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Gasgrill ausbrennen

Den Gasgrill ausbrennen machen wir mindestens einmal im Monat. Dies ist auch unabhängig davon, wie oft der Gasgrill in der Zwischenzeit genutzt wurde. Nur wenn Du den Grill seit dem letzten Ausbrennen nicht genutzt hast, ist ein Ausbrennen nicht erforderlich.

Beim Ausbrennen des Gasgrills werden über die Pyrolyse alle fettigen Rückstände im Grill aufgelöst in kleine, weiße Partikel, die man einfach mit einem feuchten Tuch entfernen kann. So ist der Gasgrill nach dem Ausbrennen wieder nahezu wie neu und vor allem hygienisch sauber.

Wichtig: Ausbrennen und Einbrennen haben nichts miteinander zu tuen. Wenn Du Deinen Gasgrill erstmals nutzen willst, dann solltest Du diesen Einbrennen. Wie Du den Gasgrill richtig einbrennst erfährst Du hier.

 

Welche Gasgrills eignen sich zum ausbrennen?

Dein Gasgrill sollte mindestens 3 bzw. 4 Brenner haben und einen verschließbaren Deckel. Mit drei Brennern wird es meistens schwer trotz geschlossenem Deckel die erforderliche Temperatur von 385 Grad Celsius für die Pyrolyse zu erreichen. Wir haben auf den meisten 4-flammigen Gasgrills keine Probleme mit der Reinigung gehabt. Eine Auswahl von Gasgrills mit 4 Flammen findest Du hier. Unser großer Gasgrill Ratgeber hilft Dir dabei die passenden Funktionen für Deinen Gasgrill zu finden. Die aktuellen Modelle aus unseren Tests findest Du in unserem Gasgrill Vergleich.

Wer einen Heckbrenner am Gasgrill hat, der sollte diesen parallel zu den normalen Brennern für das Ausbrennen benutzen.

Ausbrennen des Weber Gasgrills

Unser Weber Summit S670 nach dem Ausbrennen und vor dem Abkühlen. Der Grill ist bereits wieder sehr sauber.

 

Wann bzw. wie oft den Gasgrill ausbrennen?

Es hängt sehr von der Häufigkeit der Nutzung Deines Gasgrills ab, wie oft Du diesen ausbrennen solltest. Beim Ausbrennen verschwinden vor allem fettige Rückstände von den Grillrosten und im gesamten Garraum. Entsprechend solltest Du spätestens den Gasgrill ausbrennen, wenn sich am Grillgut Fett vom Rost anlagert, Deine Brenner stark qualmen wegen Fettrückständen oder der Grill von Innen verrußt bzw. einen dicken Fettfilm hat.

Wir reinigen mindestens einmal im Monat, auch wenn es in der Zwischenzeit nur eine Nutzung gab. Dies immer nach einem Grilltag und nicht vor der Nutzung, damit der Grill auch ein paar Tage sauber, ungenutzt steht. Ideal ist es also vor Urlauben oder einem Zeitraum, in dem der Grill nicht genutzt wird. So kann man den Grill auch nach dem Ausbrennen noch gründlich reinigen.

 

Den Gasgrill zum ausbrennen vorbereiten?

Vor dem Ausbrennen des Grills entfernen wir immer den groben Schmutz. Hierzu gibt es zwei Varianten:

  • den Grill auf rund 150 Grad vorheizen und bei der Temperatur rund 5 Minuten laufen lassen und danach ausschalten. So werden die fettigen Rest besser löslich. Nun kannst Du mit der Grillbürste den Grillrost reinigen. Danach mit einem feuchten Tuch (nur Wasser, keine Reinigungsmittel) den Grillrost und den gesamten Garraum von innen auswischen.
  • Den Grillrost mit der Grillbürste von grobem Schmutz befreien. Nun eine feuerfeste Schale mit ca. 100 ml Wasser und dem Saft einer gepressten Zitrone füllen. Den Grill nun bei 50 bis 60 Grad ca. 30 Minuten laufen lassen und hierbei die Schale im Gasgrill bei geschlossenem Deckel und indirekter Hitze (also nicht über einem Brenner) platzieren. Der Wasserdampf mit der Säure der Zitrone hilft dabei fettige Rückstände besser zu lösen. Nach den rund 30 Minuten dann Grillrost und Garraum mit einem feuchten Tuch auswischen. Hierbei das Wasser-Zitronengemisch NICHT nutzen, da Säurerückstände auf der Grilloberfläche sonst bei folgenden Ausbrennen in den Grill dauerhaft einbrennen.

Bauteile – wie verlegte Kabel für die Fühler Deines Grillthermometers – die eine Temperatur im Garraum von rund 400 Grad nicht überleben würden, solltest Du vor dem Ausbrennen des Grills noch entfernen. Prüfe auch, ob die Gasflasche ausreichend voll ist, damit Du den Grill bei voller Last von allen Brennern für ca. 20 Minuten betreiben kannst.

Ausbrennen des Gasgrills

Das Ausbrennen des Gasgrills erfolgt bei geschlossenem Deckel. Bis nach der Abkühlphase bleibt der Deckel geschlossen

 

Wie den Gasgrill ausbrennen?

Wir gehen davon aus, dass Du Deinen Grill bereits eingebrannt hast und damit die maximale Temperatur auch schon einmal erreicht hast. Dies ist wichtig, damit die Bauteile des Grills sich bereits mindestens einmal entsprechend ausgedehnt haben. Es verhindert die Bildung von Rissen auf der Grilloberfläche und weitere Schäden.

Den Gasgrill von innen grob säubern. Diesen dann bis auf die Roste leeren. Danach solltest Du bei offenem Deckel zünden damit es zu keiner Verpuffung kommt. Den Deckel kannst Du nach der Zündung der ersten Brenner schließen. Zunächst reicht die Hälfte der Brenner aus, damit der Grill sich nicht zu schnell erhitzt.

Die Brenner betreibst Du während des gesamten Ausbrennvorgangs immer auf der maximalen Einstellung. Die noch nicht gezündeten Brenner kannst Du nach ca. 5 Minuten ebenfalls zünden und mit maximaler Leistung betreiben.

Wenn nun alle Brenner angeschaltet sind, wird der Gasgrill nach einigen Minuten eine Temperatur von über 385 Grad erreichen. Beachte hierbei, dass der Grill unten an den Rosten immer kühler sein wird, als oben am Deckel, wo meist der Thermometer sitzt. Zeigt das Thermometer also über 400 Grad, dann werden auch die Roste die 385 Grad erreicht haben.

Ab einer Temperatur von rund 385 Grad kommt es zur Pyrolyse. Hierbei werden organische Verbindungen bei hohem Temperaturen unter Abwesenheit von Sauerstoff gespalten, da sich die Verbindungen der Moleküle auflösen. So zerfallen Fett und Reste vom Grillgut. Es bleibt ein weißer Staub den man nach dem Abkühlen des Grills feucht abwischen kann.

Den Gasgrill sollte man dann bei der Temperatur von über 385 Grad ca. 5 Minuten ausbrennen lassen.

Gasgrill ausbrennen mit Pyrolyse

Richtig abkühlen lassen nach dem Ausbrennen

Hiernach dann erst die Hälfte der Brenner ausschalten und ca. 5 Minuten später die anderen Brenner langsam Zurückregeln. Dies ist wichtig, damit der Grill langsam abkühlt. Sonst bilden sich Risse oder der Grill verformt sich. Normalerweise lassen wir unsere Gasgrills über einen Zeitraum von 20 Minuten wieder abkühlen. Erst am Ende des Vorgangs nach dem Abkühlen sollte der Deckel wieder geöffnet werden.

Wichtig: Der Deckel des Gasgrills muss während der Aufheiz- aber auch Abkühlphase geschlossen sein.

 

Das Reinigen zum Abschluss

Wenn der Grill wieder abgekühlt ist, sollte mit einem feuchten Tuch der Gasgrill ausgewischt werden. So wird der verbliebene weiße Staub entfernt und der Grill ist von fettigen Rückständen aber auch von Resten des Grillgutes befreit.

Es ist danach ideal den Gasgrill richtig zu reinigen, vor allem, wenn er in eine längere Nutzungspause geht.



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