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Campinggrill: Was Du bei der Auswahl beachten solltest

Ich bin schon seit Jahren begeisterter Camper und mit meinen Wohnmobilen in Europa unterwegs. Immer dabei sind diverse Campinggrills, die ich in der Natur und auf den Campingplätzen ausprobiere. Meist werden lokale Spezialitäten gegrillt. Ein Campinggrill muss aber auch backen und kochen können. Entsprechend möchte ich Euch meine Erfahrungen zur Auswahl eines passenden Campinggrills weitergeben.

Welche Funktionen benötigt ein Campinggrill?

Wenn Du unterwegs auf wenig aus der heimischen Küche verzichten möchtest, dann sollte Dein Campinggrill kochen, grillen und backen können. Dazu benötigt der Campinggrill:

  • einen Deckel – nur so ist es möglich indirekt zu grillen oder zu backen. Achte darauf, dass der Deckel möglichst dick ist, um Wärmeverlust zu reduzieren.
  • Einen Grillrost, auf dem auch Kochtöpfe platziert werden können – nur so kann gekocht werden. Achte hierbei darauf, dass die Gasbrenner dicht unter dem Rost sitzen, damit die Hitze sich auch wirklich auf den Kochtopf übertragen kann. Alternativ sind Grills erhältlich, die bereits über eine Kochplatte verfügen. Das kostet aber Fläche.
Enders Campinggrill

Achte zudem darauf, dass der Campinggrill eine gute Regelung der Temperatur ermöglicht. Nur so kannst Du auch beim Backen eine ideale Temperatur erreichen und halten. Auch wichtig ist, dass Du über mindestens 2 Brenner verfügst, damit Du überhaupt auf einer Nebenfläche indirekt grillen kannst bzw. auch backen. Beachte hierbei, dass Du ausreichend Fläche benötigst, die nicht unter einem Brenner liegt, um z.B. ein Brot aufzubacken.

Hilfreich für einen Campinggrill ist eine seitliche Ablage für Dein Grillbesteck. Warum? Immer wenn ich in der Wildness unterwegs bin, möchte ich meine Grillzange nicht auf den Boden legen, aber diese trotzdem am Grillmeister halten.

Achte auch darauf, dass der Deckel Deines Campinggrills verriegelt werden kann. So kannst Du Grillbesteck und die Roste im Grill lassen während Du diesen im Wohnmobil transportierst.

Für einen Campinggrill empfehle ich Dir unbedingt Edelstahlroste oder Gusseisen bzw. Druckguss für die Grillroste, wie auch das Gehäuse des Grills. Der Grill wird ja öfter einmal feucht und nass. Da ist es definitiv besser, wenn er nicht rosten kann. Zudem ist das Gehäuse dann entsprechend robust. Bei uns im Camper sind die Grills oft in der Heckgarage einem entsprechenden Druck durch Fahrräder oder anderes Zubehör ausgesetzt. Da ist ein robuster Grill wichtig.

In diesem Video haben wir Euch mal die wesentlichen Funktionen für einen Campinggrill erläutert und einige Modelle vorgestellt.

 

Mein Favorit unter den Campinggrills

Bei den Campinggrills setze ich jetzt schon seit 2017 auf Enders. Der deutsche Hersteller bietet sehr robuste Gasgrills mit und ohne Unterschrank. Die Auswahl an Campinggrills ist groß. Die Grills sind handlich, aber dennoch ausreichend groß und vor allem derart solide verarbeitet, dass man diese im Wohnwagen in der Heckgarage auch transportieren kann.

Ich liebe insbesondere den Enders Urban Pro.

Er bietet ausreichend Platz, man kann den Rost entnehmen, um Kochtöpfe direkt oberhalb der Flamme zu platzieren und er kann für den Transport verriegelt werden. Hier findest Du einen guten Überblick über Gasgrills von Enders.

Gas, Kohle oder Elektro für den Campinggrill?

Letztlich ist dies „Geschmacksache“. Es gibt aber klare Vor- und Nachteile bei den „Befeuerungsarten“ von Grills im Campingeinsatz. Bei der Auswahl des Campinggrills solltest Du dies entsprechend beachten.

Als erfahrener Camper verzichte ich auf Kohle. Diese wird auch im Camper oder Zelt öfter feucht und kann schlecht draußen gelagert werden. Feuchte Kohle qualmt ziemlich stark und das Grillgut schmeckt dann nicht wirklich. Die Zeit für die Grillreinigung und ggf. die Kohlereste im Camper sind auch nicht wirklich ideal für eine längere Tour. Mit der Zeit für das Vorglühen habe ich weniger ein Problem, aber mit der zum Auskühlen schon eher, wenn ich morgens nach dem Spiegelei direkt auf Reise möchte.

Bei Gas und Elektro ist der wesentliche Unterschied in zwei Punkten gegeben. Elektrisch wird keine ausreichend hohe Temperatur insbesondere für Steaks erreicht. Eine schöne Kruste ist nicht wirklich machbar, es sei denn, das Steak wird in Butter angebraten. Zudem bist Du auf Strom angewiesen, d.h. Du kannst nur auf einem Campingplatz oder mit einem Generator den Grill betreiben. Unser großer Camper hat einen Wechselrichter, der die Leistung für den Elektrogrill und die Induktionsplatte so gerade aus den Batterien herausbekommt. Ideal ist das also nicht.

Ich persönlich setze beim Camping also auf einen kleinen Gasgrill. Hierbei achte ich darauf, dass ich sowohl herkömmliche Gasflaschen als auch kleine Gaskartuschen verwenden kann. So bin ich flexibel. Wenn man ein Wochenende mit dem Auto statt dem Camper unterwegs ist, reicht auch eine Gaskartusche für den Grill aus.



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