jederzeit demontieren und beispielsweise beim gemeinsamen Ausflug mit der Familie an den Baggersee mitnehmen. Um einen Schwenkgrill zu bauen, brauchst Du lediglich folgendes Werkzeug

  • eine Säge
  • einen Schraubendreher
  • eine Zange
  • Zwingen

Du musst auch nicht allzu viel Zeit investieren, um den Schwenkgrill zu bauen, weil diese Variante auf einem denkbar einfachen Prinzip basiert: Hier musst Du lediglich Aluminium-Rohre mit verschiedener Weite ineinander schieben und diese anschließend miteinander verkleben.

Insgesamt stellst Du auf diese Weise drei Rohre her, die eine Dicke von etwa zwölf Millimetern haben sollten. Diese bilden die Beine des Grills, die in einem Kopfstück zusammen laufen. Das Kopfstück selbst besteht aus drei dünnen Rohren, die in ein kürzeres Rohr münden. Letzteres sollte einen Durchmesser von etwa 25 Millimetern haben. Die Enden der dünneren Rohre sollten circa 100 Millimeter über das kürzere Rohr hinaus ragen. Dadurch kannst Du die Beine des Schwenkgrills bei der Montage bequem in die Enden der Rohre schieben.

Als Kleber kannst Du entweder einen Zwei-Komponenten-Kleber oder einen Heißkleber verwenden, den Du in alle Hohlräume füllst. Während der Arbeit kannst Du die Rohre mit Kreppband und einer Zwinge zusammenhalten. Es dauert bei Raumtemperatur etwa zwei bis fünf Minuten, bis der Klebstoff trocken ist, dann kannst Du die Enden der Rohre schließlich mit einem Schraubendreher nach außen biegen. In welchen Winkel Du die Rohre biegst, hängt davon ab, wie groß der Grillrost ist.

Anschließend schraubst Du den Haken, welcher die Kette des Grillrosts hält, in die Klebstoffmasse. Du brauchst dann lediglich noch drei kleine Haken, mit denen Du die Kette am Grillrost befestigst. Das Material, das du für diesen Grill benötigst, ist in jedem Baumarkt erhältlich. Es gibt aber auch diverse Komplett-Angebote samt Feuerschale oder Grillrost.

Grillschalen mit SpanferkelEinen Grill bauen als Grillwagen: eine Variante mit viel Platz

Wenn Du beim Grillen besonders viel Platz brauchst, solltest Du Dich für einen Grillwagen entscheiden. Zudem bietet diese Grill-Variante einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil: Sie lässt sich besonders einfach reinigen. Du benötigst für den Eigenbau neben einem Edelstahl-Grill, den Du im Baumarkt oder im Versandhandel problemlos erhältst, folgendes Werkzeug:

  • eine Bohrmaschine
  • einen Akku-Schrauber
  • eine Eisensäge
  • einen Stechbeitel
  • eine Oberfräse

Weil ein Grillwagen vom Design her äußerst minimalistisch ist, kann er problemlos in nahezu jede Möblierung integriert werden. Wichtig ist beim Bau eines Grillwagens vor allem, dass Du sorgfältig und exakt arbeitest. Schließlich ist er unter anderem mit ausziehbaren Ablageflächen, die möglichst leicht laufen sollten, und einer Griffstange ausgestattet. Besonders genau musst Du bei den Rundstäben sein: Du spannst das Rohr in einem Maschinenschraubstock ein und körnst es an. Anschließend führst Du eine Bohrung mit einer Stärke von zehn Millimetern durch, jedoch musst Du darauf achten, dass Du hierbei die Innenwand des Rohres nicht beschädigst. Exakt gegenüber den zehn Millimeter großen Löcher bohrst du anschließend zwei kleinere, durch die du die Schrauben steckst, mit welchen die Rundstäbe aus Aluminium fixiert werden. Daraufhin schiebst Du die vorgefertigte Konstruktion in den Korpus ein. Nun ziehst du das Gestänge ein wenig heraus, um die Ablageplatte Auflegen zu können. Besonders praktisch sind diese Ablageflächen, wenn rund um den Grill nur wenig Platz zur Verfügung steht, sodass kein Tisch aufgestellt werden kann.

Einen Grill bauen in Form eines Grillkamins

Ein Grillkamin bietet Dir zahlreiche Vorteile im Vergleich zu einem mobilen Grill. So brauchst Du diesen im Winter beispielsweise nicht irgendwo anders lagern, weil er ganzjährig im Freien stehen kann. Zudem werden Qualm und Rauch sauber und zuverlässig abgeführt und er liefert an kühleren Abenden kostenlos bis in die späten Nachtstunden Abwärme. Und auch Schlechtwetterperioden oder Frost können einem aus Stein gefertigten, massiven Grillkamin nichts anhaben.

Alles selber machen oder einen Bausatz aufbauen?

Wenn Du handwerklich eher ungeschickt bist, bietet Dir der Fachhandel eine Vielzahl von Bausätzen für den Grillkamin an. Diese lassen sich in aller Regel auch von absoluten Laien problemlos selbst aufbauen. Die Bausätze bestehen meist nur aus wenigen Bauteilen, die sich einfach zusammensetzen lassen. Entscheidest Du Dich für diese Variante, musst du allerdings darauf achten, feuerfesten Mörtel zu verwenden, der möglicherweise nicht im Bausatz enthalten ist.

Willst Du den Grillkamin hingegen komplett selbst bauen, solltest Du zu Vollziegeln aus Klinker oder Pflasterklinker greifen. Der Unterschied zum Bausatz besteht darin, dass Du weder den Brennraum noch den Rauchabzug vermauerst. Stattdessen setzt Du einen freiliegenden Metallrost ein, weshalb Du auch keinen feuerfesten Mörtel benötigst. Du solltest außerdem daran denken, für den Grillkamin ein Streifenfundament anzulegen, weil der Belag der Terrasse oder ein Sandbett als Untergrund nicht ausreichen.

Briketts glühend im Anzündkamin auf dem Kohlerost

Wenn der Grillkamin repariert werden muss

Wenn Du Deinen gemauerten Grillkamin intensiv nutzt, kann es durchaus passieren, dass sich die Verkleidung im Feuerraum löst oder rissig wird. Keine Sorge. Auch hier kannst du selbst Hand anlegen. Weil beim Grillen hohe Temperaturen entstehen, musst Du aber darauf achten, für die Reparatur ausschließlich hitzebeständige Materialien zu verwenden, die speziell für diesen Zweck gedacht sind. Dazu gehört beispielsweise Feuerfestmörtel, der bis zu einer Temperatur von etwa 1.000 Grad hitzebeständig ist.

Eine besondere Variante: der Grill gemauert

Mauerst du den Grill selbst, kannst du eine ganz individuelle Grill- und Feuerstelle kreieren, die ein wahres Prachtstück in Deinem Garten abgeben wird. Natürlich muss auch der gemauerte Grill auf einem stabilen Fundament stehen, zudem solltest Du beachten, ausschließlich hitzeunempfindliche Steine beim Grill bauen zu verwenden. Ideal eignen sich beispielsweise Klinker und Backstein, und auch den feuerfesten Mörtel solltest Du nicht vergessen. Wie groß der gemauerte Grill wird, hängt einzig und allein davon ab, für welche Art von Grillrost Du Dich entscheidest.

Wichtig: Bevor Du mit dem Grill bauen beginnst, musst Du erst einmal den passenden Standort finden. Den kannst Du im Nachhinein nämlich nicht mehr verändern, sobald der Grill erst einmal steht. Ist der ideale Platz für den Grill gefunden, musst Du nun einen stabilen Untergrund schaffen. Für einen gemauerten Grill brauchst Du ein ca. 10cm starkes, auf Schotter gelagertes Betonfundament, weil die verwendeten Steine doch relativ schwer sind und somit die Gefahr besteht, dass der Grill eines Tages absacken könnte. Statt ein eigenes Fundament zu gießen, kannst Du auch eine feste Bodenplatte verwenden oder eine robuste Terrasse (kein Holzboden!) als Standort für den Grill nutzen.

Welche Grillroste werden verwendet?

Für den gemauerten Grill verwendest Du in aller Regel dreieckige Roste, die im Grill übers Eck fixiert werden. Für diese schraubst du an jede Wand des Dreiecks mindestens drei stählerne Auflageschinen, die sich jeweils auf gleicher Höhe befinden. Zwei dieser Schienen dienen als Halt für den Grillrost, die anderen beiden sind für das Kohle-Lochblech sowie das Auffangblech, in welchem die Asche aufgefangen und gesammelt wird, vorgesehen. Möchtest Du lieber einen höhenverstellbaren Rost haben, musst Du auch entsprechend mehr Auflageschienen anbringen.

Falls Du zusätzlich eine Ablagefläche bauen möchtest, ist eine zweite Mauer, die Du hinter einer Mauer des Grills hochziehst, die einfachste Lösung. Befestigst Du darauf ein Stahlblech, kannst Du sowohl das Grillgut als auch das Grillwerkzeug bequem darauf ablegen. Lässt Du ein wenig Abstand zwischen den beiden Mauern, kannst Du in dieser Lücke auch bequem einen Sack Grillkohle verstauen, sodass dieser im Alltag nicht im Weg und zugleich vor der Witterung geschützt ist.

Die E-förmige Grill-Variante

Wenn Dir ausreichend Platz zur Verfügung steht und Du einen großen Grillrost verwenden möchtest, kannst Du den Grill selbstverständlich auch größer Mauern. Hierbei steht Dir zum Beispiel folgende Variante offen:

Von oben betrachtet sieht dieser Grill wie ein „E“ aus. In einer der Freiflächen zwischen den Mauern befindet sich der Grillrost samt Ablageflächen, im anderen Zwischenraum eine Ablagefläche mit zwei oder mehr Brettern. Rund um die Mauer baust du eine umlaufende Theke ein, an der Deine Gäste auch essen können. Willst Du mehr Grillfläche haben, kannst Du auch auf die Ablagefläche verzichten und stattdessen einen zweiten Grillrost einbauen. Wird der Grill nicht benutzt, kannst Du einfach ein Brett auf den Rost legen und damit eine Ablagefläche schaffen.

Alternativ kannst Du den Grill auch S-förmig bauen. Weil an zwei Seiten direkt gegrillt werden kann, ist diese Variante optimal, wenn Du mehrere Gäste versorgen möchtest. Wird lediglich eine Grillfläche benötigt, kannst Du die zweite wieder mit einem Brett abdecken und zusätzliche Ablagefläche gewinnen.

Einen Gabionen-Grill bauen und ein modernes Schmuckstück für den Garten schaffen

Ein stilvoller Gabionen-Grill lässt sich insgesamt recht einfach bauen: Du brauchst für die Variante mit Gasgrill lediglich Sperrholz, das eine Dicke von rund 18 Millimetern aufweist und wetterfest gestrichen ist, um Ablagen und Böden daraus zu schneiden. Des Weiteren benötigst du einen Edelstahl-Grill, Natursteine sowie Gabionen, also verzinkte Drahtgitterkörbe.

Aus Gründen der Stabilität solltest Du die Grundplatten von Gasflasche und Grill aufdoppeln und anschließend auf das Fundament stellen. Befüllen solltest Du die Gabionen ausschließlich mit frostbeständigen Steinen wie Kalksandstein, Granit, Basalt oder Glasbausteinen. Du musst lediglich darauf achten, dass die Steine größer sind als die Maschen. Damit der Gabionen-Grill auch optisch zum Glanzstück Deines Gartens wird, musst Du die Natursteine an den Sichtkanten sauber aufstapeln, das innere kannst Du dagegen ganz einfach nur aufschütten. Genauso gehst Du im Grunde auch vor, wenn Du den Gabionen-Grill mit Holzkohle befeuern möchtest.

Modul-Grillküche: Warum nicht im Garten kochen?

Eine Modul-Grillküche macht es möglich, dass Du in der schönen Jahreszeit Deine Wohnfläche ganz erheblich vergrößern und im Garten kochen und Deine Gäste bewirten kannst. Mit etwas handwerklichem Geschick kannst Du die Gartenküche sogar selbst bauen. In diesem Fall empfiehlt es sich aber, einzelne Elemente wie das Spülbecken und den Grill vorgefertigt zu kaufen und sich auf den Bau der Verkleidung bzw. der Ablageflächen zu konzentrieren. Für dieses Projekt benötigst du vorab natürlich einen detaillierten Bauplan mit Skizze.

Die Materialien selbst, beispielsweise passende Bretter und verzinkte Beschläge, findest du anschließend in jedem gut sortierten Baumarkt. Grill und andere, feste Küchenelemente solltest du allerdings zuerst kaufen, um die Verkleidung entsprechend anpassen zu können.



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